Huijsen entschuldigt sich für Instagram-Fauxpas
Nur wenige Tage nach dem Rassismus-Eklat rund um das Champions-League-Spiel gegen SL Benfica sorgt bereits die nächste Geschichte für Unruhe bei Real Madrid. Diesmal steht mit Dean Huijsen allerdings ein eigener Spieler im Mittelpunkt. Der 20-Jährige teilte über seinen Instagram-Account ein Bild mit rassistischen Stereotypen gegenüber Asiaten und löste damit international Kritik aus.
Dabei wirkt der Vorfall auf den ersten Blick widersprüchlich: Huijsen verfügt über mehr als fünf Millionen Follower auf der Plattform und hatte zuvor kaum Inhalte geteilt. Gerade deshalb erscheint es schwer vorstellbar, dass ein Spieler mit dieser öffentlichen Reichweite bewusst ein offensichtlich problematisches Meme verbreiten wollte. Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass es sich um ein unbeabsichtigtes Teilen über den noch relativ neuen Share-Button gehandelt haben könnte – ein Missgeschick mit großer Wirkung. Konkret ging es um ein Bild mit Stereotypen und als beleidigend empfundenen Darstellungen gegenüber asiatischen Menschen. Nachdem Fans und Nutzer den Beitrag kritisiert hatten, wurde das Teilen schnell wieder rückgängig gemacht. Dennoch verbreiteten sich Screenshots rasch weiter, insbesondere im asiatischen Raum, wo die Empörung entsprechend groß ausfiel.
???? Dean Huijsen: “I sincerely APOLOGIZE to my Chinese friends. I previously unintentionally re-posted a reel with contents that included offensive messages. It was totally by-mistake and I regret the discomfort it has caused.” @diarioas pic.twitter.com/fUHnjKsilP
— Madrid Zone (@theMadridZone) February 23, 2026
Dass bereits ein einzelner Klick ausreicht, um weltweit Kritik auszulösen, zeigt einmal mehr die Verantwortung von Profis in sozialen Netzwerken – insbesondere bei einem Klub wie Real Madrid mit globaler Strahlkraft. Bemerkenswert ist vor allem die Reaktion des Vereins. Eine offizielle Entschuldigung wurde veröffentlicht, allerdings ausschließlich über den Kanal des Klubs auf der chinesischen Plattform Weibo. Darin wurde betont, dass das Teilen des Inhalts unbeabsichtigt gewesen sei und der Innenverteidiger niemanden beleidigen wollte. Huijsen selbst sagte: „Ich entschuldige mich aufrichtig bei meinen chinesischen Freunden. Ich habe zuvor versehentlich Inhalte weitergeleitet, die beleidigende Nachrichten enthielten. Es war absolut unbeabsichtigt und ich bedauere zutiefst, jegliche dadurch entstandene Verärgerung verursacht zu haben.“
Eine vergleichbare Stellungnahme auf den internationalen Kanälen des Vereins oder auf Huijsens eigenem Instagram-Account blieb hingegen aus. Diese selektive Kommunikation sorgt für Diskussionen. Kritiker werfen Real vor, die Angelegenheit bewusst regional begrenzen zu wollen, um eine größere internationale Debatte zu vermeiden.
Der Zeitpunkt des Vorfalls ist für die Königlichen besonders heikel: Erst vergangene Woche stand der Verein im Kontext von Rassismusvorwürfen im Umfeld der Partie gegen Benfica im Fokus der Aufmerksamkeit. Dass nun ein eigener Spieler mit einem entsprechenden Vorfall in Verbindung gebracht wird, verstärkt die Sensibilität rund um das Thema zusätzlich. Gerade deshalb wirkt die zurückhaltende, regional begrenzte Kommunikation des Klubs wie ein Balanceakt zwischen Schadensbegrenzung und öffentlicher Verantwortung.
Vieles spricht dafür, dass Huijsen den Beitrag nicht bewusst verbreiten wollte. Weder passt der Vorfall zu seinem bisherigen öffentlichen Auftreten, noch hatte er zuvor ähnliche Inhalte geteilt. Auch die Tatsache, dass der Post schnell gelöscht wurde und eine Entschuldigung folgte, deutet eher auf ein Versehen als auf eine gezielte Handlung hin. Dennoch unterstreicht der Fall, wie schnell ein einziger Klick in den sozialen Medien zum internationalen Problem werden kann.
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