DFB-Wunschkandidat: Wie Jürgen Klopps Fußball zum DFB passen könnte
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Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat für den Posten des Bundestrainers. Wie könnte die Mannschaft unter ihm aussehen und welchen Fußball würde sie spielen? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Jürgen Klopp vom DFB als neuer Bundestrainer vorgestellt wird. Die Verhandlungen laufen bereits und werden Ende der Woche in New York wohl noch intensiviert. Nichts sollte jedoch einem Engagement von Klopp im Wege stehen. Damit übernimmt der 59-Jährige bald jenen Job, für den er in der Vergangenheit schon des Öfteren in Betracht gezogen wurde. Die Euphorie könnte bei einigen Anhängern der Nationalmannschaft größer kaum sein, immerhin zählt Klopp nicht nur zu den erfolgreichsten deutschen Trainern der vergangenen 20 Jahre, sondern er ist auch ein charismatischer Vertreter des deutschen Fußballs. Aber wie genau könnte der Einsatz von Klopp beim DFB zum Erfolg führen? WM 2026: Alle Informationen im Newsblog Kommentar: Klopp zeigt sein wahres Gesicht Zunächst sei gesagt, dass Klopp – anders als zuweilen Vorgänger Julian Nagelsmann – niemand ist, der gerne das letzte Wort haben möchte. Sicherlich wird der frühere Dortmund- und Liverpool-Trainer gewisse Veränderungen beim DFB und rund um die Nationalmannschaft einfordern, aber in der konkreten Arbeit mit einem Team delegiert Klopp sehr gerne die Aufgaben. Das hat ihn schon in England so stark gemacht. Er war das Gesicht nach außen, hatte aber einige Mitarbeiter in seinem Stab, auf die er sich verlassen konnte. Stand jetzt wird der DFB sowohl Torwarttrainer Andreas Kronenberg als auch den hochgelobten Standardtrainer Mads Buttgereit behalten. Peter Krawietz, der langjährige Assistent von Klopp, arbeitete wie dieser zuletzt für Red Bull, könnte aber nun zum DFB wechseln. Krawietz ist vor allem in der Gegneranalyse versiert. "Was dieser Mann auf dem Fußballplatz sieht, ist bemerkenswert", sagte Klopp einst. Auch sein Liverpooler Assistent Pepijn Lijnders dürfte wieder Klopp unterstützen. Der Niederländer ist wichtig in der Trainingsarbeit und ein Entwickler von Talenten. Eine Einbindung von Weltmeister Per Mertesacker , der bei Arsenal acht Jahre lang die Nachwuchsabteilung leitete, wird zumindest diskutiert. Neben der klugen Verteilung der Aufgaben ist Klopp zugleich einer, der seinem Team eine bestimmte Vision von Fußball vermitteln möchte. Natürlich reden noch heute viele über die Gegenpressing-Revolution, die er einst mit Borussia Dortmund entfachte. Klopp steht aber nicht mehr nur für die aggressive Ballrückeroberung und schnelle Umschaltangriffe in der gegnerischen Hälfte. Vielmehr hat Liverpool unter ihm auch einen soliden Ballbesitzfußball praktiziert, welcher jedoch in den besten Phasen stets mit Tempo gespielt wurde. Eichhorn ein Kandidat? Der Ball soll unter der Ägide von Klopp möglichst selten einfach in die vorderen Zonen getragen werden, wenn der Gegner die Möglichkeit hat, sich geordnet aufzustellen. An der Grundformation dürfte sich unterdessen wenig ändern. Es könnte weiterhin ein 4-2-3-1 sein, jedoch mit Joshua Kimmich in der klaren Sechser-Rolle. Klopp hat gerne eine Art Quarterback im Mittelfeld, der auch mal zwischen den Innenverteidigern das Spiel mit mittellangen Zuspielen eröffnet. Daneben hatte er häufig einen dynamischen und auch raumgreifenden zweiten Mittelfeldspieler. Für diese Rolle käme sicherlich Felix Nmecha oder auch in den kommenden Jahren Top-Talent Kennet Eichhorn infrage. Die Außenspieler nehmen ebenfalls eine wichtige Rolle im Klopp'schen System ein. Bei Liverpool war vieles auf Rechtsaußen Mohamed Salah und Linksaußen Luis Díaz oder Sadio Mané ausgerichtet. Vom dezidierten Fokus auf Außenstürmer dürften unter anderem Saïd El Mala und auch Lennart Karl profitieren, die demnächst die Flügelpositionen besetzen könnten. Womöglich würde Florian Wirtz künftig wieder durch die Mitte kommen. Wichtiger als die personelle Besetzung ist für Klopp aber die Chemie unter den Stammkräften. Bei Liverpool etwa entwickelte sich ein klares Verständnis zwischen Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino. Chance für Talente Auch deshalb litt Klopps Fußball in der Vergangenheit ein Stück weit, wenn wichtige Spieler das Team verließen oder in ihrer Leistungsfähigkeit nachließen und ersetzt werden mussten. Die Teamchemie ist essenziell. Zugleich ist davon auszugehen, dass Klopp ähnlich wie in den Anfangszeiten seiner beiden vorherigen Trainerstationen einen sanften Umbruch einleiten wird. Das heißt, einige der altgedienten DFB-Spieler könnten durch jüngere Talente ersetzt werden. Auch wenn Deutschland momentan nicht über eine Talentdichte wie Frankreich verfügt, so gab es in den vergangenen Jahren vom U19- bis zum U21-Level immer wieder begabte Spieler, die nun eine Chance erhalten könnten. Von El Mala über Assan Ouédraogo bis hin zu den Torhütern Dennis Seimen und Jonas Urbig besitzt der DFB einige Talente, die höchstwahrscheinlich nun von Klopp und seinen Assistenten nach und nach in die Nationalmannschaft eingebaut werden.

