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Fußball-WM 2026: Diese Börsen-Gewinner profitieren schon jetzt

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Aus sportlicher Sicht wird die wichtigste Frage zur WM erst am Ende feststehen: Wer wird Weltmeister? Aus finanzieller Sicht ist dagegen jetzt schon klar, wer am meisten profitieren wird. Mehr Mannschaften, mehr Spiele, mehr Zuschauer – die Fußball-WM soll neue Rekorde bringen. Aber nicht alle werden davon profitieren. Wer also sind die Nutznießer des Großereignisses? Tatsächlich stehen schon ein paar im Voraus fest. Hotels in und an den Austragungsorten, Restaurants sowie Lieferdienste und Caféketten – da sind sie wieder, die üblichen Verdächtigen, die von sportlichen Großereignissen wie der Fußball-WM profitieren sollen. Soweit die Theorie. Aber das gilt naturgemäß nur regional begrenzt für die USA und ihre Anrainer. Außerdem sind vor allem die USA wenig fußballbegeistert. Die WM ist nicht der Superbowl. Konsumflaute trifft Fußball Einige haben dieses Sondergeschäft zudem bitter nötig inmitten der Konsumflaute, die auch und gerade im Land der hohen Inflation , den USA, um sich greift. In jedem Fall gilt: Man kann jeden Dollar oder Euro nur einmal ausgeben. Anders sieht es bei den langjährigen, globalen WM-Partnern aus: Getränke-Hersteller wie Coca-Cola machen üblicherweise gute Geschäfte. Und das sogar weltweit. WM schon eingepreist Bringt das alles was für die Aktien? Hmm. Eher weniger. Denn diese Großereignisse und ihre Wirkung sind bereits in den Kursen eingepreist. Positiv könnte aber ausgerechnet in diesem Jahr durchschlagen, dass in den vergangenen Monaten viel Aufmerksamkeit auf KI lag und da die Kurse entsprechend stark gestiegen sind. Aber der Markt nimmt hier gerade eine Neubewertung vor und fragt: Wer verdient mit KI eigentlich Geld? Und wer ist so moderat verschuldet, dass ihn steigende Zinsen nicht aus der Ruhe bringen? Deshalb könnte es ein paar Nachholeffekte bei den Unternehmen geben, die eben nichts mit KI zu tun haben. Wetten muss man darauf aber nicht. Wettanbieter und Medienkonzerne profitieren Wobei Wettanbieter ebenfalls zu denen gehören, die richtig abräumen dürften bei der WM. Wenn man sich die Umsätze der vergangenen Jahre anschaut, ist das kein Wunder. Analysten rechnen allein zur WM mit mehreren Milliarden Dollar an Wetteinsätzen weltweit. Die eigentlichen Gewinner sind die beteiligten Medien-Unternehmen. Medial dürfte Fox einer der größten Profiteure sein. Der US-TV-Sender hält die Rechte an den Spiele-Übertragungen auf dem Heimatmarkt und erwartet Rekordquoten, weil die Partien endlich mal zu zuschauerfreundlichen Zeiten in den heimischen Zeitzonen stattfinden. Die Werbeeinnahmen dürften damit enorm werden, weil auch viele Unternehmen einen Heimvorteil haben. Fox selbst spricht von Rekorden. An der Börse ist 2026 allerdings gar kein Rekordjahr für Fox. Die Aktie ist zehn Prozent im Minus. Fairerweise muss man aber sagen: Von 2024 bis Ende 2025 hat sie 130 Prozent Plus gemacht. Hierzulande hat Magenta TV der Telekom 44 Exklusiv-Übertragungen gesichert, was den Abonnentenzahlen – zumindest während der WM – guttun wird. DAZN zeigt immerhin Highlights, auch das ist gut für Abos und Werbeeinnahmen. Adidas versus Nike Aber zurück zu den langjährigen WM-Partnern: Adidas oder Nike – wer gewinnt die WM? Beide Unternehmen statten die meisten Teams aus, haben also schon rein statistisch die besseren Chancen. Denn sie sind nicht nur Nutznießer im Vorfeld der WM, sondern auch noch mal beim Titel-Gewinn mit entsprechenden Anschlusskäufen. Ein Heimspiel ist es für den US-Hersteller Nike. Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und Nike kann Erfolg brauchen. Gerade auf dem Heimatmarkt, der 40 Prozent ausmacht. Im ersten Quartal brach der Gewinn insgesamt um 35 Prozent ein, aber der US-Markt riss es ein wenig heraus mit plus drei Prozent mehr Umsatz. Der chinesische Markt bleibt hingegen problematisch. Krise bei Nike scheint überwunden Aber die Krise scheint zu enden. Statt Lifestyle setzt Nike wieder auf Sport, der Turnaround wird noch dauern, aber da kommt die WM genau richtig. Und mit 12 Teams unter Vertrag hat Nike auch gute Chancen auf den Titel, darunter ist Top-Favorit Frankreich . Die Chancen von Adidas sind mit 14 Mannschaften ebenfalls sehr gut, auch Spanien als Titelanwärter ist darunter. Immerhin elf Verträge hat Puma, darunter Portugal . Nach langer Restrukturierung laufen die Geschäfte insgesamt wieder besser. Dass Konkurrent Nike sich über die letzten Jahre strategisch schwergetan hat, war da sicher kein Nachteil. Adidas hat nach langer eigener Krise enorm von der Nike-Schwäche profitiert. Trotz der Zölle der USA auf Importe aus dem Ausland sind Umsätze und Gewinn im ersten Quartal kräftig gestiegen (um sieben und zwölf Prozent). Wie viel Umsatz geht auf das WM-Konto? Fairerweise muss man aber sagen: So genau kann man gar nicht zuordnen, wie viel Umsatz und Gewinn gerade bei Sportartikel-Herstellern auf das WM-Konto gehen, denn schon lange im Vorfeld werden ihre Produkte gekauft. Vor allem Trikots. Die kann man tatsächlich beziffern. Andererseits gibt es Nebeneffekte auf Laufschuhe und Sportkleidung – für das Markenimage ist eine WM allemal gut. Zweitens ist da viel schon eingepreist. Die Börse handelt Zukunft, und die hat bei solchen Großereignissen schon im Voraus stattgefunden. Heißt: Dass die Hersteller an König Fußball weltweit und ordentlich verdienen, steckt in den Kursen längst drin. Börse hat entschieden An der Börse ist das Rennen Nike versus Adidas ohnehin vorläufig entschieden: In diesem Jahr steht ein Minus von gut 30 Prozent auf dem Kurszettel von Nike. Rückblickend auf ein Jahr ebenfalls, auf fünf Jahre minus 65 Prozent. Die Zahlen von Adidas: Kleines Minus in diesem Jahr, 25 Prozent Minus auf ein Jahr zurückblickend und 45 auf fünf. Puma lässt – zumindest mal in diesem Jahr – an der Börse die beiden großen Konkurrenten hinter sich. Längerfristig war die Firma aber noch weniger ein Champion als die anderen. Da wird die WM für alle drei wohl nicht urplötzlich zum Gewinnerdepot. Möge der Beste gewinnen. An der Börse und auf dem Fußballfeld.

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