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Heidelberg: So steht es um die städtischen Spielflächen

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		Heidelberg:  So steht es um die städtischen Spielflächen

Von Philipp Neumayr

Heidelberg. Gerade in Zeiten der Pandemie sind Spielplätze ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder und Eltern. Mancher Spielplatz ist aber in die Jahre gekommen, auch in Heidelberg. "Grundsätzlich sollte der Zustand jedoch möglichst gleichwertig sein und auf jeden Fall sollte der Zustand aller Spielplätze und -flächen so sein, dass diese von Kindern genutzt werden können", heißt es in einem Antrag der Fraktion "Die Heidelberger". Um den Zustand der Heidelberger Spielplätze und die Frage, wie die Stadt darüber informiert, ging es am Dienstag im Jugendhilfeausschuss. Wichtige Fragen und die Antworten der Verwaltung im Überblick.

Wie viele Spielplätze gibt es in Heidelberg? Die Stadt verfügt über 153 öffentliche Spielplätze und Schulhöfe. Letztere können laut Gemeinderatsbeschluss außerhalb der Schulzeit als Spielplätze genutzt werden. Seit 2005 ist die Zahl der Spielanlagen von 139 auf 153 (2020) gestiegen. Davon sind 124 reine Kinderspielplätze und 29 Schulhöfe. Insgesamt gibt es auf diesen Spielplätzen und Schulhöfen rund 1000 Spielgeräte.

In welchem Zustand sind die Spielplätze? Eine "größere Zahl" der städtischen Spielplätze basiert der Verwaltung zufolge auf einer 30 bis 40 Jahre alten Bausubstanz. Bei diesen Spielplätzen seien Grundinstandsetzungen "sehr zeitnah erforderlich". Pro Jahr könnten derzeit drei bis fünf Spielplätze sowie zwei bis drei Schulhöfe generalüberholt oder neu gebaut werden. Für die Sanierung und Instandsetzung der Kinderspielplätze seien im Haushalt bisher 400.000 Euro im Jahr vorgesehen. Für die Pflege, die Kontrollen und Reparaturen an den Spielanlagen sowie die Reinigung der Spielplätze und die Grünpflege würden bisher jährlich Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro verausgabt. Für die Unterhaltung der Schulhöfe stünden insgesamt 880.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Spielplätze mit höchstem Sanierungsbedarf würden priorisiert, heißt es in der Informationsvorlage der Stadt. "Hierbei wird eine ausgeglichene Verteilung über die Stadtteile sowie das Maß der Frequentierung der entsprechenden Spielplätze berücksichtigt."

Wie wird der Zustand der Spielplätze kontrolliert? Einmal in der Woche gibt es laut Verwaltung eine "Sichtkontrolle". Diese stelle sicher, dass Mängel frühzeitig erkannt werden, und prüfe, ob kleinere Reparaturen womöglich sofort ausgeführt werden können. Im Abstand von drei Monaten erfolge eine "operative Kontrolle", im Rahmen derer die Technik und der Verschleiß der Geräte geprüft werden. Einmal im Jahr gebe es zudem eine "Hauptkontrolle". Hierbei werde die Sicherheit der Spielgeräte "grundlegend betrachtet". Unabhängig davon werde aber auch auf spontane Schadensmeldungen, auch vonseiten der Nutzer, reagiert und Instandsetzungen "möglichst umgehend" ausgeführt. Bei größeren Schäden müsse ein Spielgerät gelegentlich aber auch vorübergehend gesperrt werden.

Neben der Unterhaltung der Geräte pflegt die Stadt die Grünflächen der Spielplätze. Dabei werde "priorisierend vorgegangen, sodass stark frequentierte Spielanlagen eher gepflegt werden als weniger stark frequentierte". So könne es vorkommen, dass Nutzer von weniger genutzten Spielplätzen den Eindruck gewännen, dass diese Spielplätze vernachlässigt werden. Dem sei aber nicht so, betont die Verwaltung.

Wie informiert die Stadt über den Zustand der Spielplätze? Stadträtin Kathrin Rabus (Grüne) wollte wissen, ob es eine Liste gebe, über die man einsehen könne, welche Plätze aktuell generalüberholt werden. Sie berichtete, dass mehrere Eltern zuletzt vor dem Spielplatz im Kastellweg in Neuenheim gestanden hätten, ohne zu wissen, warum dieser geschlossen sei und wie lange. Angelika Kern vom Landschafts- und Forstamt und zuständig für die städtischen Spielflächen sagte, es sei schwierig, eine Liste von sanierungsbedürftigen Spielplätzen zu veröffentlichen, weil manche Maßnahme sehr kurzfristig erst augenfällig werde. Kern erklärte, sie halte einmal im Jahr Rücksprache mit allen Kinderbeauftragten der Stadtteile, im Rahmen derer sie über Sanierungsmaßnahmen informiere und Bedarfe abklopfe. Die Stadt stimme generell alle Planungen mit den Kinderbeauftragten ab, auch im Hinblick auf die Gestaltung der Spielplätze. Laut Kern sei man aktuell zudem dabei, bestehende Spielplatzschilder der Stadt durch neue zu ersetzen. Auf diesen befinde sich eine Telefonnummer, unter der man Anregungen vortragen und Schäden melden könne.

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