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25. Dachauer Masters-Cup: Rekordjagd zum Abschied aus dem alten Hallenbad

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12.02.2026

SVD-Masters nutzen Heimvorteil: 52 Goldmedaillen

Dachau (jw) – Was für eine Abschiedsparty! Beim 25. Dachauer Masters-Cup, dem letzten Schwimmwettkampf im alten Dachauer Hallenbad, sagten fast 250 Athleten aus 57 Vereinen aus fünf Ländern auf ihre Art „Servus“: Bei der renommierten Veranstaltung wurden 15 neue Rekorde aufgestellt – ein Europa-Rekord sowie sechs deutsche, fünf österreichische und drei Schweizer Bestmarken. Für den gastgebenden SV Dachau wurde der Wettkampf zum Goldregen: Die 23 SVD-Athleten holten 52 Goldmedaillen und gewann die Mannschaftswertung souverän. Erfolgreichste Athletin war erneut Violetta Schlesinger, die bei insgesamt 14 Starts in Einzelrennen oder Staffel, 13-mal Gold holte.

Ein letztes Mal brodelte das unter Master-Schwimmern in ganz Europa berüchtigte „schnelle Dachauer Wasser“ bei insgesamt 846 Einzel- und 82 Staffel-Starts in 43 Wettkämpfen. Denn 2027 soll der Masters-Cup dann im neuen Bad stattfinden. Die Athleten hoffen jetzt schon, dass das „schnelle Wasser“ dann auch dort zum Einsatz kommt. Denn der Abschied geriet zur Rekordparty. Insgesamt 15 alte Bestmarken fielen. Susanne Mayerhofer (ATUS Graz, AK 65) brach alleine vier österreichische Bestmarken, Claudia Lautenbacher (Neuchâtel, AK 60) drei Schweizer Bestmarken. Michaela Stockinger (SC Hakoah Wien, AK 70) stellte ebenfalls einen neuen österreichischen Rekord auf.

Zwei der ältesten Schwimmer sorgten für echte Sahnehäubchen: Dr. Hans Reichelt (Wasserfreunde München, AK 90), der vor dem Wettkampf noch meinte „Rekorde schwimm ich diesmal nicht“, stellte über 50 Meter Brust einen neuen Europarekord (und somit auch deutschen Rekord) auf! Sein Jahrgangsgenosse (1936!) Günther Kaunzinger (SWV Berching, AK 90) wurde zum ersten offiziellen deutschen Rekordhalter über 800 Meter Freistil. Nie zuvor hatte ein über 90-Jähriger hierzulande die Mammut-Distanz in einem Wettbewerb geschwommen.

Luise Knöpfle (Stadtwerke München, AK 85) inspirierte mit ihrem neuen deutschen Rekord über 50 Meter Brust ihre jüngeren Vereinskolleginnen. Zwei Damen-Staffeln der SG Stadtwerke holten sich über 4x100 Meter Lagen (AK 160) und 4x50 Meter Lagen (AK 120) neue Rekorde.

Für den letzten neuen deutschen Rekord sorgte die SVD-Säule Violetta Schlesinger (AK 55). Nachdem sie über 200 Meter Brust und 50 Meter Brust noch knapp am Rekordvorhaben gescheitert war, klappte es am zweiten Veranstaltungstag über 100 Meter Brust. Damit krönte Schlesinger ihre abermals überragende Leistung. Sie war mit acht Einzel- und sechs Staffel-Start nicht nur die Dachauer Vielstarterin. Sie holte in allen Einzelstarts Gold und bei fünf Staffelstarts. Thomas Brunner (AK 25, 10x Gold) und Eric Bernecker (AK 30, 9x Gold) kamen ihr am nächsten. Bernecker stellte über 100 Meter Lagen einen neuen Vereinsrekord auf.

Beeindruckend war erneut die SVD-Dominanz bei den Staffeln. Chef-Organisator und Coach Michael Posch schickte 24 Viererteams über die Startblöcke und freute sich 17-mal über Siege. Dadurch gingen fast alle SVD-Starter nach dem Wochenende mit mindestens einer Goldmedaille nach Hause.

Am Ende holte sich der SVD erneut souverän den Sieg in der Gesamtwertung. 52 Goldmedaillen – noch eine mehr als im Vorjahr – sowie 31 zweite und 9 dritte Plätze waren der Grundstein für am Ende 78.390 Wertungspunkte. Und somit 23.000 Punkte Vorsprung vor der SG Stadtwerke München (55.324). Weitere 5.000 Zähler zurück wurde das Team des SV Lohhof (49.516) Dritter.

Dass der Wettbewerb erneut ein voller Erfolg war, davon überzeugten sich auch Bürgermeister Florian Hartmann und BLSV-Kreisvorsitzender und Sportreferent der Stadt Dachau Günter Dietz. Beide sind seit Jahren Stammgäste beim Masters-Cup schauten auch diesmal vorbei und unterstützten die Siegerehrungen.

Den vereinsinternen „Claus-Resech-Gedächtnispokal“ gewann erneut Abonnement-Siegerin Regina Frischholz. Bei dem Wettbewerb kommen die drei Lieblingsstrecken (50 Meter Brust, Freistil und Schmetterling) des 2016 tragisch verstorbenen SVD-Mitglieds in die Wertung. Frischholz gewann den „Clausi-Cup“ nun schon zum achten Mal. Zweiter wurde diesmal Thomas Brunner vor Malina Schmidt.

Jetzt heißt es Daumen drücken. Der 25. Masters-Cup soll nach derzeitiger Planung der letzte offiziellen Schwimmwettkampf im alten Hallenbad gewesen sein. „Mr. Masters-Cup“ Michael Posch ist optimistisch und bereitet die Ausschreibung für den 26. Masters-Cup fürs neue Bad vor. Mit acht Bahnen statt bislang fünf.

Letztmals im alten Bad für den SVD im schnellen Wettkampf-Wasser:

Franziska Faber (AK25), Regina Frischholz (AK60), Wilma Kaspar (AK60), Ina Kotheder (AK45), Lisa-Marie Posch (AK25), Violetta Schlesinger (AK55), Malina Schmidt (AK35), Susanne Schober (AK55), Cara Stöteknuel (AK20), Eric Bernecker (AK25), Reiner Brödenfeldt (AK65), David Conway (AK60), Andreas Czernik (AK60), Dieter Geus (AK55), Jochen Heinzinger (AK55), Sven Höfer (AK50), Michael Posch (AK55), Alexander Sengpiel (AK55), Béla Varga (AK50), Vince Varga-Bujak (AK20), Jens Waldow (AK50).

Jürgen Winzer

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