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Ex-Nationalspieler gründen Handball-Team in München – Ziel ist Bundesliga

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München spielt Fußball, Basketball und Eishockey auf Topniveau – doch im Handball gibt es nicht einmal einen Bundesligisten. Das soll sich durch Klein und Weinhold nun ändern. Die ehemaligen deutschen Nationalspieler Dominik Klein und Steffen Weinhold haben in München einen neuen Handballverein gegründet. Die Münchner Panther sollen innerhalb von rund zehn Jahren den Weg in die Bundesliga schaffen – und damit erstmals einen Erstligisten in die bayerische Landeshauptstadt bringen. Den Startschuss gibt der Verein im September in der Regionalliga Bayern. Drei Aufstiege trennen die Panther noch vom Ziel Bundesliga. Klein, Weltmeister von 2007, erklärte seine Vision so: "Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Handball in München neben den etablierten Sportarten seinen Platz erarbeiten kann. Da stehen die Bäckerin, der Malermeister und der Großunternehmer gemeinsam in der Halle." Weiter führt er aus: "Diese Nahbarkeit zeichnet den Handball aus – und genau das wollen wir in München vorleben." Klein: "Handball dahoam weckt enorme Emotionen" Die Münchner Panther sind aus einer Fusion der Handballgemeinschaft München und des TuS Fürstenfeldbruck hervorgegangen. Das Konzept dahinter verbindet Nachwuchsförderung, Vereinskooperationen und den Aufbau professioneller Strukturen. Zu den Gründungspartnern zählen Sponsoren wie Adidas, DKB und EGYM. Klein betonte, dass bayerische Nachwuchstalente künftig nicht mehr abwandern müssten: "Bayerische Nachwuchsspieler sollen nicht mehr nach Berlin, Leipzig oder Mannheim gehen müssen, sondern wissen, dass Spitzenhandball auch vor der eigenen Haustür möglich ist. Handball dahoam weckt enorme Emotionen." Kleins Initiative erfolgte auf Hoeneß-Absage Dass der FC Bayern München kein Handball-Engagement plant, hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Vorjahr begründet: "Wir haben eine Entscheidung treffen müssen. Wir können von der Manpower her und der Identifikation für einen Verein maximal eine zweite Marke aufbauen." Also gründete Klein einen eigenen Verein. Das Projekt vergleicht der frühere Nationalspieler gerne mit einer Bergtour, deren Gipfel die Bundesliga ist. Das Basecamp bildet der Handballcampus München, den Klein vor fünf Jahren mitgründete und der inzwischen 1.000 Kinder pro Woche in Kindergärten und Schulen bewegt. Der ARD-Experte kündigte an: "Damit diese Kinder eine Perspektive in unmittelbarer Zukunft haben, planen wir ab kommender Saison auch den Einstieg im Nachwuchsleistungssport und bei den Frauen." Erfolg misst Klein nicht allein an Aufstiegen: "Wenn die Menschen in einem Jahr ganz selbstverständlich sagen: 'Am Wochenende ist Handball in München – da gehen wir hin', dann ist das für mich ein Riesenerfolg." Diese Handball-Stars haben die Münchner Panther im Team Der Kader nimmt unterdessen Form an. Kreisläufer Valentin Clarius kam vom Zweitligisten TuSEM Essen, Torwart Leopold Huber von der U23 des SC DHfK Leipzig. Das Aushängeschild ist Lucas Krzikalla: Nach 14 Jahren beim Bundesliga-Absteiger SC DHfK Leipzig wechselte der 32-Jährige zu den Panthern. "Ich bin wahrscheinlich der Bekannteste im Team. Die Erwartungshaltung an mich wird hoch sein. Der Druck natürlich auch", sagte Krzikalla. Die Mannschaft sei seiner Einschätzung nach "gut genug, um sofort in die 3. Liga aufzusteigen". München sei ein Fleck, der auf der Handball-Karte fehle.

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