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Hirschberg-Leutershausen: Wenn sogar der Abbau Spaß macht

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Von Tillmann Bauer

Hirschberg-Leutershausen. Abbauen macht keinem Spaß. Nein, auch nicht Tobias Kleine-Nathland – und trotzdem erledigte der Geschäftsführer der SG Leutershausen die anfallenden Arbeiten am Sonntagabend mit einem Lächeln auf den Lippen.

"Nach so einem Spiel ist das selbstverständlich leichter", sagt er zur RNZ: "Sportlich, aber auch organisatorisch lief doch alles rund."

Seine Roten Teufel von der Bergstraße ließen im Hirschberger Handball-Derby dem Rivalen des TV Germania Großsachsen überhaupt keine Chance und freuten sich über einen 32:24-Heimsieg in der Heinrich-Beck-Halle (mehr im Sportteil).

Das machte auch Kleine-Nathland glücklich. Der Ex-Footballer ist Sportler durch und durch, muss momentan aber vielmehr die Dinge rund um das Spielfeld managen.

Weil die aktuelle Landesverordnung bei Großveranstaltungen eine Auslastung von 50 Prozent (Maximalanzahl 750) vorschreibt und normalerweise die traditionelle Halle 1200 Sitzplätze fasst, durften lediglich 600 Handball-Fans kommen. Das tat der friedlichen, aber munteren Stimmung keinen Abbruch.

"Die Kontrollen waren schon etwas stressig, weil viele Menschen wieder kurz vor knapp gekommen sind", sagt der SGL-Geschäftsführer. Bis jeder Besucher seinen Impfnachweis vorgelegt und zudem seine Kontaktdaten in der Luca-App hinterlegt hatte, dauerte es einige Minuten. Trotzdem: Schlangen bildeten sich nur kurz. Kleine-Nathland meint: "Mittlerweile haben sich die Leute ja schon dran gewöhnt. Es hat auf jeden Fall jeder Zuschauer rechtzeitig zum Anpfiff auf seinen Platz geschafft."

Auch Bürgermeister Ralf Gänshirt fieberte (wie schon beim Hinspiel in der Sachsenhalle) mit. Er sah, dass auf dem Spielfeld kaum Spannung aufkam und sich die Zuschauer meist vorbildlich an die vorgeschriebenen Regeln hielten. Nach Abpfiff genossen viele Menschen auch noch ein Kaltgetränk im Stehen.

Um 19.33 Uhr war dann Zapfenstreich. Kurz nachdem der Hit "Timber" von "Pitbull" als letztes Lied des Abends aus den großen Lautsprechern schallte, machten sich – langsam aber sicher – die meisten Handball-Fans auf den Heimweg.

Für Tobias Kleine-Nathland war da noch nicht ganz Feierabend. Er fuhr schnell zur SGL-Geschäftsstelle, um etwas Besonderes abzuholen. Für die Jungs und Mädels vom Fanclub gab’s Sporttaschen als Geschenk. Kleine-Nathland: "Die unterstützen uns immer so tapfer. Da wollten wir etwas zurückgeben."

Ja ist denn schon Weihnachten?

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