Spielbericht – A-Jugend Bundesliga gegen Leipzig
TVG verpasst die Sensation nur um Haaresbreite
„… so hart und ungerecht kann ein Handballspiel enden“. So oder ähnlich war der Tenor der ca. 225 Zuschauer nach dem Freitagspiel unserer A-Jugend Bundesliga Mannschaft gegen den Favoriten aus Leipzig.
Von der ersten bis zur 59. Spielminute führten unsere Jungs verdientermaßen gegen die Mannschaft aus Leipzig und wurden dennoch nicht belohnt, denn Leipzig schaffte in der letzten Spielminute den Ausgleich und 14 Sekunden vor Spielende sogar noch das Siegtor in einem hochklassigen Bundesligaspiel.
Mit dem Anpfiff übernahmen die Barbarossajungs das Kommando in diesem Spiel und gingen schnell mit 3:0 in Führung, welche durch fein herausgespielte Tore bis zum 11:6 in der 16. Spielminute ausgebaut werden konnte. Nun sah sich der Leipziger Trainer zu seiner ersten Auszeit genötigt, die aber weder den Spielfluss unserer Jungs im Angriff noch deren hervorragende Abwehrleistung beeinflussen konnte. Der 5 Tore Vorsprung wurde bis zum 18:13 in der 28. Minute gehalten, bis durch kleine Unkonzentriertheiten Leipzig noch zu zwei Siebenmetertoren kam und der TVG zudem mit zwei Zeitstrafen in die Halbzeitpause geschickt wurde. Wer gedacht hätte, der Favorit aus Leipzig würde das Spiel nun wenden, sah sich getäuscht. In doppelter Unterzahl schafften es die Spieler von Olli Hubbert und Marco Mocken sogar, wieder auf vier Tore zu erhöhen und bis zur 40. Spielminute mit 24:19 in Führung zu gehen. Wiederum wurde Leipzig zur Auszeit gezwungen, diese sollte sich jedoch auszahlen und das Leipziger Spiel beleben. Offensichtlich kam die Anweisung, das Spiel auf die rechte Seite zu verlagern und den wurfgewaltigen Juniorennationalspieler Niklas Reißmann in Wurfposition zu bringen. In der letzten Viertelstunde sahen die Zuschauer nun ein Spiel des TVG gegen den Leipziger Linkshänder, welches dieser letztendlich für sich entschied. Reißmann erzielte in der Schlussphase 8 seiner insgesamt 11 Feldtore bei einer Trefferquote von 100%. Leider brachte auch die Auszeit wenige Sekunden vor Schluss und der nachfolgende Kempa-Trick von Fynn Hilb auf Cedric Marquardt nichts mehr, so dass sich Leipzig mit dem Schlusspfiff überschwänglich über den glücklichen Sieg freute. Unser Team war im Moment der Niederlage nur schwer zu trösten, aber mit etwas Abstand lässt sich diesem Spiel doch sehr viel Positives abgewinnen. Das Trainerteam versprach im anschließenden „Elterngespräch“ für die nächsten Spiele, gegen die Mannschaften „auf Augenhöhe“, Handball mit Vollgas und Leidenschaft, so dass immer noch ein guter Mittelfeldplatz angestrebt wird. Diese Vorgabe kann die Mannschaft schon am nächsten Sonntag beim Heimspiel gegen Potsdam umsetzen und damit weitere Schritte nach vorne machen. Sollten die TVG Jungs an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, können sich alle Fans wieder auf ein tolles Spiel bei guter Stimmung in der Gelnhausener „Hölle Süd“ freuen.
TV Gelnhausen:
Loris Tittel (TW), Simon Barnack (TW), Cedric Marquardt (12/7), Tim Anhäuser (5), Fynn Hilb (2), Jonah Wolff (5), Moritz Meyer, Torben Fehl (2), Jannik Geisler, Silas Altwein, Justin Dehmer (1), Dennis Schneider, Moritz Schmeel (4)
Trainer: Oliver Hubbert, Marco Mocken
SC DHfK Leipzig:
Jannik Löhne (TW), Philipp Seidemann, Franz Häcker (2), Niklas Peter Hagenow, Wilhelm Bayer (1), Max Schelenz (3), Dominik Eckhart, Joshua Saleh (3), Hendrik Hanemann (7/6), Niklas Reißmann (12/1), Moritz Schwock (4), Lasse Kock, Luca Hopfmann, Mika Sajenev
Trainer: Maximilian Kügler, Matthias Albrecht
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