Eishockey: André Rankel wird offenbar neuer DEB-Bundestrainer
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Harold Kreis musste als Bundestrainer gehen. Ein Nachfolger wurde nun offenbar gefunden. Die Wahl des DEB überrascht. André Rankel wird neuer Eishockey-Bundestrainer. Das berichtet die Deutsche-Presseagentur (dpa). Der 40-Jährige wird überraschend Nachfolger von Harold Kreis. Dieser hatte nach einer verkorksten Weltmeisterschaft im Mai vorzeitig gehen müssen. Zuvor hatten auch "Eishockey News" und der "Mannheimer Morgen" berichtet. Rankel wird am Donnerstag vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) in München vorgestellt. Der neue Coach, der nun erstmals eine Anstellung als Cheftrainer im Seniorenbereich innehat, soll das Team auf die Weltmeisterschaft im Mai 2027 vorbereiten. Das Turnier findet in Deutschland statt. Gespielt wird in Gelsenkirchen, Mannheim und Düsseldorf. Erstmals betreuen wird Rankel seine neue Mannschaft aber beim in Düsseldorf ausgetragenen Deutschland Cup (5. bis 8. November). Vater wusste von nichts: Ex-Nationalspieler seit mehr als einer Woche vermisst "Keine Sorge": Olympiasiegerin zieht sich mit 21 Jahren zurück Als aktiver Spieler stand Rankel von 2003 bis 2020 bei den Eisbären Berlin unter Vertrag. Mit dem Hauptstadtklub gewann er unter anderem sieben nationale Meisterschaften und einmal den Pokal. Zudem errang er mit dem Team 2011 die European Trophy und ist mit 247 Rekordtorschütze der Berliner DEL-Historie. Die deutsche Nationalmannschaft vertrat Rankel als Spieler bei sieben Weltmeisterschaften. 2010 nahm er mit der DEB-Auswahl auch an den Olympischen Winterspielen in Vancouver in Kanada teil. Zahlreiche Enttäuschungen unter Kreis Bei der Heim-WM im kommenden Jahr hatte ursprünglich Kreis die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes betreuen sollen. Dem 67-Jährigen waren jedoch drei enttäuschende größere Turniere am Stück zum Verhängnis geworden. Die sportliche Entwicklung des Olympiazweiten von 2018 ist seit 2023 rückläufig. Bei seiner ersten WM als Bundestrainer hatte Kreis das DEB-Team überraschend bis ins Finale geführt. 2025 und 2026 hatte Deutschland aber das Minimalziel Viertelfinale verpasst und war jeweils bereits in der Vorrunde gescheitert. Auch die Olympischen Winterspiele im Februar in Mailand endeten mit einer riesigen Enttäuschung. Die womöglich beste deutsche Auswahl überhaupt mit sämtlichen NHL-Topstars um die Weltklassespieler Leon Draisaitl , Tim Stützle und Moritz Seider hatte die große Chance auf eine Medaille angesichts eines günstigen Turnierbaums leichtfertig verspielt. Neben Kritik am Coaching hatten insbesondere die Führungsspieler auch die Situation rund ums Team und die Organisation kritisiert. Trotzdem durfte DEB-Sportvorstand Christian Künast, der sich nach eigener Aussage die Verantwortung dafür gab, im Amt bleiben.

