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Fußball-WM 2026: Spitznamen der Nationalteams – was sie bedeuten und woher sie kommen

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So groß war eine Fußball-WM noch nie: 48 Nationen treten in den USA, Mexiko und Kanada an. Die Teams haben teils kuriose Spitznamen – mit einer Ausnahme.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist ein XXL-Turnier, erstmals nehmen 48 Teams teil. Einige Nationalmannschaften haben seit Jahren unverkennbare Spitznamen. Wenn Kommentatoren etwa über die „Three Lions“ sprechen, wissen fußballkundige Menschen sofort Bescheid: Die Rede ist von England.

In der Fotostrecke oben finden Sie die bekanntesten Bezeichnungen für Fußball-Nationalteams und Informationen zur Herkunft. Alle Spitznamen der 48 WM-Teams sind unten in diesem Artikel aufgelistet.

DFB begräbt Marketingslogan für deutsche Nationalmannschaft

Deutschland gehört mit vier Weltmeistertiteln zwar zu den erfolgreichsten Nationen im Fußball, hat im Gegensatz zu den anderen Teams aber keinen gängigen Spitznamen. Nach dem Gewinn der WM 2014 etablierte der DFB den Begriff „Die Mannschaft“ als Marketingslogan. Federführend war der damalige Teammanager Oliver Bierhoff. Der Name entstand, weil die Deutschen als Einheit spielten – anders als zum Beispiel Portugal und Argentinien, die ihr jeweiliges Spiel seit Jahren auf die Weltstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi ausrichten.

Doch der Name „Die Mannschaft“ wurde nach dem erneuten Ausscheiden bei der WM 2022 endgültig verworfen. Er war bei Fans extrem umstritten. Viele empfanden den Begriff als arrogant und als seelenlose Vermarktung der Nationalelf. Heute spricht man wieder vom DFB-Team – unkompliziert, aber auch unkreativ.

Das sind die Spitznamen aller WM-Teams

Andere Nationen haben hingegen teils kuriose Spitznamen, mit denen Spieler, Staff und Fans sich identifizieren können. Alle Spitznamen der Nationen bei der Fußball-WM 2026:

  • Ägypten: „Die Pharaonen“.
  • Algerien: „Die Wüstenfüchse“.
  • Argentinien: „La Albiceleste“ – nach den Landesfarben Weiß und Himmelblau.
  • Australien: „Socceroos“ – Kombination aus „Soccer“ (Fußball) und „Kangaroos“ (Kängurus). Erfunden von einem Journalisten.
  • Belgien: „Die Roten Teufel“.
  • Brasilien: „A Seleção“ (die „Auswahl“). Auch: „Die Kanarienvögel“ – angelehnt an die knallgelben Trikots.
  • Bosnien und Herzegowina: „Die Drachen“.
  • Curacao: „The Blue Wave“ („Die Blaue Welle“).
  • Deutschland: Kein Spitzname. Im Ausland meist als „die Mannschaft“ bezeichnet.
  • DR Kongo: „Die Leoparden“.
  • Ecuador: „La Tri“ (kurz für „La Tricolor“, die Dreifarbige) – nach den Nationalfarben.
  • Elfenbeinküste: „Die Elefanten“.
  • England: „Three Lions“ – nach den Löwen auf dem englischen Wappen.
  • Frankreich: „Les Bleus“ („Die Blauen“), bisweilen auch „Équipe Tricolore“ – nach den drei Farben der Nationalflagge.
  • Ghana: „Black Stars“ („Schwarze Sterne“) – nach dem „Black Star of Africa“ in der Nationalflagge.
  • Haiti: „Die Grenadiere“.
  • Irak: „Die Tiger von Mesopotamien“ – nach den Flüssen Euphrat und Tigris (Mesopotamien).
  • Iran: „Team Melli“ (Nationalmannschaft).
  • Japan: „Die Blauen Samurai“.
  • Jordanien: „Al-Nahsma“ (in etwa „Die Tapferen“, „Die Edlen“, „Die Ritterlichen“) – der Begriff steht für Mut, Ehre und Anstand.
  • Kanada: „Die Roten“, „Maple Leafs“ („Ahornblätter“) – nach dem Ahornblatt auf der Nationalflagge. Auch „The Canucks“ (Bezeichnung für Kanadier) oder „Les Voyageurs“ („Die Reisenden“).
  • Kap Verde: „Die Blauen Haie“.
  • Katar: „Al-Anabbi“ („Die Weinroten“) – nach der National- und Trikotfarbe.
  • Kolumbien: „Los Cafeteros“ („Die Kaffeebauern“).
  • Kroatien: „Die Karierten“ – nach den Heimtrikots. Auch: „Vatreni“ („Die Feurigen“).
  • Marokko: „Die Löwen vom Atlas“ – nach dem Hochgebirge, das sich durch Marokko, Algerien und Tunesien zieht.
  • Mexiko: „El Tri“ (kurz für Tricolor, die Dreifarbige) – nach den National- und Trikotfarben grün, weiß und rot.
  • Neuseeland: „All Whites“ – nach der weißen Spielkleidung, als Kontrast zur in Schwarz spielenden Rugby-Nationalmannschaft „All Blacks“.
  • Niederlande: „Oranje“, bisweilen auch „Elftal“ (als „Oranjes“ werden in den Niederlanden ausschließlich die Mitglieder des Königshauses bezeichnet).
  • Norwegen: „Landslaget“ („Die Nationalmannschaft“).
  • Österreich: „Das Team“.
  • Panama: „Los Canaleros“ („Die Kanalarbeiter“) – nach dem Panama-Kanal.
  • Paraguay: „La Albirroja“ („Die Weiß-Roten“) – nach den Farben der Nationalflagge.
  • Portugal: „A Seleção das Quinas“ (Quinas bezeichnet Portugals Wappen mit den in Kreuzform gestellten fünf kleinen Schilden im Zentrum). Oft auch nur „Seleção“ („Auswahl“).
  • Saudi-Arabien: "Die Grünen Falken".
  • Schottland: „Bravehearts“ (als „Tartan Army“ werden in erster Linie die Fans bezeichnet).
  • Schweden: „Blagult“ („Blau-Gelb“) – nach den Farben der Nationalflagge.
  • Schweiz: „Nati“ als Kurzform für Nationalmannschaft, seltener auch italienisch „Rossocrociati“ – wegen der roten Nationalflagge mit dem weißen Kreuz.
  • Senegal: „Die Löwen der Teranga“ (der Begriff „Teranga“ steht für die Gastfreundschaft der Senegalesen).
  • Spanien: „La Selección“ („Die Auswahl“), „La Furia Roja“ („Die Rote Furie“).
  • Südafrika: „Bafana, Bafana“ („Die Jungs, die Jungs“).
  • Südkorea: „Taeguk Warriors“ (Taeguk-Krieger) – nach dem rot-blauen Kreis in der Landesflagge. Oder: „Tigers“ („Tiger“)
  • Tschechien: „Reprezentace“ („Repräsentation“) oder „Narodni tym“ (Nationalteam).
  • Türkei: „Ay-Yildizlilar“ („Die Halbmond-Sterne“) – nach dem Halbmond mit Stern in der Nationalflagge.
  • Tunesien: „Die Adler von Karthago“ – nach der antiken See- und Handelsmacht. Karthago lag nahe des heutigen Tunis.
  • Uruguay: „La Celeste“ („Die Himmelblaue“) – nach der Trikotfarbe.
  • Usbekistan: „Die weißen Wölfe“.
  • USA: Kein offizieller Spitzname. Häufig: „The Yanks“ oder „The Stars and Stripes“ – nach der Nationalflagge.

Quellen: SID, „Stuttgarter Nachrichten“, „Frankfurter Rundschau“, „Spiegel

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