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1860 München: Fußball-Traditionsklub bangt um Drittliga-Lizenz

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Die Löwen plagen mal wieder finanzielle Sorgen. Nur noch wenige Tage bleiben ihnen, um einen Fehlbetrag in Millionenhöhe aufzutreiben. Ansonsten droht ein Zwangsabstieg. Dem TSV 1860 München droht offenbar erneut Ärger bei der Lizenzierung. Nach einem Bericht der "Bild" muss der Drittligist bis zum 3. Juni um 12 Uhr seine Liquidität beim DFB nachweisen – sonst könnte die Lizenz verweigert werden. Laut der "Bild" fehlen dem langjährigen Bundesligisten rund 2,7 Millionen Euro. Das Defizit sei bereits im Mai 2025 bekannt gewesen und auch von Investor Hasan Ismaik mitgetragen worden. Hintergrund seien unter anderem gestiegene Kaderkosten. Sportlich verlief die Saison für die Münchner unspektakulär. Der Aufstieg wurde erneut verpasst, mit dem Abstieg hatte die Mannschaft von Markus Kauczinski nichts zu tun. Die "Löwen" beendeten die Spielzeit auf Rang acht. Im Hintergrund gibt es nun aber offenbar massive finanzielle Probleme. Seit Jahren springt Ismaik bei finanziellen Engpässen ein. Der Investor lässt den Verein laut dem Bericht häufig bis kurz vor Fristende warten, gleicht die fehlenden Summen am Ende aber aus. Eine Ausnahme gab es 2017. Damals mussten die Münchner nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga den Gang in die Regionalliga antreten. Das aktuelle Problem soll mit Ismaiks Verkaufsabsichten zusammenhängen. Nach dem gescheiterten Verkauf vor rund einem Jahr habe der Mehrheitsgesellschafter das Interesse an 1860 weitgehend verloren und wolle seine Anteile abgeben. Mehrere Angebote seien ihm bislang jedoch nicht ausreichend gewesen. Aktuell hält der Verein 40 Prozent, Ismaik 60 Prozent. Zuletzt platzte angeblich vor zwei Wochen ein weiterer möglicher Verkauf. Im Raum stehen demnach rund 20 Millionen Euro für seine Anteile. Investorengruppe um Hitzlsperger mit Interesse? Der Verein sucht nach Lösungen. Eine Möglichkeit wäre ein weiterer Verkauf der Klubanteile. Dafür müssten allerdings die Mitglieder zustimmen. Gerüchten zufolge soll eine Investorengruppe um den ehemaligen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger an einem Einstieg interessiert sein. Aber auch ein externer Kredit gilt als mögliche Option. Dafür wäre jedoch ebenfalls die Zustimmung Ismaiks notwendig. Zudem würde ein Darlehen das Problem wohl nur verschieben. Laut DFB-Statuten darf sich das Eigenkapital nicht weiter verschlechtern. Die finanziellen Verluste begleiten 1860 München bereits seit Jahren. Laut "Bild" macht der Klub regelmäßig Minus, meist in Höhe von rund einer Million Euro pro Saison. Diese Verluste habe Ismaik bislang ausgeglichen, indem er Darlehen in Genussscheine umwandelte. Dadurch werde die Rückzahlung gestundet, bis der Verein wieder Gewinne erzielt.

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