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Mbappé, Real und der Henkelpott: „Müssen uns hinterfragen“

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Mbappés Titel-Erwartungen erfüllen sich in Madrid noch nicht – Foto: Megan Briggs/Getty Images

Real Madrid holt mit dem Superstar nichts Großes

MADRID. Null Meisterschaften, null Pokalsiege, null Champions-League-Titel: Kylian Mbappé wird es sicherlich unangenehm sein, wenn er darüber sprechen sollte, was er in seiner Zeit bei Real Madrid bis dato mit der Mannschaft vollbracht hat. Es war nicht nichts, aber irgendwie dann doch. Der UEFA Super Cup und der FIFA Intercontinental Cup sind Mini-Erfolge und als solche selbstverständlich keine Errungenschaften, wegen denen der französische Mega-Star im Sommer 2024 zu den Königlichen gekommen ist.

Im letzten Pflichtspiel vor seiner Ankunft hatten sie ihren 15. Europapokal gewonnen, zuvor war auch noch der LaLiga-Triumph herausgesprungen. Aber mit ihm will es einfach nicht klappen – obwohl es Mbappé am Mittwoch beim Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse gegen den FC Bayern München gelungen ist, sein 40. Tor in der laufenden Saison zu markieren. Damit hat er in seinem zweiten Spieljahr als Blanco bereits fast so oft geknipst wie im ersten (44), dem ja noch die FIFA Klub-Weltmeisterschaft im Sommer zugerechnet wurde.

Mbappé muss ansehen, wie PSG triumphiert

Bei dem Turnier in den USA gab es für ihn noch so eine Unannehmlichkeit in seiner bisherigen Madrid-Laufbahn, die ihm mal gar nicht schmeckte: die krachende 0:4-Klatsche beim ersten Wiedersehen mit Paris Saint-Germain, nachdem seinen Ex-Verein einige Wochen zuvor auch noch im Finale der Champions League triumphieren gesehen hatte. Ausgerechnet im ersten Jahr ohne ihn. Am 28. April und 6. Mai wäre er zum zweiten und dritten Mal auf die einstigen Kollegen getroffen, hätte Real eben anstelle von Bayern das Halbfinale erreicht.

So muss sich der 27-Jährige jetzt erneut damit abfinden, dass er mit den Merengues in der Runde der letzten Acht scheitert, während PSG im Wettbewerb wiederum länger auf den großen Wurf hoffen darf – und am Ende vielleicht ja sogar zum zweiten Mal nacheinander den Thron besteigt. Für Mbappé wäre das ein Super-GAU-Szenario, auch wenn er sich nach außen hin für die Pariser freut.

CR7 bei Real: Erster CL-Titel erst nach fünf Jahren

Für den Weltmeister von 2018 genießt der Gewinn des prestigeträchtigen Henkelpokals seit seinem ersten Tag als Madrilene die höchste Priorität. Mit jeder weiterer Saison des europäischen Scheiterns läuft ihm allmählich aber die Zeit davon. Mbappé wird am 20. Dezember 28 Jahre alt. So schnell kann es gehen.

Immerhin: Auch sein großes Idol Cristiano Ronaldo hatte einst einen langen Anlauf nehmen müssen, um sich seinen Lebenstraum von einem Champions-League-Titel mit dem weißen Ballett zu erfüllen. Es war erst nach satten fünf Jahren so weit – 2009 gekommen, 2014 gejubelt. Der Unterschied: 2008 hatte er den Pott mit Manchester United wenigstens schon einmal abgeräumt, ein solcher Coup im mystischen weißen Trikot des berühmtesten Klubs der Welt fühlt sich allerdings noch besonderer an.

„Wir müssen uns kritisch hinterfragen“

Mbappé will in den kommenden Spielzeiten tunlichst vermeiden, dass dieses Gefühl gänzlich an ihm vorbeigeht – lieber früher als später. Als sich der Angreifer am Donnerstagabend wegen des Ausscheidens in München auf Instagram an seine Anhängerschaft richtete, wirkte er geknickt, gleichermaßen aber auch kämpferisch.

„Wir haben bis zum Schluss alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Es ist enttäuschend, aus einem so wichtigen Wettbewerb auszuscheiden, aber wir müssen nach vorne schauen. Wir müssen uns selbst kritisch hinterfragen, um solche Enttäuschungen in Zukunft zu vermeiden. Wir werden niemals aufgeben! In Madrid war Scheitern nie eine Option und das wird es auch nie sein. Aber ich verspreche euch eines: Wir werden wieder anfangen zu gewinnen – und zwar sehr bald“, strotzt die Nummer 10 vor Tatendrang. Zwei Jahre, aber null Meisterschaften, null Pokalsiege und null Champions-League-Titel. Peinlich für ihn, peinlich für Real. Von der Beziehung hatte man sich in der Hinsicht mehr versprochen. Der Druck wird nicht geringer, so viel steht fest.

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