Fußball-Bundesliga: Mainz-Coach Fischer: Keine Zeit für Befindlichkeiten
Mit Urs Fischer kam beim FSV Mainz 05 die sportliche Wende. Der Trainer erklärt, welchen Kniff er bei Amtsübernahme im Dezember veranlasst hat.
Cheftrainer Urs Fischer hat gleich zum Auftakt seiner Amtszeit beim FSV Mainz 05 einen deutlichen Appell an seine Profis und deren Egos geschickt. "Als ich in Mainz begonnen habe, haben wir uns als Gruppe auf etwas geeinigt: Wir haben keine Zeit für Befindlichkeiten und Diskussionen darüber, dass einer zu wenig Spielminuten bekommt oder was auch immer", sagte Fischer in einem Interview dem "Kicker".
"Es geht um die Arbeitsplätze"
Der Schweizer hatte die 05er im Dezember auf dem letzten Tabellenplatz in großer Abstiegsnot übernommen. Seine Devise an die monatelang immer wieder sportlich gebeutelten Profis um Paul Nebel und Nadiem Amiri lautete: "Im nächsten halben Jahr geht es um die Zukunft und die Arbeitsplätze bei Mainz 05, da ist kein Spielraum für Befindlichkeiten."
Seit der 60 Jahre alte Fischer den Verein trainiert, haben die Mainzer den Weg aus dem Tabellenkeller geschafft und wie ein Europapokal-Anwärter gepunktet. Am Karsamstag feierte die Fischer-Elf zuletzt einen überraschenden 2:1-Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim.
Selbst Platz sieben, der möglicherweise zu einer Teilnahme in der Conference League berechtigt, ist nur noch sechs Punkte entfernt. "Die Ausgangslage konnte kaum schlimmer sein. Wenn man nur auf die Tabelle schaut, fragt man sich: Wieso machst du das?", erzählte Fischer. Er habe bei der Anfrage für die Nachfolge von Bo Henriksen aber ein gutes Bauchgefühl gehabt.

