Stabile Defensive verdient sich Punkt an der Förde
Es war das erste Spiel unter dem neuen Preußentrainer Alois Schwartz, der seinen Worten Taten folgen ließ und die defensive Stabilität in den Vordergrund rückte. Gegen den Ball im 5-3-2 bildeten Ter Horst, Heuer, Koulis, Jaeckel und Makridis die Fünferkette, in der sich in der Vorwärtsbewegung Makridis und Ter Horst auf der Schiene nach vorne schoben. Das Mittelfeld besetzten Mees, Hendrix und Schulz, das Angriffsduo bildeten Amenyido und Batista Meier. Die defensive Herangehensweise ging beim torlosen Unentschieden vor 13.668 Zuschauern im Holstein-Stadion über die volle Distanz auf, weil die Gäste trotz deutlich weniger Ballbesitz wenig zuließen und sicher verteidigten, allerding auch vor allem im ersten Durchgang nur sehr zögerlich in die gegnerische Hälfte vorstießen. Es war erst das dritte Zu-Null-Spiel in der laufenden Spielzeit.
„Auswärts einen Punkt mitzunehmen ist natürlich nicht schlecht – auch wenn in unserer aktuellen Situation drei Punkte noch schöner gewesen wären. Die Mannschaft hat es richtig gut gemacht und sehr diszipliniert verteidigt. Für Kiel war es nicht einfach, unseren Block zu durchspielen. Wenn man sich die Umschaltmomente anschaut, die wir hatten, kann man schon sagen: Wir hätten das Spiel auch für uns entscheiden können. Entscheidend ist aber vor allem, dass wir gegen den Ball wieder gut gearbeitet und nach neun Gegentoren in den letzten beiden Spielen endlich die Null gehalten haben“, resümiert der neue Preußen-Coach Schwartz sein erstes Pflichtspiel mit dem Adler auf der Brust.
Die erste richtig gefährliche Szene gehörte nach 18 Zeigerumdrehungen den Hausherren, als Nekic aus dem rechten Halbfeld scharf vor das Tor flankte und Schenk auf dem falschen Fuß erwischte. Nach einem schönen Spielzug flankte nach einer halben Stunde Mees von rechts in Richtung zweiter Pfosten. Dort versuchte es Amenyido artistisch per Seitfallzieher. Sein Abschluss zog aber nicht aufs Tor, sodass Lokotsch aus kurzer Distanz köpfen konnte – aber leider knapp über den Kasten. Im gesamten ersten Durchgang konnte keine der Mannschaften einen Schuss aufs Tor verbuchen, Abschlüsse generierte der KSV fünf und der SCP drei.
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Kiel mit mehr Ballbesitz und mehr Offensivaktionen, doch die Hintermannschaft der Adlerträger präsentierte sich sattelfest und fehlerfrei. In der 63. Minute forderten die Störche einen Strafstoß, der VAR prüfte kurz doch der Schiri lag mit seiner Entscheidung völlig richtig: Kein Foul von Koulis. Danach die beste Chance der Adlerträger, die schnell umschalteten, ihre aussichtsreiche Drei-gegen-drei-Situation aber nicht sauber zu Ende spielten. Kurz darauf die nächste gute Chance für den SCP: Heuer setzte ter Horst auf rechts super in Szene, das Eigengewächs legte auf Amenyido zurück, dessen Schuss aus sieben Metern aber geblockt wurde. Wenige Sekunden später setzte Heuer seinen Abschluss nach einem Einwurf nur wenige Zentimeter neben das Tor. In der Schlussphase waren die Münsteraner dann sogar dem Sieg näher als die Gastgeber, doch aussichtsreiche Konter, z.B. über Vilhelmsson in der Nachspielzeit, wurden nicht über die Ziellinie gebracht.
Spieldaten
Aufstellung KSV: Weiner – Nekic (Rosenboom, 87.), Zec, Ivezic, Tolkin – Skrzybski, Meffert, Davidsen (Schwab, 69.) – Kapralik, Harres (Müller, 87.), Therkelsen (Niehoff, 75.)
Aufstellung SCP: Schenk – ter Horst, Koulis, Jaeckel, Heuer, Makridis – Mees (Bouchama, 66.), Hendrix, Schulz (Kirkeskov, 66.) – Amenyido (Rondic, 87.), Batista Meier (Lokotsch, 16., Vilhelmsson, 87.)
Tore: –
Gelbe Karten: Davidsen, Ivezic, Tolkin / Lokotsch, Schulz, Heuer
Schiedsrichter: Dr. Max Burda
Zuschauer: 13.668
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