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Kickers Offenbach feiert Befreiungsschlag: Verdienter 2:0-Sieg gegen Sandhausen

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Es war das Spiel, auf das ganz Offenbach gewartet hatte. Nach Wochen der Enttäuschung, nach dem bitteren Hessenpokal-Aus und einer Serie ohne Sieg hat Kickers Offenbach endlich den Befreiungsschlag geschafft. Mit einem hochverdienten 2:0 gegen den SV Sandhausen feierte das Team vom Bieberer Berg nicht nur den ersten Punktspielsieg im Jahr 2026, sondern auch den ersten Dreier unter dem neuen Trainer Mark Zimmermann.

Kickers dominieren das Duell der Enttäuschten

Vor der Saison galten beide Teams als die großen Aufstiegsfavoriten der Regionalliga Südwest. Sandhausen als Drittliga-Absteiger mit dem höchsten Etat der Liga, Offenbach als ewiger Anwärter auf die Rückkehr in den Profifußball. Die Realität im März sah anders aus: Statt um den Aufstieg ging es für beide nur noch um Schadensbegrenzung. Doch im direkten Duell im Sparda-Bank-Hessen-Stadion ließen die Kickers keinen Zweifel aufkommen, wer an diesem Samstagnachmittag die bessere Mannschaft war.

Von Beginn an traten die Offenbacher griffig und mutig auf, dominierten die Partie in allen Belangen. Die Statistik von 12:0 Ecken sprach eine deutliche Sprache. Selbst der Gästetrainer musste einräumen, dass sein Team in sämtlichen Bereichen unterlegen war. Trotzdem wollte in der ersten Hälfte kein Tor fallen — Ron Berlinski scheiterte aus einem Meter am Außennetz, auch andere Chancen blieben ungenutzt.

Berlinski und Borsum erlösen den OFC

Dass die Mannschaft nach der torlosen ersten Hälfte nicht den Kopf hängen ließ, war vielleicht das wichtigste Signal dieses Nachmittags. Direkt nach der Pause schlug Berlinski zu und staubte zum 1:0 ab — ein Tor, das ihm sichtlich eine Last von den Schultern nahm. Der 31-jährige Stürmer, der in dieser Saison weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben war, legte elf Minuten später per feiner Hacke auch noch das 2:0 durch Jona Borsum auf.

Zimmermann selbst sprach hinterher von Gänsehaut angesichts der Atmosphäre im Stadion. Die Kulisse sei phänomenal gewesen. Und tatsächlich: Als das Stadion nach dem zweiten Treffer bebte, war für einen Moment alles vergessen — die Niederlagenserie, das Pokal-Drama, die Abstiegssorgen.

Vom Pokal-Tiefschlag zur Wende

Nur vier Tage zuvor hatte die Stimmung am Bieberer Berg noch ganz anders ausgesehen. Im Hessenpokal-Halbfinale gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz versagten gleich drei Schützen vom Punkt die Nerven, während auf der anderen Seite Keeper Samuel Zapico den Kickers den Traum vom Finale im eigenen Stadion zerstörte. Die Enttäuschung saß tief, zumal der OFC in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft gewesen war.

Zimmermann reagierte besonnen. Einen Tag zum Ärgern, dann ein freier Tag, damit die Köpfe wieder frei werden. Am Freitag sollten die Spieler mit einem Lächeln ins Training kommen. Dieser Ansatz des 52-Jährigen, der bei seinem Amtsantritt zunächst drei Niederlagen in Folge kassiert hatte, ging gegen Sandhausen voll auf.

Klassenerhalt im Blick — aber da geht noch mehr

Mit dem Sieg kletterte der OFC auf den 13. Tabellenplatz, der definitiv den Klassenerhalt bedeutet. Zimmermann ordnete den Erfolg nüchtern ein: ein erster Schritt, mehr nicht. Auch Berlinski blieb auf dem Boden und betonte, man habe den Fußball nicht neu erfunden, sondern es einfach gehalten.

Doch genau diese Mischung aus Demut und neuem Selbstvertrauen könnte der Schlüssel sein. Acht Spiele stehen noch aus, fünf davon gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Die Kickers haben in dieser Saison schon oft genug gezeigt, dass die Qualität im Kader für mehr als nur den Klassenerhalt reicht. Jetzt muss das Team vom Bieberer Berg beweisen, dass der Sieg gegen Sandhausen kein Strohfeuer war — sondern der Beginn einer längst überfälligen Aufholjagd.

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