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WM 2026: Eine Fan-Organisation verklagt die Fifa wegen hoher Ticket-Preise

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Fan- und Verbraucherorganisationen werfen der Fifa vor, ihr Ticketmonopol für die WM 2026 zu sehr auszunutzen. Die Zahlen, die sie als Beleg anführen, sind drastisch. Die europäische Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) und die Verbraucherorganisation Euroconsumers haben am Dienstag bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen die Fifa eingereicht. Der Vorwurf: Der Weltverband missbrauche sein Monopol beim Ticketverkauf für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada – mit überhöhten Preisen und undurchsichtigen Kaufbedingungen. Die FSE erklärte: "Die Fifa hält ein Monopol auf den Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft 2026 und hat diese Macht genutzt, um den Fans Bedingungen aufzuerlegen, die in einem wettbewerbsorientierten Markt niemals akzeptabel wären." Beide Organisationen fordern, dass die Kommission die Fifa anweist, auf dynamische Preisgestaltung zu verzichten. Außerdem sollen die Preise für die Verkaufsphase im April eingefroren und mindestens 48 Stunden im Voraus die Anzahl der verbleibenden Tickets je Kategorie veröffentlicht werden. "Wenn wir ehrlich sind": Joshua Kimmich wird in Rüdiger-Debatte deutlich Müller frotzelt über Klopp: "Du musst es im September ja dann ausbaden" Die Preisunterschiede sind erheblich: Die günstigsten frei erhältlichen Finaltickets kosten derzeit 4.185 Dollar – mehr als das Siebenfache des billigsten Tickets beim WM-Finale 2022. In den eigenen Bewerbungsunterlagen hatte die Fifa noch einen durchschnittlichen Ticketpreis von 1.408 Dollar prognostiziert. Zum Vergleich: Die günstigsten Tickets des EM-Endspiels 2024 in Deutschland kosteten 100 Dollar. Ursprünglich waren Tickets ab 21 Dollar versprochen worden. Die günstigsten bislang verkauften Karten kosteten 60 Dollar – etwa für das Eröffnungsspiel der Gruppe J zwischen Österreich und Jordanien im Levi's Stadion in Kalifornien. Diese Tickets waren jedoch nur Fans der qualifizierten Mannschaften vorbehalten und machten lediglich zehn Prozent des jeweiligen nationalen Kontingents aus. Die FSE erklärte: "Die Fifa hat wiederholt mit 60-Dollar-Tickets für die Gruppenphase geworben. In der Praxis waren diese jedoch so rar, dass der gesamte Vorrat dieser Kategorie 4 praktisch schon ausverkauft war, bevor der allgemeine Vorverkauf begann." Auf der offiziellen Weiterverkaufsseite der Fifa erreichen die Preise noch extremere Höhen. Ein Sitzplatz der Kategorie drei für das Finale im MetLife Stadium in New Jersey wurde für 143.750 Dollar angeboten – das 41-Fache des ursprünglichen Preises von 3.450 Dollar. Käufer und Verkäufer zahlen dabei jeweils eine Gebühr von 15 Prozent an den Weltverband. Fifa-Präsident Gianni Infantino begründete die hohen Preise mit der starken Nachfrage. Er sagte: "Vor allem in den USA gibt es das sogenannte dynamische Preiswesen, was bedeutet, dass die Preise rauf- oder runtergehen" – je nachdem, um welches Spiel es sich handele. Nach Fifa-Angaben wurden fast sieben Millionen Tickets für die 104 WM-Partien angeboten. Infantino erklärte zudem, es seien 508 Millionen Anfragen eingegangen und jedes Spiel sei ausverkauft. Eine nicht näher bezifferte Anzahl von Tickets hält der Weltverband zurück – sie sollen ab April verkauft werden.

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