Fußball
News melden
Nachrichten

Mentale Gesundheit im Fokus: Vortrag von Martin Amedick und Ronald Reng im Leistungszentrum  

Dass Fußballspiele auch im Kopf entschieden werden, ist mittlerweile unumstritten. Daher werden bereits in der Nachwuchsabteilung des SC Preußen Themen wie Leistungssteigerung und Persönlichkeitsentwicklung unter sportspsychologischer Betreuung aufgegriffen. Darüber hinaus will das Leistungszentrum seine Talente in ihrem Bewusstsein für die eigene mentale Gesundheit stärken. Vor diesem Hintergrund waren Anfang März Buchautor Ronald Reng sowie Ex-Profi Martin Amedick im LVM-Preußenstadion zu Gast, um vor rund 50 Spielern und Trainern aus dem Übergangsbereich (U19 und U23) über psychische Erkrankungen im Sport zu referieren. 

„Aus meiner Perspektive war der Abend ein voller Erfolg. Martin und Ronald haben unfassbar wertvolle und ehrliche Einblicke gegeben. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich für diesen Vortrag Rückenwind von allen Seiten im LZ bekommen habe“, sagt Birte Brinkmöller, als Sportpsychologin zuständig für die Mannschaften des Übergangsbereiches. Zugleich hebt sie die rege Beteiligung der anwesenden Spieler hervor: „Sie haben eine sehr angenehme Atmosphäre geschaffen, großes Interesse gezeigt und tolle Fragen gestellt. Man hat auch danach noch gemerkt, dass sie das Thema und der Abend beschäftigen. Dass diese positive und respektvolle Stimmung gemeinsam mit den Trainerteams entstanden ist, zeigt außerdem ein starkes Vertrauensverhältnis.“ 

Sichtlich beeindruckt waren auch die beiden Referenten. „Das waren vermutlich die meisten Fragen, die uns eine Gruppe jemals gestellt hat“, bemerkte Amedick. Das will etwas heißen: Schließlich hat der Ex-Profi zusammen mit Reng schon über 30 Fußballklubs besucht, um im Auftrag der Robert-Enke-Stiftung Nachwuchsspieler für psychische Erkrankungen im Sportkontext zu sensibilisieren – und zugleich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, ab wann professionelle Hilfe notwendig ist.   

Amedick, der unter anderem für Borussia Dortmund in der Bundesliga auflief, erkrankte während seiner Profikarriere selbst an einer Depression und konnte daher aus persönlichen Erfahrungen berichten. Ronald Reng brachte dagegen die Außenperspektive ein. Der Journalist und Autor war ein Vertrauter des früheren Nationaltorwarts Robert Enke, der 2009 infolge einer schweren Depression Suizid beging, und verfasste gemeinsam mit dessen Ehefrau Theresa die Biografie Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben 

In einem starken Zusammenspiel gaben Amedick und Reng den Nachwuchsspielern und Trainern konkrete Hinweise zur Früherkennung und zum Umgang mit psychischen Erkrankungen – mit dem Ziel, die Achtsamkeit für die eigene mentale Gesundheit und die des persönlichen Umfelds zu stärken. Insgesamt machte der Abend vor allem eins deutlich: Über mentale Gesundheit zu sprechen, ist ein wichtiger Aspekt von Leistung – und von gegenseitiger Verantwortung.  

Der Beitrag Mentale Gesundheit im Fokus: Vortrag von Martin Amedick und Ronald Reng im Leistungszentrum   erschien zuerst auf SC Preußen Münster.

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Andere Sportarten

Sponsored