Xabi Alonso reagiert: „Nicht so verlaufen wie gewünscht“
„Trainer von Real Madrid zu sein, war mir Ehre“
MADRID. Zu dem Zeitpunkt, zu dem er mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz gestanden und sich mit ihr auf das Copa-del-Rey-Achtelfinale gegen Albacete Balompié vorbereitet hätte, wenn nichts passiert wäre, gibt er eine Stellungnahme ab: Xabi Alonso hat am Dienstagmittag auf sein Ende als Coach von Real Madrid reagiert.
Das erste Statement seinerseits ließ knapp 18 Stunden auf sich warten, nachdem der Klub am Montag um 18.11 Uhr verkündet hatte, dass sich die Wege trennen. Der 44 Jahre alte Baske meldete sich über seinen Instagram-Kanal zu Wort, schrieb dort: „Dieses Kapitel meiner Karriere ist nun zu Ende, und es ist nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht hätten. Trainer von Real Madrid zu sein, war mir Ehre und Verantwortung zugleich.“
Xabi Alonso: „Habe mein Bestes gegeben“
Und weiter: „Ich danke dem Klub, den Spielern und vor allem allen Fans und dem Madridismo für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Ich gehe mit Respekt, Dankbarkeit und dem Stolz, mein Bestes gegeben zu haben.“
Seine Worte zum Aus fallen kurz und diplomatisch aus, eine anderweitige Verabschiedung wird es nicht geben. Zum Vergleich: Bei Zinédine Zidane hatte es 2018 extra eine Pressekonferenz gegeben, allerdings war der Franzose damals auch selbst zurückgetreten. Ebenso wie 2021, als es dann zwar keine PK mit „Zizou“ gab, er aber über die Sportzeitung AS einen langen Brief veröffentlichte, in dem er die Vereinsführung kritisierte. Bei Alonsos Vorgänger Carlo Ancelotti war das Aus inoffiziell wiederum jedem länger klar, nach dem Bekanntwerden gab es im Spieltagsrahmen mit dem Italiener noch eine letzte Medienrunde.
Gehalt offenbar nur noch bis Sommer
Real bezeichnete die Trennung als einvernehmlich, in Wahrheit handelt es sich jedoch vielmehr um eine Entlassung. Trainer und Mannschaft harmonierten nicht wie gewünscht, am Ende geht der einstige Mittelfeldregisseur mit einer Bilanz von 34 Pflichtspielen, 24 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen.
Erst im vergangenen Juni hatte Alonso, gekommen von Bayer Leverkusen, einen bis zum 30. Juni 2028 datierten Vertrag unterschrieben. Interessant: Nach der Freistellung soll er sein Gehalt nur noch bis zum Ende der laufenden Saison beziehen. Medienberichten zufolge ließ Real in den Kontrakt eine Klausel einbauen, wonach Zahlungen im Falle einer Entlassung in der ersten Spielzeit für die Vertragsjahre zwei und drei wegfallen.
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