Nachgereist und angekommen – Mbappés Final-Einsatz noch unsicher
Ankunft am Abend in Dschidda
Da ist er wieder: Kylian Mbappé ist nun doch noch nach Saudi-Arabien gereist – um dem Team mental beizustehen, oder auch sportlich helfen zu können? Eigentlich zweiteres, aber sicher ist das nicht. Denn nachdem Real Madrid am 31. Dezember mitteilte, der französische Superstar würde nach Schmerzen im Training wegen einer Knieverstauchung ausfallen, wurde bereits gemunkelt: da steckt noch mehr dahinter. So hieß es, auch die Bänder seien leicht angeschlagen, weswegen er zuletzt nicht mehr ganz so explosiv spielte. Gegen Betis (5:1) pausierte er entsprechend, aber auch für die Reise am Dienstag zur Supercopa de España reichte es nicht. Aber drei, vier Trainingseinheiten später – teilweise soll er sich sogar bis zu fünf Stunden auf dem Trainingsgelände aufgehalten haben – und angeblich am Freitagmittag noch eine erfolgreiche MRT-Untersuchung, weswegen der ursprünglich geplante Abflug um 13:30 Uhr nochmal verschoben werden musste, stieg er doch noch in den Flieger an der Seite der beiden Physiotherapeuten, die ihn in Madrid betreuten.
Salam Alaikoum, Saudi Arabia ????????????
— Kylian Mbappé (@KMbappe) January 9, 2026
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Ob er aber im Final-Clásico (Sonntag, 20 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker, im Watchalong und bei Sportdigital via DAZN) auch wirklich helfen kann, ist noch lange nicht entschieden. Da wird sich Xabi Alonso auch ein eigenes Bild machen wollen, je nachdem auch wie sich der 27-Jährige nach zuletzt individueller Arbeit im Mannschaftstraining fühlt, genauer im Abschlusstraining am Samstag ab 18 Uhr.
Klar ist: Ohne den 29-Tore-Mann tun sich die Blancos schwer, besonders viel Gefahr auszustrahlen, so ist Mbappé in LaLiga auch der Spieler mit den durchschnittlich meisten Schussvorlagen (2,7 pro Partie). Auf der anderen Seite wirkt das Team ohne ihn teilweise ausgeglichener, und hat auch seit der Mbappé-Verpflichtung vor anderthalb Jahren nur eine der zwölf Partien ohne den Franzosen verloren (acht Siege, drei Unentschieden), wohingegen mit ihm die Niederlagenquote bei 21,7 Prozent liegt (83 Pflichtspiele: 57 Siege, acht Unentschieden, 18 Niederlagen). Aber an Mbappé lagen beispielsweise die Clásico-Niederlagen der Vorsaison am wenigsten, immerhin erzielte er in diesen vier Duellen fünf Tore, traf zusätzlich auch beim 2:1-Sieg im Oktober.
Einsatz-Entscheidung am Samstag?
Auf so eine Qualität wird Alonso kaum verzichten wollen, trotzdem bleibt die Frage: Wie fit ist Mbappé wirklich, wie explosiv, spritzig und belastungsfrei? „Kylian reist morgen. Er ist in einer wesentlich besseren Verfassung, hat heute trainiert. Das Gefühl ist ein gutes“, erklärte Alonso bereits auf der Pressekonferenz. Das Gefühl mag gut sein, aber Sicherheit gibt das noch nicht.
Ein Bankplatz dürfte sicher sein, vielleicht auch wirklich die Startelf, denn an offensiven Optionen sieht es ohnehin etwas überschaubar aus, nachdem Endrick nach Lyon verliehen wurde, Brahim Díaz noch beim Afrika-Cup weilt und jetzt auch noch Rodrygo Goes leicht angeschlagen ist. Dazu ist eigentlich nur noch Éder Militão (Muskelriss) verletzt, aber auch Spieler wie Daniel Carvajal, Trent Alexander-Arnold, Dean Huijsen und David Alaba waren zuletzt verletzt und wurden so noch nicht eingesetzt, dazu ist Antonio Rüdiger angeschlagen und spielte bereits gegen Atlético (2:1) mit Schmerzen. Die Personalsituation könnte also auch abgesehen von Mbappé besser sein – seine Rückkehr ist dennoch ein gutes Zeichen.
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