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Hardheim: Die neue Kinderärztin Tünde Kerteß-Szlaninka legt am 11. Januar los

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		Hardheim:  Die neue Kinderärztin Tünde Kerteß-Szlaninka legt am 11. Januar los

Von Dominik Rechner

Hardheim. Mit Dr. Tünde Kerteß-Szlaninka bekommt die Erftalgemeinde im neuen Jahr eine sympathische Kinderärztin, die aus einem vielfältigen Erfahrungsschatz im Bereich der Pädiatrie schöpfen kann. Ihre erste eigene Praxis im neuen Mehrgenerationenhaus am Steinernen Turm in Hardheim öffnet voraussichtlich am 11. Januar mit tatkräftiger Unterstützung der BAZ Würzburg (Fabian Engelhardt) und der Firma Frankmed (Jochen Renker und Team) die Pforten für die jungen Patienten. Es werden Versicherte aller Krankenkassen, privat oder gesetzlich, behandelt. Im Interview mit der RNZ spricht die 42-Jährige aus Tauberbischofsheim, die aktuell noch als Oberärztin im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim arbeitet, über ihre Erwartungen an den neuen Berufsabschnitt, die Räumlichkeiten der Praxis und darüber, was die Kinder und Eltern von ihr erwarten können.

Frau Kerteß-Szlaninka, Warum sollten Eltern mit ihrem kranken Kind ab Januar in Ihre Kinderarztpraxis kommen?

Einfach aus den folgenden Gründen: Zum einen betreibe ich seit circa 15 Jahren Kinderheilkunde aus Leidenschaft. Ich lege mein Herzblut in diesen Beruf. Und zum anderen ist mir eine ganzheitliche Behandlung der Kinder wichtig. Ich beachte nicht nur die körperlichen Beschwerden, sondern auch die Seele, wie es den Kindern psychisch geht. Ich habe ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Kinder und Jugendlichen bzw. ihrer Eltern. Das Zwischenmenschliche spielt eine bedeutende Rolle. Zudem macht es mir Spaß, mich weiterzubilden, ich orientiere mich an Leitlinien und schaue, dass ich aktuelles Wissen vertiefe und an meine Patienten weitergebe. Aufgrund meiner fast zehnjährigen Nebentätigkeit in einer Kinderarztpraxis bin ich mit der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin ebenfalls sehr gut vertraut. In unserer neueingerichteten Praxis haben wir außerdem die aktuellste Technik für verschiedenste Untersuchungen.

Sie sprachen die Technik an: Mit welchen medizinischen Hilfsgeräten wird Ihre Praxis ausgestattet sein?

Es wird definitiv ein Ultraschallgerät geben, mit dem ich nicht nur die Organe, sondern auch die Durchblutung untersuchen kann. Zudem werden wir ein EKG-Gerät haben. Wenn ein Patient z. B. behandlungsbedürftige Probleme hat, etwa Herzrhythmusstörungen, können wir den Befund direkt an einen Facharzt oder an das Krankenhaus per PDF schicken. Wir werden auch ein Amblyopiescreening (um Sehstörungen bei Kindern so früh wie möglich aufzudecken) anbieten, die Kinder können einen altersgerechten Seh- und Hörtest machen; wir werden ein CRP-Gerät zur Messung des Entzündungswertes im Blut haben, ein Lungenfunktionstest und ein kleines Labor, wo man zügig Urin untersuchen und Blut entnehmen kann, sowie diverse Schnelltests gemacht werden können.

Warum wird Ihre Kinderarztpraxis in Hardheim sein?

Ausschlaggebend war tatsächlich, dass sich Bürgermeister Volker Rohm, Landrat Dr. Achim Brötel, die Bundestagsabgeordnete Nina Warken, Dr. Max Hollerbach sowie Kreisentwicklerin Lisa-Marie Bundschuh sehr darum bemüht haben, mir diese Chance mit einer eigenen Praxis zu ermöglichen und betont haben, wie wichtig Ihnen eine weitere Kinderärztin im Neckar-Odenwald-Kreis bzw. Hardheim wäre. Außerdem bin ich sehr gut vernetzt in der Region, Hardheim ist nah an Tauberbischofsheim aber es ist auch gut, Wohn- und Arbeitsort zu trennen.

Was wissen Sie schon von Hardheim und seinen Einwohnern?

Ich bin mit zehn Jahren nach Deutschland gekommen, in Tauberbischofsheim aufgewachsen und kenne die Gegend sowohl in Richtung Würzburg als auch Richtung Hardheim. Aus meiner Jugendzeit ist mir natürlich das damalige Glashaus auch sehr gut in Erinnerung geblieben. Durch unseren Sohn, der in Tauberbischofsheim Handball spielt und dort auch als ehemaliger Kinderprinz bzw. Kinderpräsident aktiv bei den "Bischemer Kröten" dabei ist, sind zusätzlich bereits viele Kontakte nach Hardheim entstanden. Die Hardheimer sind gesellige, unkomplizierte Leute, die einen mit offenen Armen empfangen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie den neuen Berufsabschnitt an?

Auf der einen Seite möchte ich eine hochqualitative Medizin machen, die Kinder wieder gesund bekommen, und auf der anderen Seite möchte ich meinen Spaß an der Arbeit weiterhin beibehalten und nach Außen vermitteln.

Wie viele Sprechzimmer wird es in der Praxis geben?

Wir werden drei Sprechzimmer inklusive einem Infektionszimmer haben, wo Patienten mit ansteckenden Krankheiten wie Grippe oder Hautausschlägen direkt hineingehen sollen und nicht zuvor durchs Wartezimmer laufen müssen. Außerdem gibt es ein "Sprech-Vorbereitungszimmer", wo z. B. Impfungen vorgenommen werden. Dazu kommen ein Zimmer für Ultraschalluntersuchungen, ein Wartezimmer und ein Labor. Die Zimmer erhalten eine besondere Einrichtung für alle Altersklassen: Das Wartezimmer wird passend zum Thema "Wiese", Sprechzimmer 1 zum "Dschungel", Sprechzimmer 2 zum "Meer", Sprechzimmer 3 zur "Wüste" (für Teenager vorgesehen), das "Sprech-Vorbereitungszimmer" zum "Entdeckerwald" und der Ultraschallraum zum "Weltraum" eingerichtet.

Haben Sie Ihr Praxisteam schon beisammen?

Ja. Ich werde zusammen mit vier Arzthelferinnen im Januar starten und im April kommt eine weitere Arzthelferin dazu. Sie sind alle – wie ich auch – Mütter und kommen aus dem Umkreis. Sie sind sehr motiviert, unterstützen mich bereits jetzt schon in verschiedenen Bereichen und freuen sich auf den gemeinsamen Neustart.

Zu welchen Zeiten wird die Praxis geöffnet sein?

Die Öffnungszeiten stehen größtenteils, sind aber noch nicht komplett festgelegt. Wir werden von Montag bis Freitag jeweils um 8 Uhr öffnen. Es soll zwei lange Tage geben – jeweils vor und nach dem Wochenende, also Montag und Freitag, und zwar bis 18 Uhr. Mittwochs soll die Praxis bis 15.30 Uhr, dienstags und donnerstags wahrscheinlich bis 13.30 Uhr geöffnet sein. Die Öffnungszeiten werden je nach Patientenaufkommen und Schwerpunkten angepasst sein. Außerdem werde ich jeden Tag eine Infektionssprechstunde anbieten, die etwa eine Stunde dauern soll. Was wir auch machen werden, ist eine Online-Terminvergabe, eine Videosprechstunde und eine Terminsprechstunde. Vorsorgepatienten sollen möglichst zu festen Terminen kommen. Die Planung ermöglicht ein besseres Leiten der Patientenströme und damit mehr Sicherheit für die Patienten und mein Team.

Wo lagen Ihre Schwerpunkte im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim?

Ich war bzw. bin dort für die allgemeine Pädiatrie zuständig und betreue Kinder ab der Geburt bis zum Alter von 18 Jahren. Ich habe Kinder mit Lungenentzündungen, Beinbrüchen, kinder- und jugendgynäkologischen Fragestellungen, Diabetiker und Kinder mit psychosomatischen Krankheitsbildern und Vieles mehr behandelt. Ich habe auch eine psychotherapeutische Ausbildung und habe viele Fortbildungen z. B. zum Thema "häusliche Gewalt" und Neuropädiatrie gemacht. Auch im Bereich Ultraschall habe ich viel Erfahrung gesammelt.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen bei der Arbeit als Kinderärztin?

Die Kinder sollen in meine Praxis kommen, ohne Angst zu haben, dass etwas "Böses" passiert. Sie sollen mich als Ärztin sehen, die ihnen hilft, egal in welcher Situation. Auch Jugendliche sollen den Weg in meine Praxis finden. Die Eltern und Kinder sollen merken, dass ich Spaß habe an dem, was ich tue.

Info: Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der neuen Kinderarztpraxis (www.kinderarzt-hardheim.de) oder per Mail an info@kinderarzt-hardheim.de.

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