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Aus in der Champions-League: Adler Mannheim scheitern gegen Mountfield HK

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Für die Adler Mannheim ist die internationale Herausforderung in der Saison 2019/20 Geschichte. Der deutsche Meister trennte sich trotz einer starken Leistung gegen den tschechischen Vertreter Mountfield HK nur mit 1:1 (0:0, 0:1, 1:0), was nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel vor einer Woche den Abschied aus der Champions-Hockey-League (CHL) 2019/20 bedeutet.

„Wir müssen den Gegner zermürben“, machte sich Marcel Goc auf Schwerstarbeit gefasst. Der Kapitän hatte die vom neuen Trainer der Tschechen, dem einstigen Weltklasse-Stürmer Vladimir Ruzicka (56), verordnete defensive Spielweise beim Hinspiel kennengelernt und stand gestern zusammen mit Hungerecker und Soramies in der vierten Sturmreihe.

David Wolf rückte bei seinem Comeback nach sechswöchiger Verletzungspause in die seit zwei Jahren bewährte Linie mit Plachta und Desjardins. Verzichten musste Pavel Gross auf die angeschlagenen bzw. erkrankten Raedeke und Järvinen, wodurch ein Mangel an Centern entstand. In diese Lücke rückte Markus Eisenschmid mit Rendulic und Krämmer als Flügel.

„Die Tschechen haben es uns letzte Woche schwer gemacht, unser Spiel zu entfalten und den Scheibenführenden versucht, zu doppeln“, hatte Eisenschmid die Taktik des Tabellenneunten der tschechischen Extraliga durchschaut. Daran änderte sich auch gestern nichts. Mit Ausnahme einer vierminütigen Unterzahl, als die Schiedsrichter Larkin wegen eines Ellenbogenchecks zur Abkühlung schickten, rannten die Adler zunächst vehement auf das Gehäuse von Mazanek an. Desjardins (5. Minute), Rendulic und Krämmer (15.) hatten Gelegenheiten zur Führung, die größte Chance vergab aber Wolf, als zwei Feldspieler für den bereits geschlagenen Goalie vor der Torlinie die Scheibe blockten (17.).

Nach der Pause fiel es den Adlern noch schwerer, den Abwehrwall der robusten Tschechen zu knacken, zumal die Gäste auch in Unterzahl nichts zuließen. Sie scheuten sich bei zwei, drei Chancen auch nicht, Dennis Endras einfach mal über den Haufen zu rennen. Als die Blau-Weiß-Roten im Bemühen auf eine Führung höheres Risiko gingen und das Mitteleis öffneten, nutzte dies Chalupa mit einem Konter zum 0:1 (40.). Erst in der 50. Minute wurde das unentwegte Bemühen der Gastgeber belohnt.

Phil Hungerecker fälschte einen Lampl-Schuss aus kurzer Distanz zum 1:1 ab. Danach drängten die Adler noch energischer auf die Führung, zwangen Mountfield zu einer Abwehrschlacht, aber das für eine Verlängerung nötige zweite Tor wollte nicht fallen – auch als Pavel Gross zwei Minuten vor Schluss bei einer Überzahl noch Endras für einen sechsten Feldspieler zog.

Leider fand die Abstimmung mit den Füßen auch in Mannheim, wo die 8000 Dauerkarten keine Gültigkeit hatten, nicht pro CHL statt. Nur 3611 Besucher verloren sich im „Ufo“ – Negativrekord bei einem Eishockeyspiel seit Eröffnung der SAP Arena im Jahr 2005.

Adler Mannheim – Mountfield HK 1:1 (0:0, 0:1, 1:0); Tore: 0:1 Chalupa (40.), 1:1 Hungerecker (50.); Schiedsrichter: Öhlund/Björk (Schweden); Strafminuten: 10/14; Zuschauer: 3611.

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