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Adler Mannheim: 3:0 gegen Bremerhaven bringt dringend nötiges Erfolgserlebnis

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Die Adler Mannheim haben ihr dringend nötiges Erfolgserlebnis verbucht. Fünfmal ging der deutsche Meister einschließlich des Champions-League-Achtelfinal-Hinspiels seit dem 29. Oktober als Verlierer vom Eis – jetzt ist der Knoten mit einem hart erarbeiteten 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Sieg gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven geplatzt. „In solch einem Spiel war klar, dass wir hässliche Tore brauchen“, kommentierte Trainer Pavel Gross zwei abgefälschte Schüsse, die nach langem Anlauf den Weg ins Tor des Tabellensechsten fanden.

Mit Ausnahme des „Bäumchen wechsle dich“ im Tor, diesmal stand Gustafsson anstelle von Endras zwischen den Pfosten, nahm Pavel Gross im Vergleich zur 1:4-Niederlage keine Änderungen vor. Im Vorfeld der Partie gegen die Seestädter erwartete Gross, „dass die Mannschaft 60 Minuten das spielt, was wir spielen können, in allen Konstellationen, ob Über -oder Unterzahl, aber auch bei fünf gegen fünf. Ich möchte Winning-Hockey sehen, und nicht nur, dass wir Fehler vermeiden.“

Noch vor wenigen Tagen hatte der Coach mehr Geduld von seinen Spielern eingefordert. Die Balance von beidem aufs Eis zu bringen ist seit geraumer Zeit das große Problem der Adler, gelang gestern aber mit einigen Ausnahmen schon besser.

Bis auf zwei, drei Halbchancen in den ersten zehn Minuten rannten sich die Adler fest. Zwei Überzahlspiele, eines davon nach einer Minute durch eine eigene Strafzeit wieder hergegeben, verpufften ohne Gefahr für das Tor von Pöpperle und in Unterzahl schwamm die „Box“ zunächst gewaltig. Dennoch: Fand man in den letzten Wochen stets einen Weg, enge Spiele zu verlieren, trafen die Blau-Weiß-Roten gestern meist die richtigen Entscheidungen.

Die seit Freitag negative Tordifferenz wurde mit dem zehnten Saisonsieg wieder in den grünen Bereich gedreht. Weil die Cracks den Mittelabschnitt mit deutlich mehr Druck angingen, ab der 30. Minute vehement auf die Führung drängten. Ein Wall von Leibern vor Torhüter Pöpperle stellte sich den Adlern immer wieder in den Weg. Erst eine gar nicht so zwingende Aktion musste für die Führung herhalten. Aus der Halbdistanz zog der nicht allzu häufig als Torschütze in Erscheinung tretende Denis Reul (35.) einfach mal ab und vom Körper eines Gegenspielers segelte die Scheibe zur überfälligen Führung unters Tordach.

Der zweite Treffer, wobei erneut Bremerhavener die Hereingabe von Andrew Desjardins 40 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels abfälschte, tat den Gastgebern und der Stimmung gut. Die Mannheimer verteidigten den Vorsprung offensiv, Gustaffson steigerte sich nach anfänglichen Unsicherheiten merklich und hielt sein Tor sauber.

Der dritte Treffer entschädigte schließlich für einige Missverständnisse. Tim Stützle nahm den Defensivverbund der Gäste mit einem Korkenzieher-Solo auseinander, über Ben Smith wanderte der Puck zu Tommi Huhtala und der Finne durfte sich für sein achtes Saisontor feiern lassen (55.).

Adler Mannheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:0 (0:0, 1:0, 2:0); Tore: 1:0 Reul (35.), 2:0 Desjardins (41.), 3:0 Huhtala (55.); Schiedsrichter: Rantala (Finnland), Rohatsch (Lindau); Strafminuten: 10/10; Zuschauer: 10.964.

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