Fußballkreis Heidelberg: Die Jungen fehlen, die Alten müssen ran
Von Wolfgang Brück
Heidelberg. Eigentlich wollte der FC Bammental einer starken Saison in der Landesliga die Krone aufsetzen. Doch stattdessen trafen sich die Ehepaare Ohlheiser, Welz und Schneckenberger in der Krone in Epfenbach - zum Tränen trocknen. "Wir haben in der Relegation einfach kein Glück", bedauerte Sportchef Friedbert Ohlheiser nach der 0:2-Niederlage im Relegationsspiel zur Verbandsliga gegen die Spielvereinigung Neckarelz, "vielleicht können unsere Spieler nicht mit Druck umgehen." Vor vier Jahren scheiterte der ehemalige Oberligist auf dem Weg zurück in die Landesliga am krassen Außenseiter TSV Kürnbach. Dabei schienen die Voraussetzungen diesmal gut zu sein. "Hinter uns liegt die beste Runde seit dem Abstieg vor zwölf Jahren aus der Oberliga", hatte Friedbert Ohlheiser auch am Tag danach zu knabbern.
Es wird nicht einfacher. Die SpG ASV/DJK Eppelheim rüstet auf, auch der 1. FC Mühlhausen, die U 23 des SV Waldhof und die Mannheimer Türken werden in der kommenden Landesliga-Saison zu beachten sein. Die Planung an der Schwimmbadstraße ist so gut wie abgeschlossen. Max Steeb (FV Nußloch), Agit Akgöl (1. FC Dilsberg), Tim Dorsch (FC St. Ilgen) und Marcel Ruml (TSV Michelfeld) stehen so Stefan Ohlheiser vom Spielausschuss als Neuzugänge fest. Außerdem rücken Philipp Waxmann und die beiden Ungarn Patrick Biro und Gergo Olajos aus der Reserve nach. Verlassen werden den Landesliga-Vizemeister Stefan Wurm und Kevin Zuber, die zurück nach Eberbach und Nußloch gehen sowie Luca Bauer, der nach Eppelheim wechselt.
Eine zweite Mannschaft wird es in der neuen Saison vermutlich nicht mehr geben. "In den letzten Jahren profitierten vor allem unsere Nachbarn von unserer Reserve-Mannschaft", erklärt Ohlheiser.
Falls Bammental II abmeldet, geht die Kreisklasse B mit 15 Mannschaften in die kommende Runde. Das bestätigte gegenüber der RNZ Johannes Kolmer. Es wird weitere Änderungen geben, so der Vorsitzende des Fußballkreises Heidelberg.
Der VfB Eberbach und der SV Eberbach, die vor ein paar Jahren auf dem gemeinsamen Balkon des Klubhauses noch eine Mauer hochzogen, werden eine Spielgemeinschaft bilden. Die erste Mannschaft spielt in der A-Klasse, die Reserve in der B-Klasse. Dadurch bleibt der SG Rockenau der Abstieg aus der A-Klasse erspart.
Der ehemalige Landesligist SG Wiesenbach, der nach einjähriger Pause einen Neustart in der C-Klasse wagte, wird künftig mit der zweiten Mannschaft der SG Viktoria Mauer eine Spielgemeinschaft bilden und hofft auf eine bessere Platzierung als der vorletzte Rang in der zurückliegenden Saison. "Es war nicht einfach", zieht Wolfgang Faubel ein Fazit, "aber es hat trotzdem Spaß gemacht." Zum Teil mussten Spieler ran, die die Vierzig schon überschritten hatten. Der unverwüstliche Markus Heß geht sogar schon auf die Fünfzig zu.
Abgemeldet hat der TSV Pfaffengrund seine zweite und der VfB Leimen seine dritte Mannschaft. Erfreulich dagegen: Beim SC Gaiberg soll - in einer Spielgemeinschaft mit dem SV 08 Waldhilsbach - der Ball wieder rollen.
Von der TSG Wilhelmsfeld, die überraschend abmelden musste, gibt es positive Signale. Der ASC Neuenheim will mit einer dritten Mannschaft an den Start gehen und auch bei der FG Rohrbach stehen gegen den Trend so viele Spieler zur Verfügung, dass eine Reserve gemeldet werden soll. Ob es klappt, sagt Fußballchef Steven Lee, hängt von der in Rohrbach leidigen Sportplatzfrage ab.
Los geht die kommende Runde am 21./22. Juli mit den Qualifikations-Spielen zum Kreispokal. Nach drei Pokalrunden erfolgt der Punktspielstart Mitte August.

