NLA: Auf dem Saison-Tiefpunkt angelangt
Bericht: André Springer, 16.03.2019
Die 14:1 Niederlage gegen Kreuzlingen ist für den Rekordschweizermeister aus Horgen nicht nur eine Demütigung und schallende Ohrfeige sondergleichen, die deutliche «Schlappe» ist gleichzeitig auch ein historisches Versagen der ganzen Mannschaft : Noch nie verloren die Horgner Wasserballer, seit der Zugehörigkeit in der obersten Spielklasse, ein Meisterschaftsspiel mit 14:1 Toren.
Horgen steckt definitiv in der Krise und dies nicht nur seit dem gestrigen Spiel. Muss man bei den jungen Spielern, die teilweise ihre erste oder zweite Nationalliga A Saison spielen, beide Augen zudrücken, sind es die Leistungsträger, welche momentan eklatante Schwächen aufweisen: Die beiden Ausländer Petricevic (Torhüter) und Oeler, sind seit längerer Zeit im Mittelmass abgetaucht, Nationalspieler Bjelajac ein Schatten vergangener Saisons und für Captain Fröhli hat der Wasserball wohl nicht mehr oberste Priorität. Während bei den Konkurrenten aus Lugano und Kreuzlingen junge Spieler ins Team integriert sind, ohne dass sie von den erfahrenen Spielern im Stich gelassen werden, ist es bei Horgen genau umgekehrt: Die jungen Spieler müssen viel zu viel Verantwortung übernehmen, weil sich die erfahrenen Spieler bisweilen peinliche Auftritte leisten.

