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Darmstädter U14-Mädels in Bochum und Aachen

Darmstädter U14-Mädels in Bochum und Aachen

Darmstadt, 27. April 2026

Zwei Auswärtsspiele, zwei völlig unterschiedliche Dramaturgien – und doch ein gemeinsamer Nenner: Die U14-Wasserballerinnen aus Darmstadt präsentieren sich als Team, das wächst, reagiert und Verantwortung übernimmt.

In Bochum begann der vorletzte Spieltag bereits mit einer ersten Bewährungsprobe – lange vor dem ersten Anschwimmen. Verletzungsbedingte personelle Ausfälle, ein verzögerter Spielbeginn durch den Ausfall der Schiedsrichter – Improvisation war gefragt. Und sie kam. An der Seitenlinie und vor allem im Wasser.

Was folgte, war zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Die Darmstädter Mädels tasteten sich hinein, blieben stabil und hielten dagegen. Beim Stand von 6:6 zur Halbzeit war klar: Dieses Spiel würde nicht durch Zufall entschieden werden. Es brauchte Struktur, Klarheit – und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.

Genau das lieferte die Mannschaft nach der Pause. Die Defensive gewann an Zugriff, die Angriffe wurden präziser und zielstrebiger. Räume öffneten sich – und wurden genutzt. Mit zunehmender Spielzeit kippte die Partie spürbar zugunsten der Südhessinnen, die sich im dritten Viertel absetzten und im Schlussabschnitt die Kontrolle nicht mehr aus der Hand gaben. Ein 13:9-Erfolg, der weniger laut als vielmehr überraschend souverän daherkam.

Eine Woche später in Aachen dann ein völlig anderes Bild – und doch die gleiche Haltung. Erneut dezimiert, erneut gefordert. Doch diesmal von Beginn an dominant. Darmstadt setzte früh den Ton und spielte mit Tempo, Klarheit und bemerkenswerter Konsequenz im Abschluss.

Was besonders auffiel, war die Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzulassen. Positionswechsel, neue Konstellationen und viel Einsatzzeit für unerfahrene Spielerinnen – all das brachte nicht nur kleine Brüche ins Spiel, sondern vor allem wertvolle Entwicklungsmomente. Nicht jede Aktion gelang, nicht jede Entscheidung war perfekt. Doch sich dadurch nicht aus dem Spielkonzept bringen zu lassen, darin lag die Stärke dieses Auftritts.

Denn während Aachen um Lösungen rang, fand Darmstadt sie – immer wieder. Im Zusammenspiel, in der Defensive und im Umschaltmoment. Am Ende stand ein deutliches 20:2, das die Kräfteverhältnisse klar widerspiegelte, ohne die Lernprozesse auf beiden Seiten zu überdecken.

Diese beiden Spiele erzählen mehr als nur Ergebnisse. Sie erzählen von einem Team, das sich nicht über Perfektion definiert, sondern über Entwicklung. Über Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen, wenn Strukturen wegbrechen. Und über die Fähigkeit, auch unter wechselnden Bedingungen die eigene Linie zu halten.

Das Fundament des Teams bilden zwei starke Torfrauen sowie eine Abwehr, in der alle Feldspielerinnen flexibel und gegenseitig unterstützend verteidigen. Darauf aufbauend war das Team jederzeit in der Lage, wirksames Konterspiel sowie variable Angriffe mit schön herausgespielten Toren erfolgreich abzuschließen.

Es spielten im Tor: Lisa Eiserfey und Mia Paulsen.
Im Feld: Lisa Eiserfey (2), Katharina Bär, Tianna Zeigler (2), Noemi Kim, Maja Mehm, Liefke Baijens (4), Mascha Fryndak (10), Laura Treichel (1), Valerie Körber, Kristina Lystopad (1), Giulia Kaschub (9), Carlotta Montero Schulz, Marit Naumann (2), Mia Paulsen (2).

Die WVD-U14-Mädchen treten nach ihrem Einstieg in den Sport vor knapp drei Jahren als einziges hessisches Wasserball-Mädchenteam mangels Gegnerinnen in der Region gegen die stärksten U14-Mannschaften Deutschlands in der weiblichen U14-Wasserball-Liga Nordrhein-Westfalens an. Dabei schlagen sie sich bisher sehr achtbar.

Mit den beiden aktuellen Siegen gegen Bochum und Aachen konnten sie bereits sechs Siege aus elf Spielen in dieser starken Liga erzielen. Die Darmstädter Mädchen belegen damit derzeit als zweitstärkstes süddeutsches Team Rang drei hinter dem letztjährigen Deutschen Meister Esslingen und Duisburg. Siege gelangen gegen Aachen (2x), Düsseldorf (2x), Uerdingen und Bochum.

Wasserball in Darmstadt bleibt dabei ein offenes Projekt. Wer den Sport kennenlernen möchte, ist jederzeit eingeladen, Teil dieser Entwicklung zu werden – im Training, im Team und im Wettkampf.

Eine nächste Gelegenheit bietet sich bereits beim Pfingstturnier am 24. und 25. Mai. Dort wird sichtbar, was diesen Sport ausmacht: Dynamik, Teamgeist – und die besondere Intensität eines Spiels, das im Wasser seine ganz eigene Geschichte schreibt. Jeder ist willkommen, am Pfingstwochenende bei üblicherweise tollem Wetter, Musik und leckeren Verköstigungen Wasserball der Damen- und Herrenteams live im Darmstädter Nordbad zu erleben.

Autoren: Anja Eiserfey & Jürgen Andrae

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