Der Schweizer Sport erwacht aus dem Corona-Schlaf
Das Training durften Spitzensportler ab dem 8. Mai wieder aufnehmen, seit dem 6. Juni sind auch wieder Wettkämpfe erlaubt. Der Schweizer Sport erwacht langsam aus dem Tiefschlaf, in den ihn das Coronavirus versetzt hat. Eine Übersicht über die Wiederaufnahme von Wettkämpfen in den nächsten zehn Tagen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Amateurligen brachen ihre Saisons bereits Ende April ab, doch auf höchster Stufe sind die Fussballer die ersten, die wieder in den vollen Wettkampfmodus wechseln. Am Sonntag spielt der FC Basel im vorgezogenen Cup-Viertelfinal in Lausanne, weil er auch noch in der Europa League im Rennen ist. Am folgenden Wochenende geht es dann auch in der Super League und der Challenge League wieder los. Zumindest vorerst ohne Zuschauer und mit striktem Hygienekonzept.
Während es international am Donnerstag mit den "Impossible Games" in Oslo einen ersten Stadion-Wettkampf gab, bemühte sich der Verband Swiss Athletics, zumindest einen Teil der nationalen Meetings zu retten. Um die maximale zulässige Zahl von 300 Leuten im Stadion nicht zu überschreiten, bieten nun nicht alle Meetings die gleichen Disziplinen an. Den Start macht am Samstag Langenthal mit Sprints und technischen Disziplinen. Am Dienstag in Wetzikon stehen Läufe über 1000 m und 5000 m im Programm und am Samstag in einer Woche in Meilen gibt es weitere Disziplinen. Die Sportler müssen angeben, wen sie mitbringen. Je weniger Begleitpersonen dabei sind, desto mehr Athleten können starten. In den Wettkämpfen selber gibt es hingegen keine Einschränkungen. Swiss Athletics verzichtet auf seinen Anteil an den Nenngeldern und die Bewilligungsgebühr, um die Veranstalter zu entlasten.
Der internationale Betrieb von ATP, WTA und ITF ruht bis mindestens Ende Juli, am Montag soll es Informationen über das weitere Programm geben. Um den Schweizer Spitzenspielern die Chance auf ein wenig Einkommen und Spielpraxis zu ermöglichen, stellte der Verband Swiss Tennis eine N-Serie mit voraussichtlich sechs Turnieren mit je 15'000 Franken Preisgeld auf die Beine. Der Auftakt erfolgt nächste Woche von Mittwoch bis Freitag auf den Sandplätzen des nationalen Leistungszentrums in Biel - vorerst ohne Zuschauer. Die zweite Station ist in Neuenburg geplant.
Die oberste nationale Serie, die am Pfingstwochenende in Locarno hätte starten sollen, ist bis auf weiteres auf Eis gelegt. Solange die Bestimmung mit den Veranstaltungen mit maximal 300 Leuten in Kraft bleibt, ist der Start der Beach Tour kein Thema. Turniere ab der zweithöchsten Tour sind aber erlaubt. So finden an diesem Wochenende nationale Events der Kategorie A3 in Sursee (Samstag) und Basel (Sonntag) statt, eine Woche später in Buochs.
Am Sonntag wird der nationale Turnierbetrieb in Galgenen am Oberen Zürichsee mit der ersten Qualifikationsprüfung für die Schweizer Meisterschaften wieder aufgenommen. Zwei Wochen später geht es in Corcelles weiter.
Die internationalen Turniere in der Schweiz in diesem Sommer mussten abgesagt werden. Nächste Woche findet aber erstmals wieder ein Wettkampf der nationalen Swiss Pro Series in Neuenburg statt.
Am 24. Juni will der Bundesrat über weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen beraten. Bis dann sind die grösseren Anlässe nur ohne oder mit sehr wenigen Zuschauern möglich. Danach könnte es wieder anders aussehen. Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern sind aber noch bis Ende August verboten.
COPYRIGHT by Schweizerische Depeschenagentur AG (sda/ats), BernALL RIGHTS RESERVED WORLDWIDE - FOR PERSONAL USE ONLY

