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Showdown in der Handball-Bundesliga: Flensburg gegen die Rhein-Neckar Löwen

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Von Jan Kirschner

Flensburg. "Es fiebert in der Stadt", grinste Anders Eggert, als er nach der Freitagseinheit die Trainingshalle verließ. Damit meinte der Linksaußen weniger die frühsommerliche Witterung als die Anspannung und Erwartungshaltung, die derzeit an der Flensburger Förde herrscht. Mit einem Sieg am Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen würde sich die SG Flensburg-Handewitt an die Spitze der Handball-Bundesliga-Tabelle setzen und sich der zweiten deutschen Meisterschaft nach 2004 mit großen Schritten nähern.

Die Psycho-Spielereien für den großen Showdown haben begonnen. "Wenn wir die Titelverteidigung schaffen, wäre das eine noch größere Leistung als die Meisterschaft im letzten Jahr", meinte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen vor einigen Tagen. "Die Flensburger müssen Meister werden, wir können es." Sein Flensburger Kollege Ljubomir Vranjes konterte, als er mit dieser Aussage konfrontiert wurde: "Wir sind gerne Favorit, der Druck ist kein Problem", so der Schwede. "Wir wollen auch gewinnen, aber müssen tun wir nur essen, trinken und schlafen."

Die Statistik der vergangenen Duelle ist schon etwas kurios: In den letzten vier Jahren schlugen die Flensburger gleich vier Mal im Hamburger Final Four die Rhein-Neckar Löwen und gewannen wettbewerbsübergreifend auch alle der letzten vier Begegnungen, doch in der heimischen Arena hat sich ein kleiner Komplex aufgebaut. Die letzten drei Vergleiche gingen allesamt verloren. Für den letzten Heimsieg gegen die Süddeutschen müssen die Chronisten bis zum 20. März 2013 zurückblättern: Damals rang die SG den Kontrahenten mit 30:27 nieder. "Deutscher Meister wird nur die SG", sangen danach die Fans auf der Nordtribüne.

Ein ähnlicher Chor wäre bei einem Erfolgserlebnis wieder denkbar. "Wir spielen Zuhause, spielen schneller und sind die bessere Mannschaft", sieht Anders Eggert klare Vorteile. Der Linksaußen, der im Sommer ins dänische Sjkern wechselt, bestreitet sein letztes Spitzenspiel für Flensburg.

"Das wird auf dem Spielfeld keine Rolle spielen", sagt er. "Dann dreht sich alles um die überragende Aufgabe, dass wir es vier Spieltage vor Saisonende selbst in der Hand haben Meister zu werden." Personell können die Flensburger fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Holger Glandorf (Daumenbruch) muss zuschauen.

Die "Hölle Nord" ist mit 6300 Zuschauern seit Monaten restlos ausverkauft. "Wir hätten 15.000 Tickets verkaufen können", sagt Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke. "Die Euphorie in der Region ist riesig." Am Mittwoch strömten rund 70 Fans in die Duburgalle, um ihre Lieblinge nach Ende des Trainings zu überraschen und um für Sonntag die volle Rückendeckung zu versprechen. "Über die Stimmung am Sonntag mache ich mir überhaupt keine Gedanken", lächelte SG-Urgestein Jacob Heinl. "Die Halle wird explodieren - und das kann das Quäntchen sein, das den Ausschlag gibt."

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