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Ersatzgeschwächter TSB „vergisst“ das Abwehrspiel

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Alles versucht, am Ende aber fehlten die Kraft, der letzte Biss und das Quäntchen Glück – die Handballer des TSB Gmünd verloren am Sonntagnachmittag beim TSV Blaustein mit 32:35 und trugen so dazu bei, dass es beim Fest zum letzten Heimspiel der Gastgeber in der voll besetzten Lixsporthalle nur strahlende Gesichter gab. Trübsal blassen müssen die Gmünder allerdings nicht. Beim eigenen Saisonfinale am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Großsporthalle gegen den neben dem SV Kornwestheim als Aufsteiger in die 3. Liga feststehenden TSV Neuhausen/Fildern ist immer noch der 3. Tabellenplatz möglich; Voraussetzung ist allerdings ein TSB-Sieg und gleichzeitig ein (weiterer) Ausrutscher der SG H2Ku Herrenberg bei der um den Klassenerhalt kämpfenden SG Heidelsheim/Helmsheim.

„Ich werde mich bei meinem letzten Spiel für den TSB Gmünd nochmals richtig reinhängen“, versprach Max Häfner, der sich über den 23:21-Sieg seines künftigen Clubs TVB Stuttgart über den VfL Gummersbach besonders freute: „Die Chancen, dass ich nächste Saison in der 1. Bundesliga spielen darf, sind damit wieder gestiegen.“

„Wir haben vergessen, Abwehr zu spielen“, brachte Michael Hieber den Grund für die Auswärtsniederlage seiner Jungs in Blaustein auf den Punkt. „Dieser Kritik müssen sie sich stellen, wir werden über unser Defensivverhalten im Training auch einige Takte reden“, betonte der TSB-Trainer, der die Niederlage absolut richtig einordnet: „Ohne unseren verletzten Spielmacher Aaron Fröhlich, ohne unseren Abwehrchef Christian Waibel (Bronchitis) und mit einem grippegeschwächten Rückraumspieler Jonas Leinß fehlt uns einfach die Qualität, um eng umkämpfte Spiele noch drehen zu können.“ Dazu reichten auch die neun Treffer von Max Häfner und die jeweils fünf erfolgreichen Würfe von Philipp Schwenk und Wolfgang Bächle nicht aus.

Lautstark angetrieben von einem Publikum, das dankbar über den vorzeitig geschafften Klassenerhalt jede gelungene Aktion ihrer Lieblinge bejubelte, hatte der TSV den besseren Start. Nach dem 8:7 drehten die Gmünder aber auf und die Partie zum 8:10 um. Jetzt wechselte die Führung „vogelwild“: 13:12 - 13:14 und zur Halbzeit 17:15 für die Hausherren, die von den „Löchern“ in der TSB-Abwehr profitierten.

Bis zum 21:20-Zwischenstand hielten die Gmünder die Partie offen, dann brach ihre Abwehrkette auseinander. Über 24:21 zogen der TSV auf 29:24 weg – Michael Hieber nahm eine Auszeit und stellte auf offensive 1-5-Abwehr um. Mit Erfolg: Bis zur 56. Minute schloss der TSB durch Treffer von Max Häfner (2), Philipp Schwenk (2) und Sven Petersen zum 31:30 auf. Die Wende? Nein. Die Schiris stoppten den nächsten Gmünder Angriff wegen Zeitspiel und schenkten im Gegenzug dem TSV einen Siebenmeter: 32:30. Der TSB-Akku war leer, Michael Hieber gratulierte TSV-Coach Tim Graf zum verdienten Sieg.

So spielten sie:

TSV Blaustein: Konkel, Behr (4), Hellmann, Frey (6/1), Kiechle (2), Christoph Spiß (1), Glück (2), Steffen Spiß (3), Meiners (7), Rosenkranz, Werner (6), Staiger, Rapp (3/1), Henze (1).
TSB Gmünd: Sebastian Fabian, Wolfgang Bächle (5), Patrick Schamberger, Jan Häfner (1), Sebastian Göth, Lukas Waldenmaier (1), Philipp Schwenk (5), Felix Häfner (3), Sven Petersen (3), Max Häfner (9/2), Jonas Leinß (1), Jonas Waldenmaier (4).
Schiedsrichter: Felix Gorenflo, Frank Mangold (SVH TuS Gutach)

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© Gmünder Tagespost 01.05.2017 17:17

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