FU16E: Arbeitssieg gegen Leimental
Leimental hiess der Gegner der U16 am letzten Sonntag. Alles andere als die zwei budgetierten Punkte wäre eine bittere Enttäuschung gewesen. Wir waren gewarnt, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn bei Wasserschloss setzte es bei ähnlicher Konstellation (zwei Stammspielerinnen fehlten damals wie auch am Sonntag) in den Schlussminuten eine bitterböse Niederlage ab, obwohl wir die klaren Favoritinnen waren.
Eins vorneweg: Das Debakel von Wasserschloss wiederholte sich nicht, dazu waren die Leimentalerinnen lange zu harmlos. Nach 6 Minuten führten wir scheinbar sicher mit 5:2, doch ehe wir uns versahen, war der schöne Vorsprung weg und die Gäste lagen nach 12 Minuten mit 7:8 vorne. Innert nur gut 4 Minuten (die Matchuhr lief von 13:13 Min. bis 17:19) richteten wir die Schieflage mit einem monumentalen Energieanfall und 8 Toren im Halbminutentakt zum 15:10. Wir zeigten uns in diesen 4 Minuten als ziemlich unbarmherzige, ja unanständige Gastgeber, indem wir klar und unmissverständlich zeigten, wer hier Chef auf dem Platz ist. Die Leimentalerinnen erholten sich nicht mehr von diesem Schrecken.
Doch nach diesem Ausrufezeichen zeigten wir uns wieder von der freundlichen Seite und wir erwiesen uns als galante Gastgeberinnen, denn wir luden die Baselbieterinnen in der Folge höflich zum munteren Toreschiessen ein. Der Vorsprung geriet zwar nie wieder in ernsthafte Gefahr und wurde bis zur 40. Minute sogar auf 12 Tore zum 29:17 ausgebaut. Dann aber stellten wir, im Gefühl des sicheren Sieges, den Handballbetrieb mehrheitlich ein und überliessen Leimental die Schlussphase. Sie nahmen unsere Offerte dankend an und ergriffen nun das Spieldiktat. Mit 7:13 und Gegentoren beinahe im Minutentakt ging die Schlussphase klar an die Gäste, denn unsere Verteidigung operierte nun auffallend lasch und wenig zugriffig.
Die erste Halbzeit mit 21:15 und die dritte Viertelstunde des Spiels mit 8:2 waren ganz passabel, die letzten Minuten hingegen waren zum Vergessen. Es war schliesslich ein glanzloser Arbeitssieg mit Höhen und Tiefen. Vier geniale Minuten reichen in der Finalrunde dann definitiv nicht mehr aus, um einen Gegner auf die Verliererstrasse zu zwingen.

