hr2_17_01_14_matchbericht
Athletic 57 - HC Turbenthal 2 20:27 (9:17)
"Es wird immer Sieger und Verlierer geben, aber müssen es immer dieselben sein?."
(Gerhard Uhlenbruck; *1929, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker)
Das Aufgebot zum Spiel wurde mit dem Hinweis, dass es gegen unseren Lieblingsgegner geht, erlassen. Über viele Jahre resultierte immer ein Sieg (auch wenn es der Schreibende nicht immer checkte) oder mindestens, wie in der Vorrunde, ein Remis. Wohl weislich stand hinter dem Lieblingsgegner ein „?!“, denn Turbenthal stand auf dem zweiten Tabellenrang.
Im Training hatten wir uns mit einer hochkomplexen Übung auf das Spiel vorbereitet, welche rund 6 verschiedene Spielzüge vereinte und geschätzte 30 Interaktionen umfasste, um mit einem veritablen Angriffswirbel, den Gegner an die Wand zu spielen (Entschuldigung für den Monstersatz, der auch so der Schönheit und Raffinesse der Übung nur bedingt gerecht wird). Die (eigenen) Zuschauer attestierten uns denn auch, ein gefälliges Spiel aufgezogen und das Mittelfeld eindeutig dominiert zu haben...
Doch weg von den schöngeistigen Überlegungen hin zur harten Realität: Nach knapp 10 Minuten stand es 2:8, welches zwischenzeitlich zu einem 5:8 aufgebessert wurde. Das Halbzeitresultat 9:17, dann wieder deutlich. Ganz besonders zu Beginn der Partie lag das Problem in der Verteidigung. Nicht nur, dass Gegenstösse verwertet wurden, auch wenn wir eigentlich bereitstanden (eben „standen“) brauchte es nur ein Querlaufen oder eine Täuschung und wir standen im Schilf.
Eine Mannschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Charakter zeigt und sich gegen ein komplettes Fiasko wehrt. Die zweite Halbzeit ging knapp zu unseren Gunsten (11:10) aus. Der Gegner half auch mit, indem er 100%-tige nicht verwertete und nicht immer die besten 6 auf dem Platz hatte.
Ein knapperes Resultat unsererseits wäre möglich gewesen: Chancen nutzen, alle 7-Meter ins Tor und in der Verteidigung den Start nicht verschlafen.
Urs Füglistaler zum Spiel vom 14. Januar 2017
PS: In Turbenthal spielten wir unser Heimspiel. In Winterthur standen am offiziellen Spieltermin keine Hallen zur Verfügung. Danke dem HCT für das Gastrecht.
Gescheitert:
Zuschauer und Spieler:
Was ist angesagt?:

