TSB: Schlüsselspiel um Platz zwei
Der TSB Gmünd empfängt am Sonntag um 17.30 Uhr die SG H2Ku Herrenberg. Es ist ein Schlüsselspiel im Kampf um Platz zwei. Die Zuschauer in der Großsporthalle erwartet ein Leckerbissen, an dessen Ende die Gastgeber endgültig zum Angriff blasen möchten.
Die Tabellensituation ist beinahe schon selbsterklärend: Der TSB ist Vierter und kann sich mit einem Sieg über den Dritten einen Platz nach vorne schieben – und so noch tiefer ins Aufstiegsrennen eintauchen, in dem Platz zwei zum direkten Aufstieg in die 3. Liga berechtigt.
Trainer Michael Hieber ist sich sicher, dass seine Mannschaft bereit ist für die schwierige Aufgabe. „Wir gehen mit einer Serie von 7:1 Punkten in diese Begegnung“, sagt Hieber. „Und auch das Remis am vergangenen Wochenende haben wir als positive Erfahrung abgehakt.“
Hieber macht keinen Hehl daraus, dass ihm klar ist, „dass jeder nicht geholte Punkt weh tut, wenn man wirklich an mehr denkt“. Doch wenn man – wie in Söflingen geschehen – einen Acht-Tore-Rückstand noch aufholt und am Ende einen Punkt mitnimmt, „dann ist das doch eher ein Punktgewinn, kein Punktverlust“.
Sein Team habe dabei wieder einmal bewiesen, wie gut die Moral sei – und auch, dass man bereit sei, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Der Trainer hofft, dass die schwache erste Halbzeit auch ein Warnschuss war. „Irgendwie wirkten wir verkrampft, aber das wird sich nicht wiederholen.“
Erst recht nicht am kommenden Sonntag. „Warum sollten wir da verkrampfen? Das ist ein Heimspiel, das Selbstbewusstsein ist da. Nein, darüber mache ich mir keine Sorgen.“
Dennoch ist der Respekt vor den Gästen groß. Schließlich kommt der Dritte, der im Hinspiel den TSB in die Knie zwang – und zudem mit einem großen Namen eines Traditionsklubs mit einer Vergangenheit in der 2. Bundesliga anreist. Hieber geht davon aus, dass „am Ende wie so oft Kleinigkeiten entscheiden werden, wer das Spiel gewinnt“. Aber über diesen Kleinigkeiten steht für ihn die Frage, wie sein Team physisch in die Partie geht. „Die Frage ist nicht, ob wir konditionell mithalten können. Das können wir. Aber entscheidend wird sein dagegenzuhalten, körperlich da zu sein. Im Hinspiel ist uns das nicht gelungen, da haben wir ab der 40. Minuten in der Rückwärtsbewegung keinen Zugriff mehr bekommen – und verloren.“
Der TSB-Coach geht davon aus, dass die SG H2Ku Gleiches erneut versuchen wird. „Es würde mich überraschen, wenn sie nicht wieder unseren Doppel-Wechsel im Umschaltspiel attackieren“, sagt er. „Doch wir sind darauf vorbereitet.“
Nervenspiel zu erwarten
Hiebers Team wird zudem auch in der Offensive eine Top-Leistung benötigen, um die vermutlich enge Partie für sich entscheiden zu können. Da könnte erneut der lange Atem ins Spiel kommen – erst recht, falls die Schlussphase knapp und hitzig werden sollte. „Wenn es ein Nervenspiel wird, werden wir das annehmen“, sagt Hieber. „Wir haben mehrfach bewiesen, dass wir auch dann die Ruhe bewahren.“
Personell kann Hieber aus dem Vollen schöpfen – von Sven Petersen abgesehen. Auch Max Häfner, der Probleme mit dem Sprunggelenk hatte, nachdem er in Söflingen auf dem Ball gelandet war, sollte keine Probleme haben. Personelle Experimente wird der Trainer daher nicht eingehen müssen, er wird seine eingespielte Mannschaft ins Rennen schicken. Und die wird der TSB auch benötigen. Denn nun wird es so richtig ernst.
TSB: Fabian, Juhnke – Bächle, Waibel, Fröhlich, L. Waldenmaier, Schwenk, F. Häfner, J. Häfner, M. Häfner, Leinss, J. Waldenmaier, Göth, Schamberger

