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TSB setzt zum Sprung in die 3. Liga an!

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Knapp 1000 Zuschauer standen am Sonntag in der Gmünder Großporthalle nur noch auf dem Kopf und bejubelten überschwänglich einen grandiosen 31:23-Sieg des TSB Gmünd im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen die SG H2Ku Herrenberg. Es war die beste Saisonleistung der Jungs des Trainergespanns Michael und Andreas Hieber – taktisch, kämpferisch und spielerisch einfach überragend, absolut drittligareif.

„Jetzt greifen wir an, wir wollen aufsteigen“, sagte nach dem Schlusspfiff Co-Trainer Andreas Hieber selbstbewusst. Und sein Bruder Michael strahlte Zuversicht übers ganze Gesicht aus: „Wenn der Trainer des Tabellendritten mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden ist, und wir gewinnen mit acht Toren Unterschied – dann sagt das doch alles darüber aus, was wir heute aufs Parkett gezaubert haben!“ Der 3. Liga sind die Gmünder seit Sonntag einen Schritt näher, denn eine Niederlage hätte das Aus im Aufstiegsrennen bedeutet.

Jetzt aber steht der TSB auf Platz 3 vor der SG Herrenberg, die er auch bei Punktgleichheit am Saisonende hinter sich lassen würde, weil die Gmünder im Direktvergleich nun vorne liegen. Jetzt hoffen die Gmünder, dass Neuhausen/Fils noch mindestens einen Zähler verliert, damit es am letzten Spieltag (7. Mai) in Schwäbisch Gmünd zum Showdown kommen kann.

Nach dem deutlichen Kantersieg des TSB sah es in der ersten Halbzeit lange nicht aus. Zwar führten die Hausherren mit 2:0, danach wirbelten die Gäste aber kräftig auf. Fuß, Maas und Rau machten Druck, die SG zog auf 3:5 davon und drehte auch die Gmünder 7:6-Führung auf 7:9 um. Die erste Halbzeit stand ganz im Zeichen zweier großartiger Torhüter stand. Herrenbergs Tobias Barthold schien mit stoischer Ruhe die Schüsse der Gmünder förmlich anzuziehen, parierte sogar zwei Siebenmeter von Aaron Fröhlich und Max Häfner, aber auch TSB-Schlussmann Sebastian Fabian hielt seine Mannschaft mit einer Fülle von Glanzparaden im Spiel.

Was bei dem knappen und wechselvollen Spielstand kaum auffiel: Der TSB war schon in der ersten Habzeit taktisch klug eingestellt, Coach Michael Hieber verzichtete bewusst auf den sonst üblichen Doppelwechsel Waibel und Lukas Waldenmaier für Fröhlich und Jonas Waldenmaier in Abwehr/Angriff und hatte auf alle taktischen Kniffe seines Kollegen Nico Kiener eine Antwort.

Das zeigte sich besonders in der zweiten Halbzeit. „Wir haben nicht viel umgestellt, dafür unser variables Tempospiel forciert“, erklärte Michael Hieber, „und wir wussten, dass Herrenberg konditionell irgendwann einbricht.“ Das geschah in zwei Phasen: Schnell zog der TSB mit einem überragenden Sebastian Fabian im Tor, der selbst sogar zweimal mit Distanzschüssen ins Schwarze traf, auf 16:12 und 18:14 davon. Als die verzweifelt kämpfenden Herrenberger bis zur 42. Minute nochmals auf 19:17 herankamen, machten die Gmünder eiskalt den Sack zu.

„Im Vorspiel führten wir nach 40 Minuten auch und gaben dann die Partei aus der Hand, den Fehler machten wir diesmal nicht mehr“, freute sich Michael Hieber über die „wahnsinnige Fortentwicklung meiner Jungs.“ Der TSB erhöhte nochmals die Schlagzahl – im Angriff liefen Philipp Schwenk, Wolfgang Bächle und Jonas Waldenmaier zur Superform auf, Fröhlich und Max Häfner ließen sich auch durch giftige Attacken nicht entmutigen und die TSB-Abwehr stand komplett wie eine unüberwindliche Wand. Lukas Waldenmaier und Sebastian Fabian verdienen es dennoch, besonders herausgehoben zu werden. Aus dem 19:17 machten die Gmünder ein 23:17, da war nach 50 Minuten „der Fisch geputzt“. Der Rest war „Handball total“, auch Patrick Schamberger und Sebastian Göth, der in der Schlusssekunde einen Siebenmeter versenkte, bekamen noch Einsatzzeiten.

TSB Schwäbisch Gmünd: Sebastian Fabian (2), Wolfgang Bächle (5/1), Patrick Schamberger, Jan Häfner, Sebastian Göth (1/1), Christian Waibel, Aaron Fröhlich (6), Lukas Waldenmaier, Philipp Schwenk (5), Felix Häfner, Max Häfner (6), Jonas Leinß (2)Jonas Waldenmaier (4).
SG H2Ku Herrenberg: Barthold, Fuß (6/1), Rau (4), Seeger (2), Jannis, Bahmann, Marques, Scheurle (3), Marquardt (1), Schneck, Zürn, Fischer, Maas (7).
Schiedsrichter: Magnus Enßle/Holger Krieg (Mögglingen).

© Gmünder Tagespost 19.03.2017 22:38 (Hofele)

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