Handball
News melden
Nachrichten

Sonntagsspiel in Erlangen: Akkus der Rhein-Neckar Löwen sind wieder voll

0

Von Daniel Hund

Heidelberg. Für einen Handballer, der bei einem Bundesliga-Spitzenteam in Lohn und Brot steht, ist das Leben kein Zuckerschlecken. Klar ist es ein Traumjob, aber eben auch ein stressiger. Liga, Champions League, DHB-Pokal. Das Pensum ist mörderisch. Alle drei Tage wird gespielt, manchmal auch alle zwei. Sonntags in Ungarn, dienstags in Flensburg - die Rhein-Neckar Löwen kennen das. Doch es geht auch anders. So wie zurzeit zum Beispiel. "Da hast du in zwei Wochen mal nur ein Spiel, das ist schon ungewöhnlich", sagt Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen und beginnt zu lachen, "aber ganz ehrlich, das ist mal richtig schön." Denn gerade im Profi-Handball gilt: die Mischung macht’s. Ein gesunder Mix aus Erholung und Belastung.

Dass dies momentan möglich ist, hängt natürlich auch mit dem Scheitern in der Champions League zusammen. Und das bedauert Jacobsen natürlich sehr: "Es ist doch klar, dass wir noch gerne in der Königsklasse dabei wären, aber so ist es jetzt nun mal."

Ein Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga versöhnt jedoch recht schnell. Als Spitzenreiter stehen die Löwen da. Einen Punkt vor der SG Flensburg-Handewitt, vier vor Kiel, das allerdings schon ein Spiel mehr absolviert hat. Und aus der Meisterspur wollen sich die Gelben nun nicht mehr drängen lassen. Am Sonntag ab 15 Uhr soll deshalb gegen Erlangen der nächste Sieg her. Erlangen? Da war doch was?! Ja, da war in dieser Saison sogar schon zweimal was. Im Pokal schossen sich die Badener auswärts zu einem mühelosen 29:23, ehe im Hinspiel in der SAP Arena ein Kraftakt nötig war: Mit 29:27 zitterten sich Andy Schmid und Co. über die Ziellinie.

Diesmal soll es nun anders laufen. Leichter. Souveräner. Die Akkus werden jedenfalls voll sein.Nikolaj Jacobsen hat die Trainingsintensität unter der Woche geschickt verteilt. Mal ging’s in den Kraftraum, mal auf die Tartanbahn, mal aufs Handball-Feld. Der Donnerstag war komplett frei. "Ich hoffe, dass man das dann auch am Sonntag in Erlangen sehen wird. Wir wollen dort den nächsten Sieg einfahren." Erklärt der Däne.

Personell kann er dann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Keeper Andreas Palicka sind alle Mann an Bord. Ob Filip Taleski, 21, am Sonntag wieder seine Einsatz-Minuten bekommen wird, bleibt abzuwarten. Zuletzt konnte der Mazedonier das Vertrauen nicht rechtfertigen. Das Rückraum-Talent wirkte übermotiviert, packte die Brechstange aus. Die Folge: Im Abschluss fehlte die Präzision. Jacobsen hat’s gesehen. Es beunruhigt ihn aber nicht. Im Gegenteil: "Filip ist noch sehr jung, er spricht die Sprache nicht und kennt die Spielzüge noch nicht zu hundert Prozent. Wir müssen ihm Zeit geben, dann werden wir noch viel Freude an ihm haben."

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

SV Lokomotive Rangsdorf e. V.
Wünsdorfer Wölfe
TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck
Handball-Verband Sachsen-Anhalt e. V.

Andere Sportarten

Sponsored