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Handball: MT Melsungen reagiert auf Wechselwunsch von Golla

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Johannes Golla will seinen Heimatverein MT Melsungen nach nur wenigen Monaten schon wieder verlassen. Der Klub reagiert nun mit einem Statement. Die MT Melsungen hat sich am Montag erneut zum Wechselwunsch von Handball-Nationalspieler Johannes Golla geäußert. Vereinsvorstand Andreas Mohr und Sportchef Jesper Larsson erklärten in einem gemeinsamen Statement, der Klub sei grundsätzlich gesprächsbereit, pochte aber zugleich auf Vertragstreue. Nach Angaben des Vereins läuft Gollas Vertrag bis 2031. Zuletzt drückte der Nationalspieler seinen deutlichen Wechselwunsch zurück zur SG Flensburg-Handewitt aus. In einer Instagram-Story schrieb er, es erscheine ihm unmöglich, seinen Vertrag zu erfüllen. Als Grund nannte er eine ernsthafte Gefährdung seiner mentalen Gesundheit. Er möchte zu seinem vorherigen Verein in den Norden zurückkehren. Schwierige Situation für den Bundesligisten Mohr und Larsson führten aus, die Gründe für Gollas Wechselwunsch seien "ausschließlich familiär begründet" und die Ursache für die von ihm erwähnte mentale Belastung liege "auch nur in diesem Bereich". Zudem betonten sie: "Uns gegenüber hat er auch immer wieder und auch jüngst bestätigt, dass die MT mit dieser Situation nichts zu tun hat." Gleichzeitig machten beide deutlich, dass der Wunsch den Klub treffe und Folgen für die Planungen habe. "Der Wechselwunsch von Johannes Golla hat Auswirkungen auf unsere langfristige Planung in allen Bereichen", hieß es. Die MT müsse mit der Situation umgehen und dabei "auch die Interessen der MT wahren und schützen". Zentral sei für den Verein, "dass Verträge grundsätzlich auch gelebt und erfüllt werden müssen". Dennoch gelte: "Wir respektieren den Wunsch von Johannes Golla und seiner Familie grundsätzlich und sind […] auch gesprächsbereit, das Thema einem Ergebnis zuzuführen – aber eben nicht als Selbstläufer oder als Selbstverständlichkeit." Ein teures Unterfangen In Gollas Vertrag soll eine Ausstiegsklausel stehen, die übereinstimmenden Berichten zufolge erst 2029 greift. Dann wäre demnach mindestens eine Ablöse von 350.000 Euro fällig. Für einen Wechsel im Sommer 2027 fordere Melsungen laut "Bild" mindestens 1,5 Millionen Euro. Sportchef Larsson bestätigte zudem, dass es bereits Gespräche mit Flensburg gegeben habe. Golla war erst im Sommer 2026 nach acht Jahren in Flensburg nach Melsungen gewechselt. Zuvor hatte er schon einmal bei den Hessen gespielt.

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