SV Remshalden liefert sich Torfestival – bittere Niederlage nach spätem Führungseinbruch
In einem hochklassigen und extrem torreichen Handballspiel musste sich die SV Remshalden der HSG Böblingen/Sindelfingen am Ende knapp mit 36:37 geschlagen geben. Über weite Strecken der Partie bestimmten Tempo, Offensivstärke und ein offener Schlagabtausch das Geschehen, wobei die Gastgeber lange Zeit die Nase vorn hatten.
Die SV Remshalden erwischte einen starken Start und ging früh in Führung. In der Anfangsphase entwickelte sich ein intensives Hin und Her, bei dem Remshalden meist vorlegte und die Gäste umgehend ausglichen. Jakob Eisenbraun und Dominik Rauch prägten das Offensivspiel der SVR und sorgten dafür, dass die Hausherren zunächst leichte Vorteile hatten.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb das Spiel offen, ehe die HSG Böblingen/Sindelfingen gegen Mitte des Durchgangs erstmals kurzzeitig in Führung ging. Remshalden zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, konterte entschlossen und erspielte sich bis zur Pause erneut einen Vorsprung. Mit einer 18:16‑Führung für die SV Remshalden ging es in die Halbzeitpause, Ausdruck eines engagierten und zielstrebigen Auftritts der Gastgeber.
Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte Remshalden zunächst an die starke Leistung an. Die Mannschaft hielt das Tempo hoch und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich auf drei Tore ausbauen. Variabilität im Angriff und konsequente Abschlüsse sorgten dafür, dass die SVR über weite Strecken die Kontrolle behielt. Doch die HSG blieb hartnäckig und nutzte jede Nachlässigkeit konsequent aus.
In der Schlussphase zeigte sich dann das entscheidende Momentum des Spiels. Remshalden ging mit einer Führung in die letzten Minuten, konnte diese jedoch nicht ins Ziel bringen. Die Gäste steigerten sich defensiv, kamen Tor um Tor heran und übernahmen in den letzten Spielminuten die Führung. Während die HSG Böblingen/Sindelfingen ihre Chancen eiskalt nutzte, gelang es der SV Remshalden trotz großem Einsatz nicht mehr, den Rückstand zu drehen.
So stand am Ende eine bittere und denkbar knappe Niederlage für die SV Remshalden, die sich für eine starke Offensivleistung und großen Kampfgeist nicht belohnen konnte. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses macht die gezeigte Leistung Mut: Moral, Tempo und Spielfreude stimmen optimistisch für die kommenden Aufgaben.
SV Remshalden: Jakob Eisenbraun (10), Felix Kästle (5), Nick-Henri Palmer (5), Dominik Rauch (5), Fabian Schindlbeck (3), Paul Winger (3), Niklas Pesch (2), Benedikt Rosner (1), Anton Rothwein (1), Nikolai Zeitler (1), Marc-Aurel Baldauf, Samuel Gschwind, Kevin Hsu, Matti Thülly
Offizielle: Armin Beller, Sophie Beuttler, Alexander Fellmeth, Marion Radonic

