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Erste Saison-Heim-Pleite

Hanau überrollt

den Tabellenführer

Verdienter Sieg der Spandau-Jungs – Zwei HGS-Serien beendet

 

Saarlouis. Es gibt diese Tage – da läuft alles gegen einen. Da läuft nix zusammen. Da enden Serien, da häufen sich Fehler und Fehlwürfe und der Gegner wird von Minute zu Minute stärker. Saarlouis hat seine „Prüfung“ gegen die HSG Hanau nicht bestanden, hat die erste Saison-Heimniederlage kassiert und nach 14 Siegen hintereinander wieder mal den Geschmack der Niederlage gekostet. Hanau hat verdient 37:28 (16:19) gewonnen und sich im siebten Sieg in Folge auch gegen den Spitzenreiter in der Stadtgartenhalle stark präsentiert.

 

Axel Spandau, der Cheftrainer der Hessen, war am Ende sichtbar stolz auf die Leistung seiner Jungs und darauf, daß sein Plan aufgegangen war. Für ihn war der Schlüssel für diesen Sieg, daß die HSG die offensive 3-2-1 Deckung der Saarländer „optimal bespielt“ habe. Jörg Lützelberger sah die Ursachen für den schwachen Auftritt seiner Mannschaft einerseits in den Köpfen seiner Spieler zum anderen in einem wirklich starken Gegner. Wenn man über Monate nur gewinnt und alle rundum nur noch von der Aufstiegsrunde und „dem überragenden Spitzenreiter“ reden, dann mache das etwas mit den Spielern. Hanau sei deshalb auch präsenter, williger und physischer gewesen und habe sich die Anerkennung verdient. Man werde, so der Cheftrainer der Saarländer, ab Montag daran arbeiten, diese Pleite aus dem Körper und aus den Köpfen zu kriegen.

 

Die 1340 Zuschauer in der Stadtgartenhalle merkten früh, daß sich ihre Mannschaft an diesem Samstagabend nicht so präsentierte, wie zuletzt. Zu zähflüssig verlief die Anfangphase, zumindest aber noch ausgeglichen (5:5, 9.). Schon da tat sich die Defensive der Gastgeber sichtlich schwer. Hanaus Rückraum-Kanonier Cedric Schiefer – am Ende zehnfacher Torschütze – traf problemlos und egal, wer bei den Gastgebern im Kasten stand, hatte gegen diese Schüsse kein Mittel. Ob Fiedler, Schlingmann oder Zecher (alle drei kamen zum Einsatz) konnten der löchrigen Abwehr vor ihnen kaum Stabilität verleihen oder gar Impulse für eine Wende im Spiel geben.

 

Ab der 10. Minute übernahm der Hessen-Express dann das Kommando in der Halle und nach 15 Minuten beim 7:10 nahm Lützelberger schon seine erste Auszeit. Doch besser wurde es für die Gastgeber nicht. Der Vorsprung der Hessen wuchs auf 8:13 (19.) an und bis zum Pausenpfiff konnte Saarlouis lediglich ein wenig Ergebnis-Kosmetik betreiben.

 

Aufgegeben hatten die Fans ihre Jungs aber nicht. Die mühten sich zu Beginn der 2. Hälfte auf 19:21 (33.) und 20:22 (35.) heran, zu mehr reichte es aber nicht. Eine Saarlouiser Auszeit und 7 Minuten weiter hatten die Gäste die Partie beim 20:27 (44.) zu ihren Gunsten entschieden. Saarlouis fand weder Wege noch Mittel, um die Gäste wirklich aufzuhalten Denen gelang alles, während bei der HGS immer weniger zusammenlief. So blieb es bis zum Schlusspfiff deutlich.

 

Vielleicht war diese Pleite am Ende aber durchaus nützlich für das Team und allen ist verdeutlicht worden, von alleine geht es nicht. Zum Erreichen der Ziele ist in den noch anstehenden fünf Saisonspielen Fokus, Konzentration und die Besinnung auf die eigene Stärke gefordert. Und erst dann sollte man sich über die Aufstiegsrunde Gedanken machen. Bis dahin heißt es: Tabellenführung verteidigen, von Spiel zu Spiel denken und eine neue, kleine Serie auflegen.

 

Statistik HGS: Fiedler 8 Paraden, Schlingmann 2 Paraden, Zecher 4 Paraden, Bjerneld 8, Kunkel 4/2, Eberlein 3, Reitz 3, Becker 2, Durmishi 2, Paetow 2, Weißgerber 1/1, Petschick 1, Geis 1, Österhall 1

 

Statistik HSG: Müller 12 Paraden, Khan 3 x 7m, Schiefer 10, Rivic 6, Bergold 4/2, Kleemann 4/2, Hein 3, Schröder 3, Winkler 3, Fulda 2, Gerst 1, Böhm 1

 

Siebenmeter: HGS 3/6, HSG 4/4

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 4, HSG 6

 

Zuschauer: 1340

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