Traumstart in die EHL-Hauptrunde mit zwei Big Points
Für erhöhten Blutdruck dürfte der Auftritt bei vielen Fans gesorgt haben – am Ende aber aus äusserst freudigem Anlass. Die mitgereisten orangen Anhänger konnten mit ihrer Mannschaft zwei hart erkämpfte Punkte beim dänischen Topteam Frederica feiern. Überhaupt war es ein turbulenter, alles andere als einfacher oder «normaler» Ausflug nach Dänemark. Schon die Anreise am Montag gestaltete sich für die Kadetten aufgrund einiger Verspätungen der Flugzeuge als kompliziert und langwierig. Im hohen Norden angekommen, starteten sie allerdings hochkonzentriert in die wichtige Auftaktpartie. Während draussen starkes Schneetreiben die Sorgenfalten für den Rückflug am Mittwoch wachsen liess, zeigte sich die Equipe von alledem unbeeindruckt.
Starke Defensive
Mit einer starken Defensive stellten die Orangen die Gastgeber vor grosse Probleme. Juan Castro Alvarez liess seine Farben nach knapp zwölf Minuten über eine 8:4-Führung jubeln. Früh stellten die Dänen, die kaum einen Weg durch den kompakten Abwehrriegel der Kadetten fanden, auf den siebten Feldspieler um. Clever nahmen die Gäste aus der Schweiz ihrem Gegner ihre gefährlichste Waffe: das Tempospiel. Durch sehr geduldige Angriffe erspielten sie sich klare Torchancen und produzierten dabei sehr wenige Ballverluste, die zum erweiterten Gegenstoss führten. «Wir wussten», sagte Trainer Hrvoje Horvat, «dass wir dieses Tempospiel in den Griff bekommen müssen.» Der bestens aufgelegte Kadetten-Captain Luka Maros besorgte mit einem seiner neun Tore eine vermeintlich komfortabel anmutende 15:12-Pausenführung.
«Wir können sehr stolz auf diese zwei grossen Punkte sein»
Doch die Dänen kamen mit neuem Schwung und entschlossen aus der Kabine. Kurz wackelten die Kadetten, liefen Fredericia mit Ballverlusten und überhasteten Abschlüssen in die Falle – und die Spitzenmannschaft, die letzte Saison in der Champions League aktiv war, griff sofort zu. Mit einem 5:0-Lauf drehten sie den Match zum 17:15. Sofort beruhigte Horvat sein Team in der Auszeit und fand die richtigen Worte. «Fredericia hat hier in einen höheren Gang gestellt», so Horvat. «Aber wir konnten eine gute Deckung stellen und die Torhüter waren da, als wir sie gebraucht haben. Diese schwierige Phase haben wir überstanden, weil wir ruhig geblieben sind.» Fortan zogen die Kadetten ihr Angriffsspiel wieder ruhig und bedacht auf – und schlugen dann eiskalt zu. Nach knapp 41 Minuten glich Patrik Martinovic wieder zum 20:20 aus, Ariel Pietrasik besorgte direkt im Anschluss die neuerliche Führung. Mit ihrer aggressiven Deckung provozierten sie trotz des siebten Feldspielers den einen oder anderen technischen Fehler beim Gegner. In der Folge gewannen die Kadetten immer mehr Kontrolle über das Spiel – und zauberten. Odinn Thor Rikhardsson vollendete auf Zuspiel von Maros einen herrlichen Kempa-Trick zum 24:21 (47.). Die Schlussphase spielten die Kadetten routiniert zu Ende. Spätestens beim 31:27 durch Rikhardsson war die Vorentscheidung gefallen. Frederica konnte aus einem 28:32 nur noch auf 30:32 stellen. Dann jubelten die Orangen zum Schluss einer denkwürdigen Europacupnacht. Horvat: «Ein Lob an die Mannschaft. Wir haben an den Sieg geglaubt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir können sehr stolz auf diese zwei grossen Punkte sein.»
Am kommenden Dienstag kommt Hannover-Burgdorf
Jetzt ist alles angerichtet für das grosse Highlight in der BBC Arena. Am 24. Februar (18.45 Uhr) kommt Hannover-Burgdorf mit seinen Vize-Europameistern Justus Fischer und Renārs Uščins nach Schaffhausen. Tickets sind noch im Online-Ticketshop erhältlich. Alles deutet auf eine rappelvolle Arena und grosse Orange Wand hin.
«Ein Lob an die Mannschaft. Wir haben an den Sieg geglaubt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir können sehr stolz auf diese zwei grossen Punkte sein.»
Kadetten Schaffhausen
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