Handball-Bundesliga: Johansson trifft in letzter Sekunde – Kiel schlägt die Löwen
Vom 0:4-Schock zum Jubel: Kiel setzt auf den siebten Feldspieler und dreht das Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen dramatisch. Champions-League-Platz bleibt in Sichtweite.
Handball-Rekordmeister THW Kiel kämpft weiter um einen Platz in der Champions League. Im ersten Spiel nach der EM-Pause gewannen die Norddeutschen nach einer starken zweiten Halbzeit und einem letzten Wurf von Eric Johansson 28:27 (12:15) bei den Rhein-Neckar Löwen. Mit jeweils sieben Toren waren Johansson und Lukas Zerbe vor 11.248 Zuschauern die besten Kieler Werfer. Für die Löwen erzielte Tim Nothdurft ebenfalls sieben Treffer.
Die Mannheimer starteten blendend. Jannik Kohlbacher überwand nach einem Pass von Schlussmann David Späth seinen Nationalmannschaftskollegen Andreas Wolff im Kieler Tor per Tempogegenstoß zum 3:0 (5. Minute). Sekunden später erhöhte Edvin Aspenbäck auf 4:0 für die Löwen und zwang THW-Coach Filip Jicha zu einer ersten Auszeit. Nach dem 12:8 für die Gastgeber (23.) räumte Wolff seinen Platz zwischen den Pfosten für den Spanier Gonzalo Perez de Vargas.
Zweite Halbzeit gehört dem THW
Nach dem Seitenwechsel wurde der THW stärker, verkürzte durch Zerbe auf 16:17 (39.). Mit einem 5:0-Lauf zum 23:22 (50.) ging Kiel, das viel auf den siebten Feldspieler setze, dann erstmals in Führung. 18 Sekunden vor dem Ende der Partie gaben die Schiedsrichter nach dem Betrachten der Videobilder Siebenmeter für die Gastgeber. Nothdurft verwandelte zum 27:27, doch Johansson konterte zum Kieler Sieg.

