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Handball-EM 2026: Deutschland kämpft gegen Frankreich ums Halbfinale

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Nach der Niederlage gegen Dänemark wartet auf das DHB-Team mit Frankreich der nächste schwere Brocken. Doch die Deutschen gehen mit einer besonderen Erinnerung und viel Selbstbewusstsein in die Partie. Aus Silkeborg berichtet Nils Kögler Es ist eine Erinnerung, der dieser Tage im deutschen Quartier keiner entkommen kann: Lille, Frankreich, 7. August 2024, Viertelfinale der Olympischen Spiele . Deutschland trifft auf Frankreich. Es wird ein absoluter Krimi, bei dem die DHB-Auswahl zunächst in letzter Sekunde ausgleicht und sich schließlich in einer dramatischen Verlängerung durchsetzt. Für das deutsche Team unter Bundestrainer Alfred Gíslason war es eine absolute Sternstunde, für die favorisierten Franzosen bei ihrem Heimturnier ein Sport-Trauma. Rund anderthalb Jahre später treffen die beiden Mannschaften bei der Handball-Europameisterschaft am Mittwoch nun wieder aufeinander – und wieder geht es für beide Mannschaften um alles. Handball-EM 2026: So sehen Sie die Titelmission der DHB-Auswahl live Spielplan, Orte, Modus: Das Wichtigste zur Handball-EM der Männer in der Übersicht Handball-EM: "Ein Viertelfinale, das diesen Namen nicht trägt" "Wir spielen ein Viertelfinale, das diesen Namen nicht trägt", sagte Frankreichs Nationaltrainer Guillaume Gille mit Blick auf die Ausgangslage vor dem letzten Hauptrundenduell. Die Situation in Hauptrundengruppe I ist nämlich denkbar einfach. Dänemark steht bereits als erster Halbfinalist fest. Deutschland und Frankreich spielen den zweiten Platz in der Vorschlussrunde unter sich aus. Dabei hat die deutsche Auswahl jedoch einen Vorteil: Ihr reicht auch ein Unentschieden, Frankreich ist zum Gewinnen verdammt. "Uns erwartet ein fantastischer Kampf, und wir werden alles daran setzen, zu bestehen", kündigte Gille an. Deutschland will sich hingegen nicht auf der vermeintlich vorteilhafteren Situation ausruhen. "Die Ausgangslage könnte schlechter sein, aber für uns ist es einfach zu definieren: Wir gewinnen das Spiel. Wir pokern nicht auf ein Unentschieden", kündigte etwa David Späth an. "Wir gehen auf Sieg", sagte auch Julian Köster. Die Aufgabe bei der Handball-EM 2026 ist enorm Die Aussagen klingen selbstbewusst, doch das DHB-Team weiß um die große Aufgabe, die mit dem EM-Titelverteidiger wartet. Nach dem vergebenen ersten Matchball bei der 26:31-Niederlage gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark wartet nun ein Gegner von nicht geringerer Qualität. "Es wird unglaublich schwer. Wir haben jetzt hintereinander die zwei besten Teams auf der Welt", stellte Rune Dahmke fest, der das Duell mit Frankreich unter das Motto "Alles oder nichts" stellte. Nils Lichtlein drückte es sogar noch ein bisschen martialischer aus und sprach von einem "Do or die"-Spiel für beide Mannschaften. Siegen oder sterben. "Dementsprechend gefährlich werden sie für uns sein", warnte er. "Wir sind nicht vermessen und wissen, dass es gegen Frankreich schiefgehen kann. Wir wissen, dass es ein überragender Gegner ist", sagte auch Mannschaftskapitän Johannes Golla. "Ich vertraue dieser Mannschaft" Klagen über die harte Auslosung will beim DHB aber niemand mehr. Vielmehr ist man stolz auf das Erreichte: "Wir sind voll im Turnier und haben jetzt eine riesige Chance", sagte Spielmacher Juri Knorr . "Wenn uns jemand vor dem letzten Hauptrundenspiel gesagt hätte, dass wir eine bessere Ausgangslage als Frankreich haben, hätten wir das genommen. Darauf freuen wir uns", so Knorr weiter. "Natürlich ist es eine Begegnung, über die wir seit Monaten gesagt haben, dass wir sie genauso haben möchten", befand auch Bundestrainer Alfred Gíslason. "Es ist ein reines Endspiel um das Halbfinale." In Anbetracht der bisherigen Turnierleistungen sind die DHB-Akteure zudem positiv gestimmt. "Wir haben schon ein paar Rückschläge gehabt", erklärte Golla mit Blick auf die Serbien-Niederlage (27:30) und den anschließenden 34:32-Sieg im Entscheidungsspiel gegen Spanien zum Abschluss der Vorrunde. "Ich vertraue dieser Mannschaft und ich bin positiv gestimmt, dass wir da sind, wenn es drauf ankommt", so Golla weiter. Die Offensivgewalt ist enorm Gíslason sieht derweil auch spielerisch einige gute Voraussetzungen: "Die Abwehr war sehr gut. Wir haben beweisen können, dass wir zwei Weltklasse-Torhüter haben und es fast egal ist, welcher von beiden spielt. Wir können auch die Breite des Kaders nutzen", sagte er. Speziell die Abwehr wird die deutsche Mannschaft aber auch brauchen, denn mit Spielern wie Dika Mem sowie Elohim Prandi verfügen die Franzosen über Wurfgewalt aus dem Rückraum, mit ihrem Spielmacher Aymeric Minne auch über große Qualität im Eins-gegen-Eins. Die Offensivgewalt der Franzosen ist enorm. Die ganz besondere Erinnerung Doch um vor und während des Duells neues Selbstbewusstsein zu fassen, hat die DHB-Auswahl ja noch ihre so glückliche Erinnerung an das Olympia-Viertelfinale. "Das ist etwas, das dir ein bisschen Selbstvertrauen gibt", sagte Torhüter Späth. "Selbst wenn du Sekunden vor Schluss mit dem Rücken zur Wand stehst, kannst du dieses Spiel gewinnen. Das soll uns eine breite Brust geben, dass wir da reingehen und wissen, was wir können und wissen, wir haben es schon mal geschafft", so Späth weiter. "Natürlich wissen die Jungs durch solche Spiele, dass sie auch Frankreich schlagen können", betonte Gíslason und hob die Entwicklung des Teams hervor: "Letztendlich sind wir auch eine andere Mannschaft als damals, wir sind sogar ein bisschen weitergekommen", so der Bundestrainer. Er schränkte aber ein: "Das heißt nicht, dass es leichter sein wird. Die Franzosen haben auch eine bisschen andere Mannschaft als damals. Diese letzte Begegnung zählt also gar nichts. Es geht darum, was wir morgen machen müssen." Die Franzosen seien auf eine Revanche aus, "aber wir wollen das Beste tun, um dasselbe Ergebnis zu erreichen. Es wird anders, aber wir werden es versuchen." Gíslason erklärte die Begegnung zu einem "50/50-Spiel" und ist sich sicher: "Alle werden extrem motiviert in das letzte Spiel gehen, ohne Angst. Wir haben eigene Qualitäten und müssen ein überragendes Spiel machen." Olympia-Held Renārs Uščins, der damals zwölf Tore warf, prophezeite: "Das wird ein heißer Tanz, auf den sich alle freuen können", und er versprach: "Wir gehen die Aufgabe mit viel Mut an und werden mit breiter Brust Vollgas geben."

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