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Handball-EM 2026: DHB-Star Knorr mit harter Selbstkritik nach Norwegen-Sieg

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Gegen Norwegen konnte die DHB-Auswahl zwar einen Krimi für sich entscheiden. Juri Knorr machte jedoch erneut kein gutes Spiel. Der deutsche Spielmacher findet deutliche Worte für seine Leistungen. Aus Silkeborg berichtet Nils Kögler Bei einem Spaziergang mit seinem Hund Elfie zu einem Café in der Nähe des Team-Hotels in Silkeborg versuchte Juri Knorr , die aufkommenden Selbstzweifel vor dem EM-Duell mit Weltmeister und Olympiasieger Dänemark zu zerstreuen. "Ich bin glücklich und erleichtert, dass wir es gewonnen haben, aber gleichzeitig auch enttäuscht über meine Leistung", hatte der Spielmacher schon am Samstag nach dem Hauptrundensieg gegen Norwegen gesagt. Am Sonntag fügte er auf einer Pressekonferenz des DHB mit Blick auf seinen nach dem Portugal-Spiel schon zweiten glanzlosen Auftritt in Folge an: "Mich nervt das extrem." Dass der DHB-Auswahl in beiden Partien die Konstanz im Angriffsspiel fehlte, lag zwar nicht nur an Knorr, hatte aber auch mit der Formschwäche des 25-Jährigen zu tun. "Ich denke, es liegt auf der Hand, dass wir damit nicht zufrieden sind, und ich persönlich auch nicht. Gerade die letzten beiden Spiele wurmen mich einfach, ich habe keine Erklärung dafür", sagte der Rückraumspieler. "Man darf sich nicht so lange damit aufhalten" Die Erwartungen vor dem Turnier waren groß – sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei Knorr selbst. Der Sommer-Wechsel von den Rhein-Neckar Löwen nach Aalborg habe ihn spielerisch weiter reifen lassen, hieß es im Vorfeld unter anderem auch von Bundestrainer Alfred Gíslason. Den Beweis dafür konnte Knorr bei der EM bisher aber kaum liefern. Auch deshalb sei er "froh, in einer Mannschaft zu spielen, in der immer wieder jemand den Karren aus dem Dreck zieht. Manchmal läufts einfach nicht", befand Knorr nach dem 30:28-Sieg gegen Norwegen. "So ist der Sport manchmal. Man darf sich gar nicht so lange damit aufhalten." "Hoffe, dass wir das besser hinkriegen" Mit dem Problem der fehlenden Konstanz steht Knorr nicht allein da. Auch seine Nebenleute Julian Köster, Miro Schluroff, Renārs Uščins und Marko Grgić schwanken in ihren Leistungen. "Wir sitzen zusammen und reden darüber, welche Dinge wir spielen können und welche Schwachpunkte wir sehen. Aber am Ende steht man auf der Platte und muss das umsetzen. Und manchmal geht das leichter von der Hand und manchmal schwerer. Diese Phasen kommen und gehen", sagte Knorr. Gegen Topfavorit Dänemark ist eine geschlossene Teamleistung über 60 Minuten gefragt. "Wenn wir eine Chance haben wollen, dürfen wir im Angriff nicht so mutlos agieren", forderte Bundestrainer Gíslason mit Blick auf die Partie am Montagabend (20.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Versprechen kann Knorr das nicht, aber: "Ich hoffe, dass wir das besser hinkriegen, dass ich das besser hinbekomme."

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