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Spannung bis zum Schluss

„Big Points“ zum Einstieg

ins Handball-Jahr 2026

HGS-Torhüter-Trio mit Top-Leistung – HGS gewinnt in Köln 30:29 (17:12)

 

Köln/Saarlouis. „In Longerich sind das aus meiner Sicht zwei wirkliche Big Points und ein toller Einstieg ins Handballjahr 2026.“ HGS-Chefcoach Jörg Lützelberger war am Ende mit dem 30:29 (17:12)-Auswärtssieg seiner Jungs zum Rückrundenstart beim Longericher SC Köln sichtlich zufrieden. Dabei war es der erwartete heiße Tanz vor 420 Zuschauern – darunter wieder eine lautstarke HGS-Fan-Kolonie – in der bestens gefüllten Halle.

 

Die Geschichte der Partie hat ein Trio geschrieben – das Torhüter-Trio der HG Saarlouis. Mit zusammen 21 Paraden haben Daniel Schlingmann, Finn Zecher und Michel Fiedler die bislang beste Saisonleistung abgeliefert und ihren Trainer und die mitgereisten Fans regelrecht „verzückt“. „Schlingel“ Schlingmann war 55 Minuten lang der überragende „Fels in der Brandung“ und sicherte mit seinen insgesamt 18 abgewehrten Bällen nicht nur die klare Pausenführung. In den letzten fünf Minuten steuerte Finn Zecher zwei wichtige Paraden bei und für die „Krönung“ dieses Erfolges sorgte Michael Fiedler, als er nach der Schlußsirene den letzten Siebenmeter von Lennart Nienhaus parierte und damit auch den zweiten Punkt festhielt.

Den letzten Wurf abzuwehren ist einerseits sicherlich auch etwas glücklich, auf der anderen Seite, wie Jörg Lützelberger betonte, aber auch „eine Form von Qualität“.

 

Beide Team starteten verhalten in die Partie. Auf beiden Seiten standen die Torleute von Beginn an im Fokus. Die Angreifer sowohl von Saarlouis, als auch vom LSC taten sich durchaus schwer und produzierten Fehler. Nach 6 Minuten erzielte Lars Weißgerber beim 1:2 erst den dritten Treffer im Spiel, nach 10 Minuten ging Longerich erstmals mit 3:2 in Führung. In der Folge konnte sich keines der beiden Teams tatsächlich irgendwie absetzen. Als Meti Durmishi nach fast 19 Minuten beim 6:8 erstmals einen Vorsprung von 2 Treffern markierte, war der schnell aufgeholt und die Partie ging ausgeglichen bis in die 26. Minute (12:12).

 

Aber plötzlich lief es beim Tabellenführer. Mit schnellem Spiel nutzte man Fehler des LSC und Paraden von Daniel Schlingmann zu einfachen Toren und zog bis 32 Sekunden vor der Pause mit einem 5:0-Lauf auf 12:16 davon. Nach Lützelbergers Auszeit blieben Saarlouis noch sechs Sekunden, und die nutzten seine Jungs dann sogar noch zur 12:17-Pausenführung durch Sven Eberlein.

 

Doch die Saarländer kamen trotz des klaren Vorsprungs schlecht aus der Kabine. Was vor dem Pausentee so gut funktioniert hatte, war nicht mehr vorhanden. Einzig Daniel Schlingmann hielt seine Formkurve weiter ganz oben. Trotzdem kämpften sich die Gastgeber Tor um Tor heran, waren beim 20:21-Tor von der Siebenmeter-Linie wieder dran und hatten die Halle wieder hinter sich. Doch die HGS ließ sich nie aus der Ruhe bringen, fand trotz wachsenden Drucks immer wieder Lösungen und legte immer wieder ein Törchen vor. (23:24, 47. – 24:25, 51. – 25:26, 53. – 26:27, 54.).

 

Und dann schien die Entscheidung zu fallen. Joshua Reitz, Yves Kunkel und Hubert Kornecki erhöhten auf 27:30. Auf der Uhr waren noch exakt 103 Sekunden Spielzeit. Das sollte doch reichen. Aber Lennart Niehaus und Jonas Kämper legten zwei schnelle Tore zum 29:30-Anschluss nach und LSC-Coach Christian Stark bekam sogar nochmal die Chance auf seine letzte Auszeit. Er stellte um, spielte 7 gegen 6 und suchte die Chance auf die Punkteteilung. Niehaus versuchte 2 Sekunden vor Schluß den Durchbruch und bekam den Siebenmeter. Sieben Mal hatte er bis dahin vom Punkt eiskalt alles verwandelt und die HGS schickte Michel Fiedler in den Kasten. Der bekommt den rechten Arm schnell genug nach oben, wehrt den Ball ab und wird gleich darauf von seinen Mannschaftskameraden als Matchwinner gefeiert.

 

Statistik HGS: Schlingmann 18 Paraden, Zecher 2 Paraden, Fiedler 1x 7m-Parade, Kunkel 10/4, Eberlein 4, Weißgerber 4, Reitz 3, Kornecki 2, Noh 1, Paetow 1, Jelicic 1

 

Statistik LSC: Kull 5 Paraden, Babic 5 Paraden, Niehaus 12/7, Woermann 5, Kämper 3, Richter 3, Kaysen 2, Pyszora 1, Henrich 1, Nolting 1, Kremp 1

 

Siebenmeter: HGS 4/4, LSC 7/8

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 4, LSC 4

 

Zuschauer: 420

(Fotos: HGS und Thomas Schmidt)

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