Handball-EM 2026: Krisenstimmung bei deutschem Auftaktgegner Österreich
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Österreich ist Deutschlands erster Gegner bei der Handball-EM. Doch nach der jüngsten Testspielpleite herrscht alles andere als Euphorie. Trainer und Spieler fanden klare Worte. Wenige Tage vor dem EM-Start herrscht Tristesse bei Österreichs Handballern. Im letzten Heimtest enttäuschte das Team von Trainer Iker Romero gegen Tschechien, verlor 29:30 und offenbarte erneut Schwächen. Vor allem im Umschaltspiel zeigten sich deutliche Defizite. Nach Ballverlusten oder Gegentreffern fehlte häufig der schnelle Rückzug, was Tschechien zu einfachen Toren einlud. Ex-Weltklasse-Handballer Romero, seit November im Amt, reagierte in einer Auszeit lautstark. EM 2026: Der Spielplan der Handball-Europameisterschaft Österreichs Abwehrchef Lukas Herburger von den Füchsen Berlin zeigte im Gespräch mit "Heute" Verständnis für die Reaktion seines Trainers: "Rückzug ist reine Kopfsache. Wir hatten uns in der Halbzeit ausgemacht, dass wir alle Abpraller holen, doch das wurde absolut nicht umgesetzt. Deshalb ist er auch zurecht ausgezuckt und hat uns zusammengeschissen." Auch mit der Einstellung der Mannschaft haderte der 31-Jährige: "Es kann nicht sein, dass Tschechien bei einem Heimspiel emotional lauter ist als wir. Das darf nicht noch einmal passieren." Am Donnerstag gegen Deutschland Romero forderte nach der Partie eine Lernkurve: "Wir müssen aus diesem Spiel lernen, nur so können wir auf Dauer erfolgreich sein." Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Freitag beim Vier-Nationen-Turnier in Frankreich. Dort trifft Österreich auf den Gastgeber und amtierenden Europameister. Je nach Ergebnis wartet am Sonntag Island oder Slowenien. Danach geht es weiter nach Dänemark, wo es kommende Woche (15. Januar) gegen das deutsche Team, das beim 32:29-Sieg bei Vize-Weltmeister Kroatien am Donnerstag überzeugte, ernst wird. Weitere Gegner in der wohl schwersten Vorrunde des Turniers sind Spanien und Serbien. Nur die besten zwei Teams kommen weiter. Möchte Österreich dazugehören, bedarf es eines deutlichen Formanstiegs.

