D1 ist “Weltmeister“
Am Samstag begab sich der Adlertross auf die Tour nach Oranienburg in die dortige MBS Arena. Dort fand das "Final Four" der ersten Mini-Handball-WM des HVB statt, für das sich die Adler über die Vorrunden- und die KO-Spiele qualifiziert hatten.
Der Gegner der Adler, die für die "Färöer-Inseln" starteten, waren die Bernauer Bären, die wiederum "Deutschland" vertraten. Die Bären hatten in dieser Saison nur ein Spiel verloren und waren somit der Vize-Kreismeister in ihrem Spielbezirk. Es war also mit einem Spiel auf Augenhöhe zu rechnen. Die Erwärmung der Jungs war dementsprechend sehr intensiv und konzentriert.
Nach der großen Eröffnungszeremonie mit Fahneneinlauf und Nationalhymnen ging es auf die Platte.
Die Potsdamer, die sicher als Favorit galten, standen sehr unter Druck, das war in den ersten Minuten deutlich spürbar. Die Trefferquote war unterirdisch. Immer wieder standen der Pfosten oder die Latte im Weg. Die Bären konnten das Spiel - vom Ergebnis her - in den ersten Minuten sehr offen gestalten. Nach ca. 5 Minuten jedoch platzte bei den Adlern der Knoten, und sie platzierten die Bälle nun sicher im Tor. Nach den ersten 15 Minuten war bereits ein gewisser Trend in Richtung Potsdam zu erkennen. In den folgenden 15 Minuten ließen die Potsdamer keinen Zweifel mehr daran, dass sie den Weg ins Finale gehen wollen. Immer wieder stoppten sie gute Spielzüge der Bären, setzten sich im eigenen Angriff durch und brachten den Ball sicher im Netz unter. Tor für Tor setzten sich die Adler ab. Der Trainerstab gab nun jedem seiner Schützlinge die verdiente Einsatzzeit. Mit einem eindeutigen Stand von 25:14 zog die Mannschaft des 1. VfL Potsdam alias "Färöer-Inseln" ins Finale der Mini-Handballweltmeisterschaft des HVB ein.
Oranienburg setzte sich als "Kuba" in ihrem Halbfinale gegen ihren ungeschlagenen Staffel-Kreismeister, den SV Berolina Lychen, der das Land "Marokko" verkörperte, in einem absoluten Krimi durch und wurden zum Finalgegner für die Adler.
Nach dem Spiel um Platz 3 (Sieger hier Lychen), pfiffen die Unparteiischen pünktlich um 13:20 Uhr das Finale der Mini-Weltmeisterschaft Oranienburger HC ("Kuba") gegen den 1. VfL Potsdam ("Färöer-Inseln") an. Die lange Pause schien den Adlern nicht geschadet zu haben, sie legten von Beginn an ein hohes Tempo vor. Zwar gab es auch hier in der Anfangsphase einige Fehlwürfe, aber mit absoluter Überzeugung und Willenskraft ließen sie dem Gegner keine großen Möglichkeiten ins Spiel zu kommen. Immer wieder unterbrachen sie das Angriffsspiel und setzten selbst zum Konter an. Oranienburg konnte das nicht stoppen und wenn doch, dann nur mit einem darauf folgendem Pfiff der Schiris, die auf die Siebenmeter-Linie zeigten. Zur Halbzeit war der Abstand schon deutlich, und Frank ließ erneut allen Spielern die Chance, sich auf dem Spielfeld zu zeigen und ihren Beitrag zum Erfolg der Mannschaft zu leisten. Getragen von der Motivation der Mannschaft trugen die Jungs den Sieg bis in die 30. Minute und holten sich mit einem 27:10 den ersten Titel des Handballweltmeisters des HVB.
Dieser Modus wurde in diesem Jahr zum ersten Mal gespielt, und es war eine gelungene Veranstaltung. Wir hoffen, dass sich dies in Zukunft etablieren wird, denn so können sich die Mannschaften auch einmal bezirksübergreifend miteinander messen.
Für unsere Adler endet mit diesem Finalspiel eine überragende Saison, in der sie in ihrem Spielbezirk in der Landesmeisterschaft und in der Mini-WM des HVB ungeschlagen alle drei Titel holten und sich bei der Bestenermittlung in Dessau mit Platz 6 gut verkaufen konnten.
Jungs, wir gratulieren euch zu dieser starken Saison!
Da sich die Wege von einigen jetzt trennen werden, wünschen wir allen alles Gute für die Zukunft.
Wir danken auch dem Trainerteam Frank Hanisch, Daniel Meyer und Marcus Kapust. Nur mit eurem Engagement war es möglich, dass die Jungs diese Leistung abrufen konnten.
Für die Adler spielten:
Samuel, Raphael, Franz, Phillip, Luis, Erik, Edgar, Theodor, Jannik, Quinn, Jakob, Gabriel, Lian, Felix
Trainerstab:
Frank Hanisch, Daniel Meyer, Marcus Kapust
Fotos/Bericht:
Marek Bleicher

