Presseschau: Der Hanning-Plan: So wollen die Füchse Berlin klimaneutral werden
MAZ: Der Hanning-Plan: So wollen die Füchse Berlin klimaneutral werden
Der Klimafuchs geht um: Handball-Bundesligist Füchse Berlin und Kooperationspartner 1. VfL Potsdam wollen weniger CO2 in die Luft blasen – die neue Initiative kommt spät, klingt aber ambitioniert.
Berlin. Stefan Kretzschmar bringt das Dilemma vieler Profis auf den Punkt: „Zu meiner Zeit hast du als Sportler wirklich nur an dich gedacht, an deine Karriere und an deinen Sport“, sagt der wohl bekannteste deutsche (Ex-)Handballer der vergangenen Jahrzehnte. Von Kretzschmar, der früher wie kein Zweiter von außen kommend durch den Kreis flog, nahm das breite Publikum dann Notiz, wenn er an der Seite Franzi van Almsicks klebte oder seine Hände an harzigen Bällen. Dass Kretzschmar Klimawandelthemen am Herzen liegen, war bislang eher weniger bekannt – aber „das ist jetzt anders“, wie Kretzschmar in einem Image-Video erzählt. Denn: „Die Zeit zu handeln ist jetzt.“
Der Clip, den der heutige Sport-Geschäftsführer der Füchse Berlin auch über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet hat, wurde am Donnerstagmorgen erstmals ausgestrahlt. Der Anlass war ein wichtiger, die Botschaft stärker als so manches Kretzsche-Tor: Die Füchse Berlin und Kooperationspartner 1. VfL Potsdam wollen Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit werden. Das ehrgeizige Ziel lautet Klimaneutralität: Was an Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre geblasen wird, soll durch die Beteiligung an Naturschutzprojekten wieder ausgeglichen werden. "Wir wollen die Region Berlin-Brandenburg wecken", sagt Füchse-Macher Bob Hanning, der explizit von einem Berliner und Brandenburger Projekt spricht.
Bob Hanning: „Ich finde es wichtig, dass wir anfangen, uns der Aufgabe zu stellen“
Wie die Nachhaltigkeitsinitiative genau aussehen soll, steht im Groben bereits fest. Die Füchse haben ermitteln lassen, dass sie und die Adler aus Potsdam (inklusive Jugendteams) zusammen jährlich 645 Tonnen CO2 in die Atmosphäre schleudern (das entspricht grob dem Verbrauch eines kleinen, mittelständischen Unternehmens). Die Traumformel lautet nun Reduktion und Kompensation. Beide Vereine wollen Emissionen einsparen, in dem sie Auswärtsfahrten künftig mit der Bahn statt dem Bus bestreiten (und wenn doch per Bus, dann mit einem möglichst effizienten). Auf der Geschäftsstelle fließt schon Ökostrom, ein E-Auto-Fuhrpark ist in Planung. Und Trainingslager müssen nicht zwangsläufig auf Südseeinseln stattfinden, sondern eher vor der eigenen Haustür. Und so weiter, die Liste der Reduktionsmöglichkeiten ist lang.
Komplett emissionsfrei können Fuchsbau und Adlerhorst aber nicht werden – deshalb die Kompensation.
Weiter zu lesen unter diesem Link zur Märkischen Allgemeinen Zeitung: https://www.maz-online.de/sport/regional/der-hanning-plan-so-wollen-die-fuechse-berlin-klimaneutral-werden-MZZT7J3JEN4XL3JYX5RFUCAAY4.html
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Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Joram, David 2022 https://www.maz-online.de/sport/regional/der-hanning-plan-so-wollen-die-fuechse-berlin-klimaneutral-werden-MZZT7J3JEN4XL3JYX5RFUCAAY4.html(18.08.2022]
Weitere Beiträge zu diesem diesem Thema sind u.a. auf folgenden Seiten zu lesen:
ZEIT: https://www.zeit.de/news/2022-08/18/erster-klimaneutraler-handballclub-der-welt-fuechse-berlin
Sportschau: https://www.sportschau.de/regional/rbb/rbb-fuechse-berlin-starten-nachhaltigkeits-offensive-100.html
Kicker Kolumne: https://www.kicker.de/mit-oekostrom-ist-es-nicht-getan-wir-brauchen-jetzt-alle-ein-anderes-bewusstsein-913638/artikel
Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/sport/erster-handballverein-der-welt-die-fuechse-berlin-werden-klimaneutral/28608638.html

