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Rhein-Neckar Löwen: Im Handball-Camp geht es auch um Fake News, Mobbing und Hass im Netz

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		Rhein-Neckar Löwen:  Im Handball-Camp geht es auch um Fake News, Mobbing und Hass im Netz

Von Florian Hartmann

Kronau. Sport und Digitalisierung sind besonders für Kinder und Jugendliche bedeutende Themen. Durch die Corona- Pandemie kam für viele Kinder der Sport zu kurz, während die digitalen Medien verstärkt genutzt wurden. Laut des Online-Portals Statista besitzen 75 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen bereits ein Smartphone. Somit wird besonders für diese jüngere Generation digitale Bildung immer bedeutender.

Dass man die beiden Themen Digitalisierung und Sport auch miteinander kombinieren kann, zeigen die Rhein-Neckar Löwen mit einem Pilotprojekt.

Vom 23. bis 27. August veranstalten die Löwen das erste Handballcamp für junge Nachwuchsspieler im Alter von 10 bis 13 Jahren. In Zusammenarbeit mit dem TSV Rintheim findet das BGV Löwen Camp auf dem Gelände der Rintheimer statt. Doch hierbei handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Handballtrainingswoche. Denn es geht auch um den Umgang mit sozialen und neuen Medien.

Zusammen mit der BG 3000 Service GmbH haben die Rhein-Neckar Löwen das Projekt ins Leben gerufen. Die Kinder erhalten in der Woche morgens Handballtraining und nach einem gemeinsamen Mittagessen eine Session zu bestimmten Themen der neuen Medien. "Im heutigen Zeitalter ist es enorm wichtig, dass Kinder bereits früh über Fake News, Mobbing und Hass im Netz aufgeklärt werden, aber auch den Zusammenhang von Wirtschaft und der digitalen Welt in Form von beispielsweise Produktplatzierungen in den YouTube Videos erkennen", erklärt die Geschäftsführerin der BG 3000, Simone Stein-Lücke. "Im Camp wird den Kindern dann auch gezeigt, wie man richtig mit den sozialen Netzwerken umgeht, wie man beispielsweise Instagram und YouTube richtig nutzt."

Das Unternehmen von Stein-Lücke hat bereits mehr als 30.000 Kinder bei Camps zum Thema Neue Medien betreut. Eine Schulung von Kindern in Kombination mit Handball gab es allerdings noch nicht.

"In mir schlagen zum Thema Digitalisierung zwei Herzen: Einmal ist es aus Vereinssicht extrem wichtig, den Spielern die Bedeutung der sozialen Medien beizubringen und sie dahingehend zu trainieren. Über Nacht können Spieler bereits eine enorme Reichweite aufbauen, über die man sich im Klaren sein muss", erläutert Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann, "zum zweiten sehe ich das Thema als Familienmensch. Kinder, aber auch Eltern müssen digital gebildet sein und wissen, was einem im Internet passieren kann."

Mikael Appelgren, Torhüter der Rhein-Neckar Löwen, hat mehr als 30.000 Abonnenten bei Instagram und kennt die Gefahren, die soziale Medien mit sich bringen: "Die Kinder müssen sich über die Konsequenzen ihrer Aktivitäten im Netz bewusst sein. Man sagt nicht umsonst, dass das Internet nie etwas vergisst. Wenn mich jemand nach Tipps im Umgang mit den Medien fragt, sage ich immer, dass man Spaß haben und sich nicht verstellen soll, jedoch sollte man immer wissen, was man tut."

Der Löwen-Keeper wird sich mit Teamkollege Andy Schmid selbst ein Bild des Projektes machen. Er sagt: "Die Themen Handball und digitale Bildung passen sehr gut zusammen und ich bin überzeugt, dass die Kinder viel Spaß haben und eine Menge lernen werden."

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