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Nußloch: Vom Bürgermeister zum "Weltmeister"

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Von Christoph Moll

Nußloch. Als Handballer in Walldorf machte Joachim Förster schon keine schlechte Figur. Doch nun scheint der Nußlocher Bürgermeister seine "Lieblingssportart" gefunden zu haben: Dosenwerfen. Denn inzwischen kann er sich in dieser Disziplin sogar "Weltmeister" nennen. Diesen inoffiziellen Titel hat er bei der Weihnachtsfeier des neuen Nußlocher Vereins "Materialseilbahn-Freunde Nußloch" gewonnen. Dieser will aber nicht nur Spaß haben, sondern Gutes für die Gemeinde tun.

Joachim Förster war zum ersten Mal zu Gast bei der Weihnachtsfeier des noch jungen Vereins, der erst in diesem Jahr seine Gemeinnützigkeit anerkannt bekommen hat. Schon länger veranstaltet der Verein aber so genannte "Weltmeisterschaften" in mal mehr und mal weniger sportlichen Disziplinen – so zum Beispiel auch im Minigolfen. "Ich wurde gefragt, ob ich bei der WM im Dosenwerfen mitmachen würde", erzählt Förster, der vor Zeugen gleich angekündigt haben soll, den Titel zu holen.

Doch bis zu diesem war es ein langer Weg. Insgesamt musste er sich in mehreren K.o.-Runden gegen 26 Konkurrenten durchsetzen. Wer gleich die erste Partie verlor, musste mit den anderen Verlierern um die "rote Laterne" spielen. Förster aber gewann und gewann. Nach fünf Runden war er im Finale gegen Vereinsmitglied Marvin Barwig – ebenfalls ein Handballer. Gleich im ersten Wurf räumte er die Dosenpyramide bis auf eine Dose ab. "Das war mein bester Wurf des Abends", erzählt er. Förster wurde der erste Weltmeister, der kein Vereinsmitglied ist. Der Wanderpokal steht nun im Rathaus.

"Das alles war schon großer Sport, aber wurde durch unsere Spendenauktion übertroffen", berichtet der Erste Vorsitzende der Materialseilbahn-Freunde, Dustin Bisinger. "Wir konnten mit Sachspenden von Mitgliedern, aber vor allem durch die Unterstützung von Sponsoren aus Nußloch insgesamt 2280 Euro für den guten Zweck sammeln." Er sei "unglaublich stolz" auf die Mitglieder, die aus dem eigenen Geldbeutel gespendet haben, und auch auf Bürgermeister Förster, der fleißig mitgespendet habe, so Bisinger.

So wurden gesponserte Geschenke unter den Gästen versteigert. Bürgermeister Förster hatte ein Heimatbuch der Gemeinde mitgebracht, das von den Verfassern unterzeichnet worden war und für 200 Euro ersteigert wurde. Er selbst ersteigerte einen Döner-Gutschein und für 100 Euro den Weihnachtsbaum des Vereins. Dieser ziert nun das erste Obergeschosse des Rathauses. "Kein Geschenk ist unter 30 Euro weggegangen", freut sich Förster, der das Engagement des Vereins lobt: "Dieser tut sehr viel Gutes – Hut ab!"

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