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Rhein-Neckar Löwen: Handball-Förderzentrum in Kronau ist top in Deutschland

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Von Hans-Joachim Of

Östringen/Kronau. "Nach dem Prinzip fördern und fordern machen wir unsere Jugendlichen im Handball-Förderzentrum Kronau fit für den schulischen Alltag und beruflichen Einstieg", sagt Rolf Bechtold. Der ehemalige aktive Spieler und erfolgreiche Coach der TSG Kronau fungiert seit Anbeginn im Jahre 2008 als Leiter des Leistungs- und Förderzentrums, einer von der Dietmar-Hopp-Stiftung mitgetragenen Einrichtung, in der Talente aus der Region untergebracht sind. "Im Moment haben wir 15 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren bei uns", erklärt der 67-Jährige.

Das großzügige Handball-Förderzentrum, unmittelbar an Trainingsgelände und -halle der Rhein-Neckar Löwen in Kronau gelegen, verfügt über optimale Möglichkeiten, die sportliche Ausbildung leistungsorientierter Spieler im Jugendhandball gezielt voranzubringen. Jetzt wurden die Rhein-Neckar Löwen von der Deutschen Handball-Liga (HBL) einmal mehr für ihre Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Der Klub erhielt das Jugendzertifikat 2019 mit besonderem Prädikat. Außer den Löwen dürfen sich in Deutschland lediglich die sechs Vereine TSV Hannover-Burgdorf, Füchse Berlin, SG Flensburg-Handewitt, SC Leipzig, SC Magdeburg und MT Melsungen über die Prämierung freuen.

Die HBL hatte das Jugendzertifikat 2007 als ligaübergreifendes Gütesiegel geschaffen. Kriterium für die Vergabe ist unter anderem, dass Jugendspieler im jeweiligen Verein möglichst optimale Bedingungen vorfinden - unter anderem muss ein hauptamtlicher Athletik-Trainer angestellt sein -, um es eines Tages in den Profibereich zu schaffen und sich als Spitzenspieler zu etablieren. Jährlich findet eine Qualitätsprüfung statt, wobei ein Team von der HBL eine Woche vor Ort ist, um alle Abläufe genau unter die Lupe zu nehmen.

"Es ist unser aller Ziel, die jungen Handballer so auszubilden, dass sie möglichst hohen Ansprüchen genügen. Entsprechend unserer Vorstellung einer ganzheitlichen Förderung legen wir großen Wert auf die schulische Ausbildung sowie auf das Sozialverhalten im Team und die Entwicklung der Persönlichkeit", betont der in Rettigheim wohnende Bechtold. Der Trainer mit Leib und Seele war bis zur Pensionierung im Hauptberuf als Lehrer an der Johann-Peter-Hebel-Realschule in Waghäusel tätig.

Zahlreiche ehrenamtliche Trainer, Physiologen und Betreuer sind bei der SG Kronau/Östringen tätig, werden von Sportleiter Rolf Bechtold und Abteilungsleiterin Claudia Scholtes in allen Belangen unterstützt. "Unsere qualifizierten Coaches haben den klaren Auftrag, die Talente in allen Belangen bundesligatauglich zu machen", heißt es. In Kronau versteht man darunter, dass nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch das Verhalten außerhalb des Spielfeldes und die Einstellung eines jeden Spielers stimmen muss.

"Deshalb ist es wichtig, dass sich unsere jungen Talente neben dem Leistungssport noch an anderer Stelle im Leben engagieren, da wir der Meinung sind, dass sie dadurch den hohen Belastungen im Spiel noch besser gewachsen sind", betont Bechtold, der anfügt: "Mit unserem Partner ,Anpfiff ins Leben‘ wollen wir gemeinsam unsere jungen Handballer fit fürs Leben machen und ihnen einen reibungslosen Ablauf zwischen Sport, Schule und Freizeit schaffen."

Über allem steht in Kronau das Motto der Dietmar-Hopp-Stiftung "Das Maß aller Dinge ist der Mensch", das vor allem in den Bereichen Soziales und Kultur greift.

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