3. Liga Handball: In Leutershausen auf die Zielgerade
Nußloch. (bz/tib/hema) Zum Debüt von Christian Job wartet auf die Drittliga-Handballer der SG Nußloch direkt ein Derby bei der SG Leutershausen. Am Samstagabend um 19 Uhr gastiert der Zweite der Oststaffel, der sich in der Vorrunde mit 31:26 durchsetzen konnte, beim Vierten. "Das ist eine tolle Sache mit so einem Spiel zu beginnen", freut sich Job, "mein erstes Engagement bei der SGN begann ebenfalls mit dem Derby in Leutershausen, das wir gewinnen konnten."
Seine Aushilfe bis zum Saisonende, ehe der frühere Leutershausen-Coach Marc Nagel in Nußloch übernimmt, will Job unbedingt als Vizemeister abschließen. "Rang eins zu erreichen ist utopisch, deshalb geht es darum Zweiter zu werden", erklärt der gebürtige Horchheimer, "wir haben aktuell zwar ein kleines Polster, wissen aber wie schnell dieses aufgebraucht sein kann, vor allem da wir noch beim Vierten und Dritten jeweils auswärts antreten müssen." Da zudem der Tabellenfünfte Rodgau Nieder-Roden und das traditionell knifflige Gastspiel in Großsachsen in den kommenden Wochen auf dem Plan stehen, darf man aus Nußlocher Sicht von einem hammerharten Restprogramm sprechen.
Für Leutershausen geht es nun vor allem darum, besser als vor zwei Wochen beim Schlusslicht, dem TV Erlangen-Bruck, aufzutreten. Zwar gewann man dort, weil Gianluca Pauli 20 Sekunden vor Spielende den entscheidenden Treffer erzielte, die Leistung konnte aber weder Trainer noch Spieler zufrieden stellen. Zahlreiche Torchancen wurden leichtfertig vergeben, zudem verletzte sich Rückraumspieler Maximilian Rolka schwer und wird in dieser Saison nicht mehr auflaufen können. Es war ein gebrauchter Abend.
Gerade deshalb hoffte man nun, dass rechtzeitig zum Derby Mittelmann Philipp Jaeger und Rückraumspieler Ernst Mantek zur Mannschaft stoßen werden. "Ansonsten gehen uns langsam die Alternativen aus", sagte Mark Wetzel, der Sportliche Leiter der SGL: "Man muss aber auch dazu sagen, dass Nußloch auch großes Verletzungspech in dieser Runde hatte." Aber: "Nußloch hat ganz andere Ambitionen als wir, sie sind der klare Favorit", sagt Wetzel und geht davon aus, dass die Zuschauer in der Heinrich-Beck-Halle eine spannende Begegnung erleben werden.
Schließlich hat die SGN neben dem ehemaligen Weltmeister Christian Zeitz noch viele weitere Topspieler in ihren Reihen. Besonders wird das Spiel vor allem für Rechtsaußen Max Schmitt und Rückraumspieler Lucas Gerdon, die am Samstag noch in Blau, in der kommenden Saison aber in Rot in Leutershausen auflaufen werden.
Zeit zum Fasching feiern hatten die Spieler des TVG Großsachsen nicht. Nach dem Spiel am Faschingssamstag in Baunatal folgen für die "Saasemer" in den kommenden Wochen ganz wichtige Partien. Gestaltet der TVG diese erfolgreich, ist der Abstieg kein Thema. Bei Niederlagen steckt Großsachsen wieder mitten im Abstiegskampf. Den Auftakt am Sonntag macht die Partie beim Drittletzten in Coburg. Anwurf ist um 16 Uhr. Die Franken benötigen dringend jeden Punkt und liegen vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Siegt Großsachsen in der Veste-Stadt hätte man bereits 9 Punkte Vorsprung auf den HSC.
Coburg präsentiert sich in dieser Saison sehr schwankend in seinen Leistungen. So siegt man Zuhause gegen Nußloch, kassiert aber auch Heimpleiten gegen die direkte Konkurrenz aus Leipzig und Bruchköbel. Anfang Februar überraschte man mit einem Auswärtssieg beim TV Gelnhausen, konnte den Schwung aber nicht mitnehmen und kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge.
Für den TVG heißt es Ruhe bewahren und geduldig auf seine Chance warten - denn dann ist bei den Franken sicherlich etwas drin. "Das wird eine ganz schwierige Partie, bei der wir kühlen Kopf bewahren müssen. Coburg "muss" fast schon gewinnen, um nicht den Anschluss zu verlieren", stellt sich TVG-Trainer Stefan Pohl auf eine heiße Partie ein. Die Woche über wurde die Niederlagen in Baunatal aufgearbeitet und vor allem an den Abläufen im Angriff gearbeitet. Stefan Pohl: "Wir hatten zuletzt besonders in der Offensive Probleme. Ich denke aber, dass wir diese durch gute Trainingsarbeit abgestellt haben. Sollten wir wieder mehr Druck von allen Positionen entwickeln, werden wir in Coburg erfolgreich sein. Das wäre ein Riesen-Schritt in Richtung Klassenerhalt."
Währenddessen kämpft die HG Oftersheim/Schwetzingen gegen den TV Gelnhausen um Punkte. Sollte die Mannschaft von Trainer Holger Löhr gegen die Hessen in der Nordstadthalle gewinnen, würde man auf zwei Punkte auf den TVG, der aktuell auf dem achten Rang steht, anschließen.
Wer soll die Rhein-Neckar Löwen II in der aktuellen Verfassung überhaupt schlagen? Nach dem eindrucksvollen Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen die TGS Pforzheim gastiert nun der VfL Pfullingen in der Stadthalle Östringen. Anwurf ist um 20 Uhr.
Samstag
19 Uhr: SG Leutershausen - SG Nußloch
19.30 Uhr: HG Oftersheim/Schwetzingen - TV Gelnhausen
20 Uhr: Rhein-Neckar Löwen II - VfL Pfullingen
Sonntag
16 Uhr: Coburg - Großsachsen

