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Rhein-Neckar Löwen: Bei den Eulen gibt's ein tierisches Duell unter Nachbarn

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Von Daniel Hund

Heidelberg. Drei Tage, zwei Auswärtsspiele: Von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit kann bei den Handballern der Rhein-Neckar Löwen keine Rede sein. Am Donnerstag geht’s bei den Eulen Ludwigshafen um Bundesliga-Punkte (19 Uhr), am Samstag ab 18.30 Uhr im schwedischen Kristianstad um Champions-League-Zähler. Gut, zumindest am Donnerstag hält sich der Reisestress in Grenzen, denn Ludwigshafen liegt quasi um die Ecke, drüben auf der anderen Rheinseite.

Das Derby-Ziel ist klar umrissen: Bei den Vorderpfälzern, die derzeit auf dem letzten Tabellenplatz liegen, soll ein Sieg her. "Ich erwarte, das wir das Spiel von Beginn an dominieren", sagt Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen im RNZ-Gespräch. Und der Däne weiß genau, was seine Jungs in der Eberthalle erwartet. Nämlich ein Gegner, der zurzeit am Stock geht: Drei verletzte Mittelmänner haben die Eulen zu beklagen. "Auf der Mitte spielen sie deshalb jetzt mit Linkshändern und sie probieren es häufig mit 7:6", plaudert Jacobsen aus dem Nähkästchen.

Jacobsen ist auf alles vorbereitet, will aber eher auf seine eigene Sieben schauen. "Wichtig wird sein, was wir selbst machen. Wir müssen uns auf uns besinnen und was wir wollen ist klar: Wir möchten uns weiterhin von Spiel zu Spiel steigern."

Patrick Groetzki wird erneut nicht helfen können. Seine kürzlich erlittene Bauchmuskel-Zerrung lässt eine Rückkehr auf die Platte noch nicht zu. "Für Patrick käme ein Einsatz noch deutlich zu früh", sagt Jacobsen. Für Groetzki wird also erneut Bogdan Radivojevic auf dem rechten Flügel wirbeln.

Einer, der erst ab der kommenden Saison für die Gelben auflaufen wird, ist Niclas Kirkelokke, 24. Ein Däne, der auch für sein Heimatland im rechten Rückraum aufläuft und den Jacobsen, der neben seinem Job bei den Löwen bekanntlich auch die dänische Nationalmannschaft trainiert, bestens kennt.

Da Jacobsen die Löwen im Sommer verlassen wird, werden beide nicht mehr im Kronauer Trainingszentrum zusammen arbeiten. Laut dem Meistermacher der Löwen kann man sich auf den 1,95-Meter-Mann aber freuen: "Ich würde Niclas als einen sehr guten Allrounder bezeichnen. Er hat einen sehr harten Wurf und wird in der Abwehr immer besser." Und weiter: "Für die Löwen ist es wichtig, dass sie jetzt mal einen Halbrechten dazu bekommen, der auch gut in der Defensive ist, dann bleibt nicht mehr alles an Alexander Petersson hängen."

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