Punkteteilung schmerzt wie Niederlage
Der Gefühlszustand unserer Adler dürfte sich am heutigen Abend wie ein Spaziergang im November-Nieselregen anfühlen. Einen 9-Tore-Vorsprung anfangs der zweiten Halbzeit vermochten die Potsdamer Drittliga-Handballer nicht über die Zeit zu bringen und mussten sich am Ende gar glücklich schätzen, dass die Gäste von Handball Hannover Burgwedel nicht als Sieger vom Platz gingen. Moritz Ende traf in Minute 59:50 zum Endstand von 29:29. Was war passiert?
Zunächst taten sich die Adler etwas schwer gegen Hannovers offensive Abwehr und es bedurfte der individuellen Klasse von Spielern wie Yannik Münchberger oder Rolando Urios. Jedoch erwischte Fabian Pellegrini einen Sahnetag im Tor, so dass die Havelstädter zunehmend einfache Tore im Tempogegenstoß erzielten. Über 4:6 (13.’), 8:7 (18.’) kamen die Hausherren zur 15:10-Halbzeitführung. Nach Wiederanpfiff zündete dann endlich die zweite Raketenstufe der VfL-Handballer und die Gäste mussten minutenlang hinterher schauen. Bis auf 19:10 entschwebten die Adler, um dann urplötzlich Federn zu lassen. Die Niedersachsen entdecken ihr Kämpferherz wieder und die Potsdamer fanden im Handball-Werkzeugkasten nicht die richtigen Hilfsmittel, um den klaren Vorsprung zu verwalten. Selbst eine 27:23-Führung im Minuten 52 brachte keine Sicherheit und der Fehlerteufel war im Angriffsspiel ein ständiger Begleiter. Beim 29:28 für die Gäste mussten die Zuschauer das Schlimmste befürchten, ehe Moritz Ende wenigsten noch einen Punkt zu greifen bekam.
Für die Adler spielten und trafen: Fabian Pellegrini, Angelo Grunz, Vicente Manuel Poveda, Robin Huntz 1, Yannik Münchberger 11 (7/6), Joe Boede 2, Matti Spengler 2, Rolando Urios Gonzales 5, Moritz Ende, Philipp Jochimsen, Dominik Steinbuch 2, Marek Kovacech 2, Pille Winter, Levi Schwark. Foto: Sylvia Göres

